Change of Reality

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    • Change of Reality

      Yoa, dann will ich mein selbsternanntes Meisterwerk(Noch nicht beendet) hier auch mal reinstellen. Um die Handlung besser zu verstehen, sollte man wissen was "Luzid-Traeume" bzw "Klartraeume" sind. Dies bezeichnet man teilst der Faehigkeit seine eigenen Traeume zu beeinflussen, im klaren Wissen das man nur traeumt. Und darum in etwa geht es auch, der Hauptcharakter "Chad" wird von Traeumen geplagt, staendig sieht er Visionen und andere Bilder vor seinen Augen. Bis eines Tages in ihm gewaltige Kraefte erwachen, ein spannendes Turnier beginnt, doch wem kann er da vertrauen?
      P.s.: Alle Charaktaere in dieser Geschichte sind real existierende Personen aus meinem Freundeskreis, jeder der vorkommenden Personen gab mir das Einverstaendnis sie fuer meine Geschichte zu verwenden. Namen sind natuerlich aber ausgedachte, geht halt um die Charakterzuege oder Aussehen der Leute.


      Kapitel 1:
      "Aender deine Realitaet." Diesen Satz ging ihm seit Wochen durch den Kopf.
      Auch in dieser Nacht wachte er wieder Schweiß gebadet auf und hielt sich den Kopf. "Wieder dieser verrueckte Traum... was hat das alles nur zu bedeuten?.."
      Jede Nacht ereilte ihm der selbe seltsame Traum.
      Das Ende der Welt, die Erde wie sie aufbricht, Vulkane die ausbrechen, Tornados die alles verwuesten, Sintfluten die den Planeten ueberschwemmen.
      Doch dies alles schien nicht das Ende zu sein, sondern das was herraufbeschworen wurde.
      Das pure Boese, die Verkoerperung des Chaos.
      Langsam wankent stand er auf und lief zum Fenster. Sein Blick gen Himmel gerichtet, schweiften seine Gedanken um die Welt.
      Ein lauter Knall riss ihm aus seinen Gedankengaengen, eine Explosion.
      Sie ertoente am Naechtlichen Himmel, und zeitgleich schweifte etwas am Mond vorbei.
      Ein wunderschoener Funke, der ueber das naechtliche Firmament huschte, ein Komet.
      Sein Blick auf diesen Komet gerichtet, hinterlies dieser wirklich einen blauen Schweif?
      "Was?!" Der Schweif aenderte seine Farbe, und leuchtete hell in den Farben eines Regenborgen.
      Der Himmel, die gesamte Stadt war wie von der Dunkelheit verschlungen. Gaehnende Leere mitsamt aller Schwaerze.
      Und nur dieser strahlend helle Komet der alles rund um beleichtete.
      "Es ist,... wunderschoen..." lief ihm durch die Gedanken als er sich den Meteoriten genauer ansah.
      Doch dies hielt nicht lange inne, ein ploetzlicher Schmerz durchzog seinen gesamten Koerper.
      Er sackte auf die Knie und hielt sich mit beiden Haenden verkrampft den Kopf.
      Es erschien ihm fast wie gluehend heiße Blitze die sich durch seinen Koerper gruben. Und jeder Blitz erhielt eine weitere Vision seiner Traeume.
      "Was geht hier nur vor?! ARGH!" entfuhr ihm...
    • '16.30' Uhr zeigte das Handy neben Chad's Bett als es klingelte und Chad erwachte.
      "Ja, hallo?" fragte Chad vollkommen verschlafen in den Hoerer als er ran ging. Eine lachend froehliche Stimme ertoente.
      "Hey Chad, wo bleibst du? Du bist zu spaet! Der Unterricht faengt an." Nachdem Chad realisierte wer ueberhaupt am anderen Ende der Leitung war, sah er geschockt auf die Uhr.
      "Haeh? Was..? Ah Shit! Schon so spaet! Sag der Lehrerin bitte das ich etwas spaeter komme, bin schon auf dem Weg!"
      "Keine Sorge, hab ich schon." entgegnete sie ihm lachend. "Danke, bis gleich, Myria."
      Chad legte auf und suchte sich seine Klamotten zusammen. In Windes eile war er fertig angezogen und schnappte sich seine ueblichen Sachen, wie MP3-Player, Handy und alles drum und dran.
      Chad stuermte die Treppen des Hauses hienab in dem er und seine kleinere Schwester Yumi, die sich auf Klassenfahrt befand wohnten und griff sich seine Inliner.
      Chad verlies das Haus und fuhr auf den Skates die Straße entlang in richtung der Schule.
      Er wusste das er sich haette sehr beeilen muessen, und tat es auch.
      Obwohl letzte Nacht vieles geschehen war was er nicht haette verstehen koennen, dachte er kaum drueber nach.
      "Die naechste Links, dann bin ich da." sagte er sich leise als er abbog.
      Doch er wurde aufgehalten.
      Etwas gewaltiges bildete sich vor seinen Augen und er dachte er wuerde traeumen.
      Chad sah eine riesige Bestie vor ihm schwebend und fuhr aus Reflex gegen einen Stahlpfeiler.
      "Autsch." entfuhr ihm als er sich wieder aufrappelte.
      "Wo ist...?" Was immer es auch war, es war verschwunden. 'Wohl nur Einbildung... ob das mit diesen Traeumen zusammen haengt...?' dachte er sich im Stillen, als er sich den Staub von den Klamotten klopfte und weiter fuhr.

      Nach wenigen Minuten betrat Chad auch schon den Klassenraum. "Verzeihen sie das ich zu spaet komme, ich hatte einige Probleme mit dem Verkehr."
      Die Lehrerin sah ihn schon verdaechtigend an, doch lies dann ab. "Ist ok Chad, aber zieh hier drin bitte die Inlider aus."
      Chad klippte die Raeder seiner Inliner ab, und benutzte sie als Schuhe und ging auf seinen Platz.
      "Chad, du hast wieder einmal verschlafen." mahnte seine Tischnachbarin und gute Freundin.
      "Tut mir ja Leid Rose, es war wieder einmal eine dieser Naechte..." fluesterte er leise und sah aus dem Fenster raus.
      "Du bist echt ein seltsamer Kerl, Chad. Aber so mit ist es jedenfalls immer aufregend mit dir. Auch wenn du ein kleines Raetsel bist." beendete Rose laechelnd das Gespraech und setzte sich daran den Unterricht weiter zu folgen.
      Chad hingegen sah vertraeumt aus dem Fenster und dachte ueber die letzten Ereignisse nach.
      Es ergab alles kein Sinn, egal wie oft er noch drueber nachdachte.

      Einige Stunden spaeter, der unterricht war beendet und die Schueler verliesen das Gebaeude.
      "Beeil dich doch mal Chad!" rief Rose die mit einigen anderen vor dem Schultor stand und sahen wie Chad langsam aus dem Gebaeude schlaenderte.
      "Immer mit der Ruhe, ich bin nicht mehr der juengste."
      Chad hatte immer noch nicht die Raeder an seine Skates geklickt, da er wie immer zusammen mit Rose nach Hause lief da sie den selben weg hatten.
      "Gut, koennen wir endlich?" Fragte Rose ihn naekisch und stubste ihm mit den Ellenbogen gen die Brust.
      "Meinetwegen." erwiederte er nur kurz.
      Beide verabschiedeten sich knapp und liefen dann los.
      Auf der Haelfte des Weges, schien Rose doch neugierig zu sein. "Sag mal Chad, was sind das eigentlich zu Traeume die du hast?" In ihrer Stimme schien nun schon etwas zu sein, das Sorge zeigte.
      "Hum? Meine Traeume...? Naja, es sind eigentlich staendig die selben... als wuerde man einen Film aufgenommen haben und den immer wieder holen.."
      "Achso... und um was geht es da..? Du scheinst deswegen ja ganz schoen niedergeschlagen sein..." Rose Stimme senkte sich dabei.
      "Naja,... ich weiß nicht wieso, aber ich sehe es jede Nacht vor Augen, die Welt wie sie jetzt ist... Erdbeben, Flutwellen, Tornados... das Ende der Welt.. und dazu dieses... ich weiß nicht was..." Es war leicht zu erkennen das Chad sehr dran litt, besonders als er fast gegen eine Laterne lief.
      "Was ist, es? Wie sieht es aus?" Rose schien nun echt neugierig zu sein, und auch besorgt. "Es ist, wie ein Schatten, der aus der Erde bricht, und alles nieder reißt..."
      "Ach ChadCha, das wird schon wieder, ganz bestimmt. Und wenn etwas ist, werden wir beide, und all unsere Freunde da sein, wir schaffen das schon." Rose Stimme schien wieder leicht froehlicher, und es schien auch zu wirken, Chad laechelte.
      "Danke, Rose, und fuer alles andere, manchmal wuesste ich nicht wie ich ohne dich koennte." Er schien echt wieder etwas beruhigter und froehlicher.
      "Ist doch selbstverstaendlich." laechelte sie herraus.
      Nach einigen weiteren Minuten kamen Rose und Chad auch schon bei ihren Haeusern an. "Na dann, schlaf schoen und traeume was ganz sueßes. Und danke nochmal." Chad umarmte Rose zum Abschied noch einmal und laechelte leicht.
      "Danke, du auch. Und vergess nicht, wenn irgendwas ist, du weißt wo du mich findest." Rose erwiederte kurz noch die Umarmung und beide betraten ihre Haeuser.

      Chad beschloss sich noch etwas zu Essen zu machen, und setzte sich anschließend auf die Couch im Wohnzimmer. "Mal schauen was im Fernseh laeuft." murmelte er sich leise vor und schaltete ihn an. "What the?!" Chad schien verwundert, als er sah das der Fernseher nicht ging. "Dabei ist das Mistding doch erst neu" murmelte er weiter.
      Als Chad sich dies etwas genauer ansehen wollte, bekam er etwas wie ein Schlag von dem Geraet und schoss nahezu auf den Couchtisch. "Argh!" Chad richtete sich auf, doch er wuenschte er taete dies nicht.
      Auf dem Bildschirm des Fernsehers bildeten sich seltsame Symbole und Zeichen die er nie zu vor sah, und ihm doch sosehr bekannt vor kamen. "Was geht hier nur vor..?" seufzte er.
      "Woha!" Chad konnte gerade noch vom Tisch springen als etwas, das einer riesigen Klaue nahe kam aus dem Fernseher nach ihm griff. Gerade als Chad zum Lichtschalter springen wollte, bemerkte er das es wieder so gleich verschwunden war.
      'Wenn sich das nicht bald endet, bin ich echt Klappsenreif...'dachte er sich, und setzte sich erst einmal auf die Couch. "Na endlich.. jedenfalls jetzt.." Entfuhr ihm leise, als er bemerkte das sich der Fernseher wieder richtig anschaltete und irgend eine Anime lief.
    • Chad lag bereits im Bett und obwohl er krampfhaft versuchte zu schlafen gelang es ihm nicht.
      Immer wieder gingen ihm die Ereignisse der letzten Stunden durch den Kopf.
      Es war einfach zu viel, zu viel was sich nicht erklaeren lies. "Wie kann das alles nur...?" murmelte Chad leise vor sich hin.
      Sein Blick schien gaehnende Leere zu enthalten, und seine Augen waren gen Fenster geneigt.
      "Oh man, ich sollte vielleicht doch versuchen etwas zu schlafen..."
      Und so legte sich Chad doch schlafen.

      "Wo bin ich...? Was ist passiert...? Ich war doch eben noch in meinem Bett. Und wieso ist es hier so dunkel? Ob das wieder einer dieser Traeume ist? Ich weiß ja nicht... Was ist das? Ich hoere da etwas, etwas kommt auf mich zu. Ich laufe, ich laufe und laufe immer weiter.
      Es kommt naeher, ich spuere es, bald hat es mich.
      Ich laufe und laufe weiter, tiefer in die stechende Dunkelheit.
      Es ist nur ein schmaler Weg auf dem ich gehe, und hinter mir ist dieses Etwas. Ich spuere das es mich ersehnt. Ich fuerchte es, ich renne vor weg. Doch kann ich ueberhaupt entkommen...?
      Was ist das nun?! Es ist wie verschwunden, und ich fuehle mich so beobachtet.
      Ich schaue empor, in die stechende Dunkelheit, und nun erkenne ich es. Es jagte mich nie. Es war die ganze Zeit da.
      Gluehend rote Augen, mindestens 100 die mich beobachten. Was wollen sie von mir? Was soll das alles?
      Ich will hier weg. Einfach nur weit weg.
      Ich bleibe stehen, denke genau nach was ich tuhen sollte. Doch mir faellt nichts ein.
      Ich war noch nie in einer solchen Situation. Wo bin ich hier nur wieder rein geraten.
      Verzweifelt renne ich wieder los. Ich weiß nicht was hier vor sich geht, doch ich weiß das ich hier weg muss. Und das so schnell es geht. Es scheint als wuerden die Augen mir naeher kommen, mich verzerren zu wollen sei ihre Gier.
      Ich laufe wieder, ich renne schneller als zu vor.
      Sie verfolgen mich, nein, ich renne so schnell ich kann, doch komme ich nicht vom Fleck.
      Ich will hier weg, ich hab Angst, Angst wie ich sie noch nie zu vor verspuerte.
      Etwas unglaublich schnelles kommt auf mich zu, ich kann es im Augenwinkel nicht genau erkennen.
      Es kommt immer schneller, es kommt direkt auf mich zu. Verdammt ich muss hier weg. Doch meine Fueße bewegen sich nicht von der Stelle. Ein grauer Blitz streift meinen linken Arm.
      Es schmerzt, es ist unglaublich tief, dieser Schmerz in meinem Arm...
      Meine Beine sacken zusammen und ich liege auf dem Boden. Ich kneife arg fest die Augen zusammen. Der Schmerz breitet sich in meinem ganzen Koerper aus. Der Blitz, er kommt wieder. Er kommt genau auf mich zu, oh nein, das ist das Ende, mein Ende.
      Doch, was geschieht nun? Ein grelles violettes Licht umgibt mich, meinen schwachen Koerper.
      Der Blitz prallt ab, ich erwache..."


      Chad schrak auf, der Schweiß lief ihm ueber sein Gesicht. "Nur ein Traum..?" fragte er sich leise zu, als er ploetzlich vor Schmerz verkrampfte. "Argh!"
      Er hielt sich Schmerz verzerrt den Arm an dem ihm im Traum zuvor die Wunde zugefuegt wurde.
      "Wie kann das..?!" Chad war die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. "Hum?" Der Schmerz legte sich ploetzlich. Er war wie weggewaschen. Doch schon nahm das naechste Unheil seinen Lauf.
      Chad sah etwas, was sich vertraut anfuehlte. Ein warmes, schimmerndes, violettes Leuchten erfuellte den Raum.
      Neben seinem Kopfkissen lag ein seltsamer Stein von dem dieses Licht ausging.
      Langsam und unsicher griff er danach und nahm es in die Hand. "Bist du etwa dafuer verantwortlich...?" hauchte er den seltsamen Gegenstand zu. Und als wuerde es drauf reagieren hinterlies der Stein ein mystisches Glitzern.
      Es schien ganz als wolle der Stein ihn auf etwas hinweisen, hienaus aus dem Fenster.
      Chad sah instinktiv herraus, und sah eine umhuellte Gestalt auf dem Dach gegenueber stehen wo eigentlich Rose wohnte.
      Chad ahnte gar nicht, das dies erst der Anfang war...
    • "Wer ist das?" Chad sah zu der Person auf dem gegenueber liegenden Dach.
      Eine seltsame Vertrautheit machte sich in ihm breit, die sich nicht begruenden lies.
      Ohne jegliche Ruecksicht darauf das er eigentlich nur eine Boxer an hatte rannte Chad runter um sich die Sache genau anzusehen.
      Er wollte einfach nur noch wissen was eigentlich vor sich ging. Und er war sich sicher das diese Person ihn haette Antwort geben konnte. Schließlich beobachtete sie ihn ja auch von solch einen originellen Ort aus.
      Nicht einmal Schuhe zog Chad an als er das Haus verließ und den Weg bis auf die Straße rannte. Direkt vor dem Gartentor des Hauses in dem Rose wohnte blieb Chad stehen.
      "Ich habe dich erwartet, Chad." sprach die Person mit einer zwieteiligen, Trance-Artigen Stimme. Chad erkannte demnoch das es sich wohl um einer Frau handelte.
      "Was? Wer bist du eigentlich? Und wieso beobachtest du mich?" fragte Chad aufgebracht. Es war schwer fuer ihn irgend etwas zu erkennen. Der volle Mond stand hinter ihr, damit nur die Umrisse zu sehen waren.
      'Hum?' Ebenfalls war es verwundernd das es schien als wuerden Blueten um ihr rumwehen.
      "Alles zu seiner Zeit." hauchte sie ihm ins Ohr als sie ploetzlich von seiner Sekunde zur anderen hinter ihm stand und ein Arm so um ihn gelegt hat, das die Hand auf seiner Brust lag.
      "WAS?! Wie hast du..?!" Ihm blieb der Atem stehen. Alles wurde immer seltsamer und besonders verwirrender. "Das koenntest du auch, Chad." grinste sie herraus. 'Rosen?!' ging ihm durch den Kopf als er nun erkannte das es Rosenblueten waren die um die Frau schwoben.
      "Ja Chad, Rosenblueten. Sie doch wunderschoen oder?" Sie las seine Gedanken, was er somit auch sehr schnell bemerkte.
      "Bitte, bitte... sag mir, was geht hier nur vor sich...?" fragte er leicht verzweifelt.
      Er wuenschte sich in diesen Moment das er sich umgedreht haette, doch durch die Hand auf seiner Brust ging das nicht so recht.
      Es schien als waere ihm das Blut in den Adern gefroren, saemtliche Muskeln ausser Gefecht gesetzt, und ebenso das logische Denken abgeschaltet. Und dies alles nur durch den Griff auf seiner Brust.
      "Chad, hoer mir genau zu, ich werde es dir nur ein einziges mal erklaeren." Hauchte sie ihm wieder ins Ohr, worauf Chad nur leicht nickte. Zu mehr war er wahrscheinlich auch nicht in der Lage.
      "Chad, du bist ein Luzid-Dreamer. Du bist genau wie ich anders als alle anderen. Wir haben Faehigkeiten, die jegliche Logik uebersteigen. Das alles nur durch die Kraft unserer Traeume, Gedanken, Emotionen. Verstehst du das?" erklaerte sie ihm.
      "Ich denke schon, aber, haben denn die ganzen Ereignisse letzter Zeit damit zutun...?" fragte Chad vorsichtig. Er fragte sich insgeheim wer sie eigentlich war, wieso sie ihm so vertraut war, und wieso ihm der Unterton in ihrer Stimme so bekannt vor kam. Natuerlich konnte sie es aus seinen Gedanken herraus lesen.
      "Alles zu seiner Zeit Chad. Aber zu erst sollte ich der erklaeren, wieso das alles so ploetzlich kommt. Eigentlich merken die meisten das sie diese Faehigkeiten haben schon sehr frueh, aber aus irgend einen unerklaerlichen Grund kamen sie bei dir noch nicht zur Geltung.
      Jedenfalls solltest du wissen, das in kuerze ein Turnier folgen wird. Alle Luzid-Dreamer der Welt versammeln sich um an diesem Kampf teil zu haben."
      Die Stimme der Frau wirde leiser, und schien leicht vertraeumt. Was wohl aber an der Trance lag in der sie sich befand.
      Ihre Worte waren leise und sanft wie zu vor, und Chad spuerte jeden noch so leichten Hauch im Ohr, das er voll ends Gaensehaut bekam.
      "Aber wieso ich...? Ich bin nichts besonderes, ich will einfach nur mein Leben leben! Und außerdem worum geht es denn bitte in diesem Turnier? Was soll mir das bringen?!" Chad wollte dies alles echt nicht.
      Es war ihm unbegreiflich wieso ausgerechnet ihm so etwas geschehen wuerde.
      "Chad, eben doch. Du bist ein Luzid-Dreamer. Und das ist etwas besonderes. Und zum Turnier, der Gewinner bekommt die Macht des Traumkoenig's Morpheus. Du koenntest damit jeden deiner Wuensche erfuellen." Ihre Fingerspitzen strichen beruhigend ueber seine Brust, so wohl um ihn zu beruhigen, und ihm die Sicherheit zu geben das er hier nicht in Gefahr oder sonstigen sein.
      "Morpheus...? Irgend wie kommt mir dieser Name aeußerst bekannt vor... Wie auch immer.. Aber wie soll ich denn da mithalten koennen? Ich kann nicht einmal einen Ball gerade aus schießen!" erwiederte Chad sarkastisch.
      Es war ihm extrem unklar was das sollte. Doch eines stand fest, Chad zweifelte immer noch.
      "Ach Chad, keine Sorge, deine Kraefte werden sich noch zeigen. Dazu solltest du aber auch wissen, das jeder Luzid-Dreamer eine ur-alte Bestie inne wohnt. Sein Waechter. Vor denen solltest du dich hueten. Nur sehr wenige Dreamer koennen diese ohne eigenen Waechter besiegen. Aber nun Chad, solltest du schleunigst wieder ins Bett, du hast Heute Schule."
      Sie sprach als wuerde sie ihn seit Jahren kennen. Ein weiterer Grund wieso Chad diese verzweifelte Vertrautheit erspuerte.
      "Aber, wer bist du?!" wollte Chad gerade noch fragen, doch zu spaet.
      Sie war bereits in einem Wirbel aus Rosenblueten verschwunden.
      'Das, wirst du noch frueh genug erfahren.' ertoente ein letztes mal lachend in seinem Kopf.
      Chad fiel auf die Knie. Er war vollkommen erschoepft und ratlos.
      Als Chad bemerkte das etwas um seinem Hals hing erstarrte er erneut.
      Der Stein der ihm aus dem Traum riss hing um seinen Hals und er musste sich das aufschreien arg verkneifen.
      "Wie kann das...?!" wunderte er sich.
      Chad stand schwerfaellig auf und riss sich den Anhaenger vom Hals. "Verfluchtes Ding!" fluchte er.
      Chad nahm alle Kraft zusammen und warf den Stein so weit es ging ueber die Daecher und blieb stehen bis er ein dumpfes Plumsen hoerte das drauf hinwies das der Stein im Kanal 2 Straßen weiter fiel.
      "Waere das damit erledigt... Hm, sie hat Recht, ich sollte ins Bett... Morgen kann ich weiter sehen was kommt, vielleicht endet der Spuk ja auch endlich, jetzt wo ich das Ding wieder los bin..." Chad erhoffte es sich anscheind sehr, auch wenn man erkannte das er doch nun sehr neugierig war.
      Chad befolgte nun auch den Rat der mysterioesen Fremden und ging wieder in sein Haus direkt ins Bett.
      Normaler Weise wuerde Chad gelangweilt noch im Bett liegen und ueber alles nach denken. Doch diesmal nicht, er brauchte einfach Schlaf, es war alles entschieden zu viel fuer ihn.
      Haette er doch nur gewusst das dies gerade erst der Anfang war...
    • "Wo bleibt er denn nur?" wunderte sich Myria die neben Vinni stand. Natuerlich war wieder einmal Chad gemeint, der schon wieder zu spaet schien.
      "Ich ruf ihn an." meinte Myria fort setzend. Doch als es ploetzlich hinter ihr klingelte drehte sie sich schockiert um.
      "Chad! Du bist mal nicht zu spaet? Wie kommt das?" fragte Vinni schneller als Myria es konnte.
      "Ach, ich konnte die Nacht kaum schlafen, also konnt auch ich mal puentklich kommen." lachte er.
      Die Ereignisse der letzten Tage schienen aeusserlich vergessen, doch in wirklichkeit dachte er schon drueber nach. Immer hin war das alles ja nichts alltaegliches, jedenfalls fuer ihn. "Wollen wir nun langsam rein?" fragte Myria die beiden leicht aufgeregt. Dies war aber auch kein sonderliches Wunder, es war der letzte Schultag vor den Ferien.
      "Hm, 3 Minuten, ok? Rose ist irgendwie noch nicht da." antwortete Chad leicht besorgt, denn Rose war immer puentklich.
      "Du hast Recht, ihr wohnt doch direkt gegenueber, oder?" sprang Vinni ein. "Hm, ja. Aber da ich immer verschlafe gehen wir nie zusammen zur Schule."
      'Ob das mit der Frau von letzter Nacht zutun hat...?' lief ihm durch den Kopf.
      Die drei wurden durch einer vierten Person aus dem Gespraech rausgerissen. "Gehts um Rose? Die kommt Heute etwas spaeter. Ihre Mum ist krank, und sie musste vorher noch in die Apotheke."
      "Oh, danke fuer die Info." sprach Vinni laechelnd. "Siehst du Chad, alles ok, komm lass uns rein sonst kommen wir doch zu spaet zum Unterricht. Setzte sie zu Chad fort, und alle dri gingen richtung Klassenraum.

      Spaeter im Unterricht...
      "Chad wuerdest du bitte an die Tafel kommen und deine Loesungen aufschreiben?" forderte die Lehrerin ihn auf. "Wenns sein muss." antwortete er muede und gelangweilt worauf er an die Tafel ging. "Ja es muss sein."
      Chad schrieb seine Loesungen an die Tafel und legte das kleine Stueck Kreide wieder in die Ablage und ging zu seinem Platz. In dem Moment wo er sein Stuhl zurueck schob um sich zu setzen wurde er wie von einen Blitz getroffen nahezu auf dem Stuhl geschleudert.
      Es war nicht irgend ein Blitz, es war der aus dem Traum. Der Traum in dem sein Arm verletzt wurde, der Traum, der diesen Stein ins rollen brachte.
      "Alles ok Chad?" mahnte ihm die Lehrerin schon die dachte er haette sich bewusst so heftig auf den Stuhl gesetzt.
      "Jaja, alles ok.." seufzte er. Seine Gedanken begannen wieder zu rattern. Der Blitz war nicht Real, letzte Nacht nicht, und auch nicht jetzt.
      Chad bemerkte jetzt erst, das es schon die dritte Stunde war, und Rose immer noch nicht da war.
      "Wo ist sie denn nur..? Langsam mache ich mir echt Sorgen." murmelte Chad vor sich hin.
      Ihm schien alles immer unklarer, nur eines wusste er in diesem Moment, er brauchte Ablenkung.
      Gelangweilt und nachdenklich blickte er aus dem Fenster, doch da fiel der erste Schrei.
      Ein Motorrad das vor dem Schultor stand war ploetzlich platt, und das komplette Gelaende war mit einem dichten Nebel ueberzogen.
      Ein Maedchen das zu spaet kam war gerade so noch zu erkennen wie es in Richtung Schulgelaende rannte. Hinter ihr stand nur ein Mann der vielleicht auch nicht viel aelter als Chad schien. Doch irgend etwas stimmte mit ihm nicht, er strahlte eine duestere Aura aus, die Chad nahe zu erdrueckte. Ob die anderen dies auch verspuerten war Chad aller dings unklar. Die gesamte Klasse stand an den Fenstern um hienaus zu sehen.
      Ploetzlich geschah wieder etwas, das Schultor war ebenso nieder gedrueckt worden wie das Motorrad. Alle schienen sehr schockiert und veraengstigt worden zu sein. Der junge Mann der vor dem Tor stand blieb vor dem zerstoerten Tor seelenruhig stehen, als waere nichts geschehen. "Was im Namen der 9 Hoellen ist das?!" entfuhr Chad der aufsprang um sich das besser anzusehen.
      Nun erkannte Chad es, etwas gewaltiges stand dort, etwas was er nicht deutig machen konnte.
      Es schien wie ein Fuß eines Monsters, und das war es auch schon was Chad erkennen konnte. Es trampelte einfach alles nieder was in sich in seiner Strecke befand.
      "Ob er auch ein Luzidfutzie ist...? Und dann wird das seine Beschwoerung sein... wenn er so weiter macht, wird er noch alle umbringen! Verdammt ich muss was unternehmen!" rief chad aufgebracht und schlug auf den Tisch.
      Alles um ihm rum erstummte. Die Zeit schien still zu stehen, und alle Farben im Raum verblassten. Es schien nahezu wie eine Farb-Umkehrung gewesen zu sein, unerklaerlich was nun geschah.
      Chad spuerte eine aufsteigene Hitze aus seiner Brust, sein Puls verlief schneller und heftiger, sein Atmen jedoch langsamer, und alle Muskeln seines Koerpers waren wie gefroren.
      Ein grelles Licht ertoente im Raum, die Stille durchbrochen durch die gleisenden Strahlen die aus Chad's Shirt kamen.
      Mit schmerzenden Gliedern zog Chad etwas aus seinen Kragen hervor, der Grund fuer das Leuchten, der betraute Stein den er letzte Nacht wegwarf.
      "Das ist doch...?" Eher Chad realisieren konnte was geschah, normalisierte sich der Zustand. Alles schien wieder normal, bis auf den Ereignissen vor dem Tor.
      "Wenn es das ist, was du willst, soll es wohl so sein..." fluesterte Chad diesen Stein zu und rannte raus.
      "Chad bleib hier! Das ist zu gefaehrlich!" rief die Lehrerin doch vergebens. Hinter ihr stand ploetzlich Myria und legte eine Hand auf die Schulter der Lehrerin. "Frau Lehrerin, er wird schon wissen was er tut..." davon war Myria fest ueberzeugt. Nicht einmal ein dummes Kommentar von einen anderen Mitschueler, der meinte Chad wuerde wegrennen schien den Glauben auszuloeschen.
      "Ey du da! Was soll das!? Willst du hier etwa alle umbringen oder was?!" bruellte Chad den Unbekannten an. "Und selbst wenn es so waere, es geht dich Dreck an. Ich bin nur hier um etwas zu erledigen, und wenn du weiter nervst, macht dich Gaudion platt!" lachte der Unbekannte, leicht wahnsinnige Typ Chad aus.
      "Na warte, du wirst schon sehen!" erklaerte Chad den Kampf an und ging in einer etwas aufgeregten Stellung, die einer Kampfhaltung aehnelte.
      "Ach, du willst dich mir in den Weg stellen?" spotete er. Der Unbekannte schien zwar vorlaut, aber demnoch erfahren. Chad war da hingegen alles andere erfahren, und kannte nicht einmal seine Faehigkeiten. Doch in diesem Moment war dies und alles andere vollkommen egal. Jetzt galt es nicht zu denken, sondern zu handeln.
      Chad wusste genau wuerde er nicht handeln, oder besser gesagt, wuerde er scheitern, wuerden alle die die ihm lieb und wichtig sind sterben. "Hahaha, Gaudion, mach ihn platt!" befahl der Typ seinem Waechter worauf es das schwere Bein anhob. "Oh fuck, ich Idiot..." fluchte Chad vor sich hin und ging in die Hocke um zum Sprung anzusetzen.
      Ein lauter und dumpfer Knall ertoente als das Bein sich senkte und Chad in letzter Sekunde wegspringen konnte. "Das war knapp!" Chad rappelte sich schnell auf und rannte auf das Bein zu. Mit einem weiteren Sprung krallte er sich in das Bein und schleuderte sich gleich weiter zu dem Kerl und holte im Flug mit der Faust aus.
      "Du denkst doch nicht wirklich das du mich ... Argh!" Der unbekannte Typ wollte gerade weiter eine provokante Bemerkung ablassen als er ploetzlich Chad's Faust genau ins Gesicht bekam und beide durch den Schwung nach hinten fielen.
      "Argh! Du Penner, na warte jetzt ist es aus mit dir!" In einem Sekundenbruchteil riss der Fremde sich hoch und schubste Chad nach hinten. Wie aus dem Nichts erschien in seiner Hand eine staehlernde Keule mit der er nach Chad ausholte.
      "Oh fuck! NEIN!" Chad hob die Haende in einer Schutzhaltung vors Gesicht in der Hoffnung die Wucht des Hiebes abzuwehren. Auch wenn er wusste das dies wohl so nicht moeglich waere.
      Es brachte nichts mehr zu beten oder um Gnade zu betteln. Chad verhagte in dieser Position und kniff die Augen zusammen, wartend auf den letzten Zug seines Lebens.
      'Chad! Los steh auf, du kannst es schaffen!' ertoente eine Stimme in seinem Kopf, wobei es sich um die Stimme der Frau aus der letzten Nacht handelte. Doch dies war nicht alles, eine zweite Stimme ertoente. 'Du gibst schon auf? Komm, Chad. Ich dachte, du waerst'n bisschen staerker.' Das naechste was Chad hoerte war nur noch ein dumpfer Schlag und spuerte dabei wie in seinen Haenden ein leichter Druck ablies. Als er die Augen aufriss sah er der Angriff von einer Waffe geblockt wurde. Doch die groeßere Verwunderung war, das diese Waffe in seinen Haenden lag. Wie aus dem nichts hielt er ein Zwillingsschwert in der Hand mit Klingen die anscheind selbst den Wind haetten teilen koennen.
      "Wie kannst du?! Ah, ich verstehe... Ahaha, ahahaha, AHAHAHAHA! Du bist es also den ich suche. Nun denn, so werde ich dir einen schnellen Tod bereiten." Der Fremde schien wie vom Wahnsinn verschluckt worden zu sein.
      Er suchte Chad, der sich ihm stellte ohne das er es bemerkte. Chad hingegen rollte sich nach hinten ab um wieder auf den Beinen zu stehen.
      Der wahre Kampf ging jetzt erst los.
      "Mir ist egal wer oder was du bist, oder was hier eigentlich los ist. Aber ich weiß eines, du wirst hier nicht weiter kommen!" Chad schien ploetzlich vollkommen entschlossen zu sein, auch wenn leicht uebermuetig.
      Er versuchte erst gar nicht sich zu fragen woher mit einem mal diese Waffe entstand, doch er wusste damit um zu gehen.
      Chad lies die Waffe in seinen Haenden kreisen und stuermte auf den Gegner los. Als Chad ausholte um auf ihn zu treffen, wehrte dieser mit seiner Keule ab und sprang zurueck. Im selben Moment wo Chad nach setzen wollte stand ploetzlich der Fuß der Bestie im Weg.
      "Hmpf, Feigling!" bruellte Chad ihn erneut an.
      Es war ihm eigentlich von Anfang an klar das er keine Chance haette, aber das ihm dann auch noch der Waechter im Weg stand, war die Krone des Baumes den Chad erklimmen musste um den Kampf zu gewinnen.
      "Gaudion, lass ihn uns den Gnadenstoß geben!" Der Fremde sprang auf den Kopf seiner Beschwoerung und stand ellegant auf ihm. "Schlimmer kanns ja kaum werden..." murmelte Chad und sprang zurueck als das Biest erneut den Fuß nach ihm stampfte. "Mistviech, mehr kannst du nicht?!" Chad haette es nicht noch provozieren sollen, denn genau wie auf Kommando schoß die Bestie eine Energie Kugel aus seinem klaffenden Maul.
      Chad gelang es gerade so auszuweichen, doch die Druckwelle verwundete ihm an der Schulter. "Argh!" Chad sah es wieder kommen, die Bestie sammelte wieder Energie in seinem Maul und zielte bereits auf ihn. 'Chad, jetzt los bevor es zu spaet ist!' Wieder hallte die Stimme der Frau in seinem Kopf.
      Doch was sollte er tuhen? Es war schließlich sein erster Kampf, und dann noch diese brenzliche Situation. Aber mysterioese Frau hatte aber Recht, jetzt oder nie lautete die Devise. Es war ihm durch aus bewusst, das er nun nichts mehr zu verlieren hatte, was wohl auch Anstoß fuer seine kommende Tat war.
      Mit verstaerkten Griff an seiner neuen Waffe stand Chad wieder in entschlossener Pose da. Er winkelte leicht seine Beine an und stieß sich mit Hilfe seines Zwillingsschwertes ab. Es war ein gewaltiger Sprung, den er ohne seine neu bekommenen Kraefte haette nicht vollfuehren koennen.
      Er wirbelte die untere Klinge von unten nach oben und riss die Energie Kugel die gerade auf ihm zu kam in zwei. Doch es bremste ihm nicht einmal, im Gegenteil, es schien ihm mehr Schwung zu geben. Chad riss die Klinge wieder einmal rum, und diesmal traf er den Kopf der Bestie und zerschnitt diesen von Kehle bis zur Stirn worauf er auseinander klappte.
      "Was?! Wie kann ein kleiner Versager wie du Gaudion besiegen?!" Der Beschwoerer des Waechters war extrem ueberrascht. 'Nur sehr wenige Dreamer koennen diese ohne eigenen Waechter besiegen.' dieser Satz halte Ploetzlich in Chad's Kopf wieder.
      Genau das waren die Worte die diese mysterioese Frau zu ihm letzte Nacht sagte.
      Doch Chad schaffte es, er besiegte den Waechter des vorlauten Typen. Beide waren im direkten Flug nach unten nach dieser Kolision zwischen Chad und Gaudion. Und obwohl es ein tiefer Fall war landeten beide recht elegant.
      "So auf gehts zur Runde zwei!" rief der Typ dessen Stimme sich nun in einen Trance-Zustand befand. "Dich mach ich... platt..." Chad konnte gerade noch den Satz beenden, als er in sich zusammen sackte. Der Kampf gegen den Waechter war ihm anscheind nun doch zuviel, worauf all seine Kraftreserven verbraucht waren.
      Chad sah nur noch wie der wahnsinnige Kerl auf ihn zu stuermte, und zum Schlag ausholte. Alles weitere bekam er nicht mehr mit, da die Ohnmacht Besitz von ihm ergriff.
      Doch was Chad nicht merkte, war der Grund wieso er dies ueberlebte. Eine unbekannte Person im selben Mantel wie die Frau von letzter Nacht erschien ploetzlich vor ihm und zog zwei pechschwarze Pistolen. Im selben Moment noch ertoenten zwei Schuesse, der erste galt der Waffe des Angreifers, und der zweite dem Angreifer selbst, die Person gegen die Chad eben noch kaempfte, lag ebenso bewusstlos wie Chad auf dem Boden.

      Als Chad erwachte, fand er sich im Krankenzimmer wieder...
    • "Wo bin ich..? Woha, mein Schaedel.." Chad signalisierte nicht sofort wo er war. Der Kampf war ihm zu viel fuer den Anfang. Eine viel zu große Herrausvorderung haette man meinen koennen.
      Er wischte sich ueber die Augen um wieder klarer sehen zu koennen. Chad richtete sich nun auch langsam auf um sich umzusehen. Der Raum war ihm durch aus bekannt, auch wenn es sehr lange her war, das Krankenzimmer. Schlagartig drehte er den Kopf in die andere Richtung als er ein leises Seufzen hoerten. "Hum..?" Chad schien augenblicklich ueberrascht als er sah wer neben seinem Bett saß.
      'Rose..' Neben seinem Bett saß tatsaechlich Rose auf einen kleinen Stuhl und schien zu schlafen. "Oh Chad, du bist wach." begrueßte ihm eine Stimme von der Front des Bettes.
      Dort stand eine junge Frau die nicht viel aelter als Rose und Chad schien. "Du bist doch Kimiko, oder..?" die junge Frau nickte waehrend sie sich eine Haarstraehne aus dem Gesicht strich. "Das war ganz schoen knapp, Chad. Waere sie nicht dazwischen gekommen waerst du wahrscheinlich nun tot." ergaenzte Kimiko Chads ratlosen Blick.
      "Wie jetzt..? Du meinst Rose hat mich gerettet?" Er schien nun noch verwirrter als zu vor. Rose soll ihn gerettet haben? Es gab nur eine gute Erklaerung, sie war auch eine Luzid-Dreamerin!
      "Du denkst da vollkommen richtig." Chads Koerper erstarrte. Ihm wurde schnell klar das sie seine Gedanken las. "Du also auch, hum...?" "Du hast es erfasst. Ich bin ebenfalls eine Erwaehlte. Aber keine Sorge, ich habe soweit nicht vor an dem Turnier teilzunehmen." Chad's Koerperstarre loeste sich langsam wieder als er ein leises Gaehnen neben sich wahr nahm.
      "Oh, du bist wach." laechelte Kimiko hervor. "H-Hallo Rose..." Chad schien leicht nervoes. "Oh, da bin ich glatt eingeschlafen. Und du bist ja auch wach, Chad." Rose stand flink auf und richtete ihre Klamotten zu Recht. "Kimi?" Rose sah zu Kimiko rueber ohne Chad weiter zu beachten. "Ja?" Erwiederte diese nur knapp. "Ich bin raus, ich hab meine Aufgabe erfuellt." Rose klang sehr ueberzeugt und ploetzlich extrem ernst. "Aufgabe?" fragte Chad leicht ueberfordert. Chad dachte einen Moment zurueck, und als ihm auffiel, das es Rose war die er vor einigen Tagen sah, die ihm wiederrum in nichts weiter als einer Boxershorts sah, blieb ihm dazu noch kurz der Atem stocken.
      Rose beachtete Chad gar nicht weiter, und lief zu Kimiko und blieb neben ihr stehen. "Ihm ist es peinlich das du ihm in Boxer sahst." fluesterte Kimiko ihr zu worauf Rose nur matt laechelte. Als sie weiter ging und die Tuer oeffnete, blieb sie noch einen Moment im Tuerrahmen stehen. "Chad!" Dieser zuckte nur kurz zusammen. "...Hum?" "Wenn wir uns das naechste mal sehen, sind wir Feinde im Luzid-Turnier." mit diesen Worten schloss Rose die Tuer hinter sich und lies Chad ratlos dort sitzen.
      "Feinde..." murmelte Chad vor sich hin. In seinen Augen waren leichte Andeutungen von Traenen zu sehen. Er verstand es nicht, er verstand es nicht wieso sie nun auf einmal Feinde sein sollten.
      Kimiko ging langsam zu Chad rueber und setzte sich auf die Bettkante. "Du willst Antworten, nicht wahr?" Chad erwiedete nichts drauf, Kimiko wusste es eh, also wozu sollt er antworten?
      "Weißt du Chad, beim letzten Turnier, waren Rose und ich mit noch 2 Leuten in einem Team. Naja, wir waren ungeschlagen, das perfekte Team, bis wir uns zerstritten, und das Team sich trennte. Doch einer des Teams bat Rose drum auf dich aufzupassen bis du bereit bist alleine deinen Weg zu gehen..." Kimiko senkte die Stimme am Ende. Ihr war klar, auch ohne seine Gedanken zu lesen das er es verstand. "Es tut mir Leid..." fluesterte Kimiko.
      Chad war immer noch komplett ratlos, alles drehte sich um ihn herrum. War alles gelogen? All die Jahre die sie sich schon kannten? Chad wollte dies nicht wahr haben, er konnte nicht.
      "Danke, Kimiko..." fluesterte Chad als er sich langsam aufrichtete. Sie laechelte leicht, sie wusste das er merkte das er Ihr jedenfalls vertrauen konnte.
      Kimiko hatte mit dem allen eigentlich auch nichts zutun, sie war eingeweiht, das war es aber auch schon. "Soll dich jemand von zu Hause abholen, Chad?" Kimiko schien fuersorglich, leicht besorgt.
      "Zu Hause ist niemand..." seufzte er. "Verstehe, nun denn. Du bist noch nicht fit, also hast du die Wahl das ich dich entweder nach Hause bringe, oder du in ein richtiges Krankenhaus gehst. Aber alleine nach Hause lass ich dich nicht, sonst kippst du mir noch um." sie lachte freundlich und stand auf. "Außerdem, wenn dich noch einer angreifen sollte, bist du sonst noch Schutzlos." Chad laechelte leicht, es tat irgendwie gut zu wissen das es doch noch jemanden gab der er vertrauen kann.
      Nach einigen Minuten der Vorbereitung machten sich beide auf den Weg.
    • Kimiko und Chad waren nun schon fast bei Chad's Haus angekommen. Sie liefen eigentlich recht schlaendernd und gemuetlich. Unterwegs unterhielten sich beide noch ein wenig ueber dies und das, doch hauptsaechlich ueber die Luziden-Faehigkeiten.
      "Wie hast du es eigentlich erfahren, das du solche Kraefte besitzt?" fragte Chad etwas sicherer als am Anfang des Gespraechs. "Naja, wie du ja nun bereits weißt, bin ich in einem Tempel aufgewachsen, nunja, ich wurde von Frueh an trainiert diese Faehigkeiten zu erkennen und einzusetzen." Kimiko's Stimme klang sanft und bedacht.
      Chad nickte verstehend und setzte die Unterhaltung fort. Obwohl er das eigentlich nicht wahr haben wollte, schien er inzwischen sehr neugierig geworden zu sein was das ganze anbelangte. "Morgen ist der letzte Schultag, hum, ich glaube nach der heutigen Aktion waere es besser wuerd ich nicht hingehen, hum?" Chad schien ein leicht verzweifelten Gesichtsausdruck zu machen. Wobei Kimiko nur zu lachen began. "Mach dir deswegen mal keine Sorgen, eine alte Freundin hat das fuer dich schon geregelt, niemand der kein Luzid-Dreamer ist wird sich dran erinnern koennen." sprach sie ihm zu.
      "Das beruhigt mich, also gibt es wohl wirklich mehr Dreamer als ich dachte..." sein Blick
      "Der Mond ist Heute besonders schoen, findest du nicht auch?" Sie wechselte bewusst das Thema, Chad hatte vor erst genug zu ueberdenken.
      "Hum? Oh, achso, ja du hast Recht..." Chad blieb stehen und sah genauer empor.
      Der Mond schien tiefer als sonst zu haengen, was ihn alledings nur weit aus betrachtlicher werden lies. Inzwischen standen beide dort wie angewurzelt.
      "Was im Namen der 9 Hoellen?!" Chad schien leicht schockiert, er vergas inzwischen vollkommen den Anhaenger der um seinen Hals hing, bis dieser soeben anfing zu gluehen.
      Voellig verwirrt sah er zu Kimiko rueber und sah das sie ebenfalls so einen besaß.
      "Was hat das damit auf sich, Kimi?" Diese sah noch einen Moment zum Mond bis sie es ebenfalls signalisierte das ihr Anhaenger leuchtete.
      "Oh, ach das meinst du, nun ja, das ist schwer zu erklaeren. Die Luzid-Kristalle sind Seelen, oder, nein, kristalisierte Traeume, das passt wohl besser. Sie leuchten meist auf wenn sich etwas auftut was mit dem Turnier, oder Dreamern zusammenhaengt. Oder auch im Zusammenhang mit dem Mond. Oder auch wenn Gefahr droht, sowas spuert man mit der Zeit, was es bedeutet. VERDAMMT!" Kimiko drehte sich schlagartig um und hielt in ihrer Hand ploetzlich einen Beschwoererstab. "Wer ist da?!"
      Chad verstand erst nicht was nun abging, doch als er sich umdrehte schien etwas gewaltiges auf sie zu zu kommen. Ein maechtiger Lichtstrahl rammte auf eine der hohen Mauern die einige Haeuser abschirmten.
      Inmitten dessen waren nur schwer die Umrisse einer Person zu erkennen. Eine weitere Druckwelle lies Chad einige Meter zurueckrutschen der verzweifelt halt suchte. Kimiko hingegen schien von einer Art Schild das vom Stab ausging geschuetzt zu sein.
      Ein duesteres Lachen entsprang dem Lichtkegel als dieser langsam verblasste und nur noch eine in einer Lichtkugel umhuellten Person dort stand.
      "Hast du mich echt so schnell vergessen, Kimiko?" Die Stimme schien nicht nur ihr vertraut zu sein, nein auch Chad schien starr zu sein nachdem er die Worte wahr nahm.
      "Sora! Was hast du vor?!" Kimiko drehte den Stab vor sich und erschuf eine Energiekugel die bereit war auf ihr Kommando abgefeuert zu werden.
      "Sora... bist du es wirklich...?" Chad starrte unglaubwuerdig auf Sora der immer noch in einem Licht gehuellt stand. "Oh Bruderherz, es erfreut mich dich wohl behalten zu sehen. Ich bin nur wegen dir hier." Ein mildes Laecheln war auf Sora's Lippen der nach wie vor im Licht stand zu sehen.
      "Sora, was willst du verdammt?! Du hast damals schon genug Aerger gemacht!" Kimiko schien allerdings alles andere als Freude zu empfinden. Sie wandte ihren Stab das die Energiekugel die in der Zeit noch um einiges groeßer wurde und schleuderte diese auf Sora.
      "Immer noch so impulsiv wie frueher, Kimiko?" Sora verschwand und mit ihm der Lichtkegel.
      Wenige Sekunden spaeter stand Sora hinter Chad auf einer Mauer. Eher Chad und Kimiko reagieren konnten stand er nun auch schon wieder vor den beiden, im Schatten eines der Gebaeude und derer Mauer, es schien als wuerde er etwas in der Hand halten.
      "Versuche es gar nicht erst weiter, Kimiko. Du weißt das du alleine nicht gegen mich ankommst." Sie konnte dies nur mit einem muerrischen Knurren entgegnen. "Chad, fang!"
      Es stimmte, Sora hatte etwas in der Hand und warf es direkt nach Chad.
      "Hum?" Chad konnt es gerade so fangen und hielt es fest in der Hand.
      "Sora, was hat das alles zu bedeuten? Wo warst du all die Jahre? Wieso ausgerechnet jetzt?!" Chad fiel auf die Knie und hielt den Gegenstand immer fester in der Hand.
      "Alles mit der Zeit, Bruederchen. Doch erst einmal solltest du lernen wie man damit umgeht, es wird dir weiter helfen."
      Und wieder ueberfielen Chad zuviele Gedanken. Es war wieder viel zu viel fuer ihn.
      Kimiko hatte sich inzwischen hinter Sora geschlichen, der es anscheind nicht bemerkte.
      Ploetzlich gluehte das Ende des Stabes von Kimiko auf und began wie eine Kreissaege zu rotieren, und sie holte aus. Doch in diesem Moment verschwand Sora in einem leichten Lichtregen, die letzten Worte die nur noch in den Koepfen von Kimiko und Chad droehnte waren "Nur DU kannst es benutzen, Bruederchen. Wir werden uns wiedersehen."
    • Chad blieb regungslos mit dem mysterioesen Gegendstand in seiner Hand stehen. "Ist alles in Ordnung, Chad?" fragte Kimiko leicht besorgt als sie ihre Waffe verschwinden lies und sich neben ihm kniete.
      "J-ja, es geht..." langsam und zoegernt oeffnete er nun die Hand und erblickte den Gegenstand in dieser. "Eine Taschenuhr?" Es schien vollkommen sinnlos. Wie sollte eine Uhr fuer ihm wichtig sein? Es war ihm unklar, jedoch wusste er das die einzigen Moeglichkeiten dies herrauszufinden darin bestanden, dass er entweder seinen wie er dachte verschollenden Bruder Sora zu finden und zu fragen, oder es selbst herraus zu finden.
      "Komm Chad, wir sollten erstmal weiter. Ich erklaere dir alles spaeter..." ihre Stimme senkte sich und deutete die Hand das sie weiter sollten.
      Chad nickte nur knapp und es dauerte nur wenige Minuten bis sie ankamen und vor der Tuer standen. "Willst du noch mit rein kommen...?" sein Blick deutete leicht Trauer und Verwirrung. Kimiko hingegen laechelte mild und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
      "Ja, gerne. Ich wollte dir ja eh noch so einiges erklaeren."
      Die beiden betraten das Haus und waren 10 Minuten spaeter im Wohnzimmer auf der Couch sitzend wieder zu finden...
      "Weißt du, Chad... Es ist einige Jahre her.. Da waren wir in einem Team.." es schien als wuerden ihr die Erinnerungen zu schaffen machen als sie nun begann Chad das alles etwas genauer zu erklaeren. "Was meinst du, Kimi?" Chad hatte viel mit zutun die Begegnung mit seinem Bruder zu verdauen, das er es glatt vergas das sie ihm etwas erklaeren wollte.
      "Vor etwa drei bis vier Jahren, waren dein Bruder und ich in einem gemeinsamen Team... Mit Rose und zwei anderen Jungen namens Vaan und Kadaj..." Kimiko lehnte sich leicht zurueck und sah ins Licht einer Kerze die auf dem Tisch stand und den Raum beleuchtete.
      Sie nahm ein Schluck Tee aus der heißen Tasse die Chad vorher noch machte und schaute ihn dann an.
      "Wir waren mit Verlaub eines der besten Teams, doch irgendwo hatte jeder andere Ziele, und als unserer Anfuehrer, Kadaj verschwand, brach das Chaos unter uns aus... Jeder ging seine eigenen Wege, nur Rose und ich blieben im Kontakt." Chad versuchte das was Kimiko ihm da erzaehlte zu verarbeiten.
      "Wieso meldete sich Sora dann nie? Alle dachten er waere tot... Und was hat das mit dieser Uhr auf sich?" immer mehr Fragen machten sich in Chads Kopf breit. Kimiko seufzte kurz "Dein Bruder redete recht viel ueber dich... Er scheint eine Menge von dir zu halten. Wir alle gingen damals im Streit auseinander, seit dem hoerte ich selber von keinem mehr was. Ich weiß echt nicht was in seinem Kopf vorgeht, entschuldige Chad..."
      Chad schueltete den Kopf und blickte sie an. "Dir muss nichts Leid tuhen Kimi, ich bin dir sehr dankbar fuer das alles." ploetzlich laechelte Chad und umarmte Kimiko dankbar.
      "Ehrlich gesagt bin ich auch froh das du gerade hier bist, das hilft mir echt, also entschuldige dich nicht."
      Chad loeste wieder die Umarmung und lehnte sich zurueck. Kimiko entfuhr ein leises Laecheln auf den Lippen als Chad diese Worte sprach. Es half nicht nur ihm das sie da war, sondern auch ihr das er da war.
      "Meinst du, Rose meinte das damit?" Sie blickte Chad leicht verwirrt an als er sie das fragte. "Wie meinst du das?" Chad richtete sich leicht auf und deutete auf ein Foto von ihm und Rose das auf dem Fernseher stand. "Sie sagte es sei ihr Auftrag gewesen, meinst du Sora hat damit was zutun? Ich dachte wir waeren Freunde..."
      Kimiko zoegerte einen Moment bevor sie antwortete "Hm, das koennte durch aus sein... Aber ich glaube nicht das du ihr so egal bist. Ihr beide habt viel erlebt in den Jahren wo ihr euch kennt. Sie miemt diese harte Schale nur. Mach dir da kein Kopf." Ihre Worte waren gut zu hoeren fuer Chad. Erneut laechelte er und trank etwas aus seiner Tasse.
      "Die Zeit wird es zeigen, hum?.. Hum?!" Chad schrak auf. "Was hast du?" Chad deutete auf die Taschenuhr die er immer haeufiger ansah. "In dieser Uhr fehlen Zeiger und Ziffernblatt!"
      In der ganzen Aufregung der letzten Stunden bemerkte Chad dies jetzt erst.
      "Du hast Recht... Seltsam. Aber wieso sollte Sora dir eine kaputte Uhr geben?" Kimiko und Chad schienen gleich verwirrt zu sein. "Aber vielleicht ist das ja sein gestelltes Raetsel.." beendete Kimiko ihren Satz.
      Chad wollte grade den Mund zum Sprechen oeffnen als von draußen ein Knall ertoente. "Was war das?!" Chad sprang auf und sah zu Kimiko. "Komm sofort da raus! Ich fordere dich herraus!"
      "Chad pass auf! Ein Luzid-Traeumer!" Chad nickte stumm und wartete einen Moment bis Kimiko ebenfalls bereit waren und beide gingen raus um zu sehen wer da war...


      5 Minuten davor...
      "Sieh mal, da kommt einer." Auf eines der Daecher der Haeuser der Nachbarschaft tummelten sich zwei in einer Kutte vermumte Gestalten. "Ja, nun koennte es eindeutig recht spannend werden." Ihre Gesichter waren nicht zu erkennen, nur die Augen funkelten unter den Kapuzen die tief bis in ihre Gesichter gezogen leicht hervor. "Meinst du er kann es schaffen?" fragte eine der Personen die andere. "Er koennte Probleme haben, aber ich bin sehr zuversichtlich das er es schaffen wird." Sie sprachen leise, fast als wuerden sie fluestern, nur wesentlich deutlicher. "Sora's kleiner Bruder, na wir werden sehen was er auf den Kasten hat." Die andere Person nickte nur noch, und achteten gespannt auf die kommenden Geschehnisse.
    • Chad und Kimiko stuermten aus der Tuer raus und blieben apprupt stehen als sie ein stadtlich und kraeftig gewachsenen Jungen mit schwarzen Haaren sahen der vor dem Tor des Hauses stand.
      Die beiden musterten den ihnen Unbekannten als er noch vor dem Tor stand.
      "Guten Abend." begrueßte dieser die beiden recht Freundlich.
      Kimiko und Chad schauten sich leicht verdutzt an bis sie zurueck grueßten. Chad lief als erstes langsam und recht vorsichtig zum Tor. "Bist du auch einer?" fragte er als er durch das Tor ging und sich vor dem Besucher stellte.
      "Wenn du damit meinst ein Luzider, ja. Mein Name ist Kenji" Chad ging einen Schritt zurueck und sah zoegernd zu Kimiko die hinter dem Tor inzwischen stand.
      "Ich bin Kimiko, und das ist Chad. Wieso bist du hier?" Kimiko klang wie ueblich freundlich und laechelte sanft.
      "Ich bin erst hier gezogen, hauptsaechlich wegen diesem Turnier. Und mein Kristall deutete halt das in diesem Haus halt jemand mit solchen Kraeften ist." Kenji deutete auf einen Luzid-Kristall den er an einer Silberkette um den Hals befaestigt trug.
      "Da dachte ich mir halt, ich koennte diesen Luziden zu einem Kampf herraus fordern. Nichts großes, kleiner Uebungskampf. Aber wusste ja nicht das ich gleich auf zwei Luzide antreffe."
      Die beiden schienen ueberrascht ueber das was Kenji dort sagte. Beide haetten wohl nicht erwartet das er so freundlich sei, besonders nach dem er erst so laut bruellte.
      "Ein Kampf waere wohl nicht das Schlauste jetzt, die halbe Nachbarschaft ist wohl nun auf den Beinen, und wir beide haben Heute genug mit gemacht..." fluesterte Kimi mit bedachter Stimmenlage. Chad sah sich kurz um und nickte knapp als er sah wie die Lichter ueber all angingen.
      "Ach, ist doch nur nen kleiner Trainingskampf, nichts Ernstes, das geht auch leise denk ich." Kenji widersprach bewusst. Man konnte erkennen das er es genau so meinte wie er sagte. "Außerdem gehen die Leute auch wieder ins Bett. Seht, die Lichter gehen wieder ueber all aus." beendete Kenji seinen Satz und grinste die beiden an.
      "Was meinst du, Kimi? Nen kleiner Uebungskampf kann ja eigentlich nichts schaden..." es war ihr anzusehen das sie ihre Zweifel hatte, doch nickte dann laechelnd. "Aber pass auf deine Wunde auf, Chad." sie deutete auf den Verband den Chad um die Schulter trug und unter seinem T-Shirt leicht zu erkennen war. Es war die Wunde die Chad vom Kampf gegen diesen irren Typen und seiner Bestie Gaudion davon trug. Die Wunde sah eigentlich schlimm aus, doch seltsamer Weise merkte er kaum etwas davon. Ob das mit diesen Luzid-Kraeften zutun hatte? Chad schuettelte alle Gedanken aus dem Kopf und sah zu Kenji.
      "Na dann mal los, wuerd ich meinen." meinte er und reichte Kenji die Hand. Kenji reichte ihm ebenfalls die Hand und nickte. "Jo, dann mal los."
      Beide wollten gerade ein Schritt zurueck gehen als Kimiko ploetzlich dazwischen rief. "Wartet!" beide sahen fragend zu ihr. "Seht mal, dieser Nebel... bis vor 2 Minuten war er noch nicht da.. Hier stimmt etwas nicht!"
      Kimiko hatte Recht, innerhalb weniger Sekunden bildete sich ein dichter Nebel das man selbst die eigene Hand vor Augen nicht mehr ausmachen konnte.
      "Was geht denn hier ab?!" schrie Chad ploetzlich als er sich umdrehte und schon schwer fiel ueberhaupt Kimiko und Kenji zu sehen. "Unsere Augen bringen so nichts, versucht euch anhand der Kraefte zu sehen!" warf Kimi ein und lies ihre Waffe erscheinen.
      "Wir sollten vorsichtig sein, etwas maechtiges ist hier, seit auf alles gefasst!" rief Kenji und um seine Faeuste bildeten sich dunkelrot leuchtende Handschuhe und ballte seine Faeuste.
      Chad hingehen wartete einen Moment, er versuchte sich zu konzentrieren doch nichts geschah. Seine Kraefte waren zwar erwacht, doch war es noch schwer sie zu kontrollieren.
      "Achtung!" schrie Kimiko die nach vorne Sprang und ein Wesen das aus materialisierten Nebel das auf die drei zu rannte abzuwehren.
      Eher alle drei es ueberhaupt richtig signalisierten spuerten sie die Anwesenheit von mehreren dieser Wesen. "Macht euch bereit, es geht los!" sie drehte den Stab ueber ihren Kopf das der Nebel sich milde lichtete.
      Kenji und Kimiko stuertzten sich sofort auf die naechsten Bestien, doch Chad blieb stehen. Er fuehlte sich ploetzlich vollkommen kraftlos, bis er ein nassen Atem im Nacken spuerte. Vor Schreck drehte er sich ruckartig um und in seinen Haenden bildete sich urploetzlich die Zwillingsklinge mit der er im selben Augenblick die Beste in zwei schnitt. "Geht doch!" entfuhr ihm dabei erfreut.
      Die anderen beiden waren schon mitten im Gemetzel als Chad dazu trat und seine Klinge so gleich auf eine anspringende Nebelbestie richtete die sich damit selbst aufspießte.
      Kenji hingegen sprang eher von einer Nebelbestie zur naechsten und schlug sie regelrecht windelweich. Seine Handschuhe gluehten bei jedem Schlag intensiv auf und durchbohrte so mit bloßen Haenden diese unheilbringen Wesen. "HYAAAAA! Zerstoerungsfaust!" schrie Kenji bei jeden Schlag auf die Nebelbestien. Seine Schlaege galten zwar schwer und hart, doch seine Bewegungen waren alles andere als das, sie waren flueßig und elegant.
      Chad konnte nicht ausmachen was Kimiko tat, anhand ihrer Rufe und den Energiewellen die Chad spuerte fiel es ihm jedoch auf das sie es wohl am leichtesten mit den Nebelwesen hatte, und damit sollte er auch Recht behalten.
      Kenji trat ploetzlich hinter Chad aus dem Nebeldunst. "Es werden einfach nicht weniger!" zischte dieser hervor als er einer weiteren Bestie einen Tritt verpasste das sie sich aufloeste.
      "Chad! Kenji! Wir muessen uns was einfallen lassen!" rief Kimiko die nicht einmal weit von den beiden stand. Ploetzlich wurde es still, der Nebel schien fest wie eine Wand, und ein lautes Groellen ertoente.
      "Passt auf! Sie vereinen sich!" rief sie erneut, doch zu spaet. Eine Kugel aus puren materialisierten Nebel schoss auf die beiden zu und explodierte. "Puh, das war knapp. Chad, alles okey?" rief Kenji der sich grad aufrappelte und gerade so ausweichen konnte. "Hier ist alles okey, Kimi versuch du die Ursache des Nebels auf dem Grund zu geben, wir kuemmern uns so lange um dieses Monster." Kimi erwiederte es nur mit einem zoegerlichen okey. Chad konnte ebenfalls gerade rechtzeitig der Explosion ausweichen, doch in die falsche Richtung. Er stand vor einem gewaltigen Drachen der im Nebel herraus ragte.
      Kenji stellte sich neben Chad und erblickte nun ebenfalls den Drachen der erneut einen Angriff vorbereitete. "Was meinste, schaffen wir den?" fragte er Chad leicht nachdenklich. "Also sein Spinat hat er gegessen, aber er ist langsam, und anscheind nicht faehig sich groß artig zu bewegen." Chad analysierte die Situation recht schnell wobei er und Kenji den erneuten Angriff auswichen. "Lass mir 3 Minuten, und er is platt!" rief Kenji der auf den Nebeldrachen zusprang jedoch von einem seiner Schwingen zu Boden geschleudert wurde.
      "Und dumm ist er auch nicht." ergaenzte Chad der selbstbewusst neben Kenji stand der sich wieder aufriss. Chad war bei der Nutzung seiner Kraefte wie ausgewechselt, wesentlich selbstbewusster. "Pass auf Kenji, ich hab einen Plan." Kenji und Chad wichen erneut einen Angriff aus. "Ich bin ganz Ohr, Chad." Chad stellte sich etwas vor ihm und riss seine Waffe so um das sie kurz vor Kenji's Brust war.
      "Greif das leuchtende Stueck der Waffe, den Rest wirst du dann verstehen." sein Blick wich nicht von dem gewaltigen Nebenmonster. Kenji wollt grad fragen welche leuchtende Stelle, als ploetzlich ein leichtes Dimmen am Schaft zu erkennen war wonach Kenji griff.
      "Halt dich gut fest!" in Chads Koerper war die Anspannung zu erkennen, und im naechsten Moment schleuderte Chad die Waffe mit Kenji der sich daran festhielt den Drachen entgegen. Am Ende des Schwungs lies Kenji los und Chad drehte sich noch weiter. "Ausgezeichnet Chad! Infernoattacke!" Kenji's Arme und Beine wurden von einer Art magischem Feuer umhuellt und er schlug und trat so auf dem Drachen ein. "Chad jetzt!" Kenji stieß sich vom Drachen ab und flog ueber Chad's Kopf und landete hinter ihm. Im selben Moment beendete Chad die Drehung und warf seine Waffe direkt durch die Brust des Drachen der davon durchbohrt wurde und sich aufloeste.
      "Perfekt! Dem habens wir ja gezeigt." Kenjis Blick zeigte große Freude ueber diesen Sieg und er half Chad auf der vor Anstrengung auf die Knie ging. Wenige Sekunden darauf lichtete sich auch der Nebel. "Wo ist Kimi?!" Chad suchte mit seinen Blicken alles ab, konnte sie aber nicht finden. "Ich bin hier..." seufzte sie. Sie saß auf dem Dach von Chads Haus, zurueck gelehnt und zum Mond blickend. "Das habt ihr gut gemacht, ich bin stolz auf euch Jungs." leicht versuchte sie zu laecheln als sie vom Dach runter sprang und vor den beiden landete. "Die die den Nebel hervor ruften sind leider verschwunden... Aber jedenfalls sind sie wohl erstmal weg.." Chad legte eine Hand auf die Schulter seiner guten Freundin.
      "Es ist okey." laechelte er.
      "So Freunde, so groß der Spaß auch war, ich werd erst einmal nach Hause. Ich hoffe wir sehen uns Morgen." sprach Kenji dazwischen. "Ganz bestimmt." Die beiden verabschiedeten sich von Kenji und er ging. Kimiko und Chad blieben noch einen Moment vor dem Haus.
      "Ich sollte auch erst einmal nach Hause..." sprach Kimiko recht leise. "Kimi, es ist schon spaet, waere es nicht unverantwortlich dich jetzt nach Hause gehen zu lassen? Du kannst auch die Nacht bei mir bleiben." Chad laechelte und hielt ihr die Hand als Einladung hin. Sie nickte freundlich wie immer und ging mit Chad ins Haus. Er machte ihr das Gaestezimmer bereit und nachdem sie sich gute Nacht wuenschten dauerte es nicht lange bis beide schliefen.
    • Kapitel 10

      Die Sonnenstrahlen des fruehen Vormittags strahlten ueber Chads Gesicht, was wohl der Grund war weswegen er frueher als gewohnt aufwachte. Langsam nur erhob er seinen Oberkoerper um aus dem Fenster zu blicken. Alleine am Stand der Sonne konnte Chad gut abschaetzen wie spaet es war, da die Sonne nach zwoelf-dreizehn Uhr ueber dem Dach verschwand. "Hm, 9 oder 10 Uhr, hum?" murmelte er leise vor sich hin und stand nun auf. Nur mit einer Hose und einem offenen Hemd ging er langsam die Treppen zum Wohnzimmer hienunter, als er ploetzlich stehen blieb und verwundert auf die 3 paar Schuhe sah die er dort vorfand. Sofort erkannte er die Lieblingsschuhe seiner Schwester, worauf er die letzten Stufen hienunter sprang und ins Wohnzimmer rannte.
      "Schwesterherz! Du bist ja endlich zurueck!" Jedoch blieb er an der Tuer stehen und sah verduzt zum Tisch an dem nicht nur seine Schwestern, sondern auch Kimiko und ein ihm unbekanntes Maedchen, etwa im Alter wie Yumi saßen. "Oehm, hallo." langsam ging er nun weiter in den Raum hienein und blieb neben dem Tisch stehen. "Hey Bruderherz, ja ich bin heute Morgen wieder hier angekommen." begrueßte sie ihren Bruder waehrend er sich neben Kimiko auf die Couch setzte. "Und wie ich sehe haben wir gleich doppelten Besuch." sprach Chad etwas verwundert.
      Kimiko laechelte Chad nur mild an. Man konnte es ihr nur zu gut ansehen das sie ueber etwas nach dachte.
      "Darf ich vorstellen Bruederchen, das ist Zahrah, sie ist aus meiner Klasse." stellte Yumi ihre Freundin vor. "Hallo! Es freut mich! Yumi hat mir schon viel von dir erzaehlt!" Sie schien eine leichte Begeisterung fuer Chad in diesem Moment auszustrahlen. "Hallo, freut mich auch."
      Alle 4 saßen noch eine weile an dem Tisch bis Kimiko Chad leicht mit den Ellenbogen in die Seite stubste. "Hum?" entfuhr ihm dabei nur so leise, das es nur fuer Kimiko moeglich war es zu hoeren. Sie richtete sich ein kleines Stueck in seine Richtung, "Chad, wir muessen reden, es ist etwas passiert." fluesterte sie ihm zu und stand auf. "Entschuldigt uns eben bitte kurz.". Die beiden verließen kurzer Hand das Zimmer und gingen in den Flur.
      "Was gibt es denn, Kimiko?" Chad konnte sich in diesem Moment nicht wirklich denken worum es ging. "Wo soll ich nur anfangen... Naja, hoer zu, als ich gestern Abend ins Bett wollte, klopfte es an der Tuer.", sie stopte kurz und musste sich fast schon ueber Chads wunderlichen Blick amuesieren, bis ihr Gesicht wieder ernster wurde.
      "Jedenfalls, es war Kenji!". Chad unterbrach sie in diesem Moment mit einem breiten Laecheln auf den Lippen, "Oho! Hast du etwa einen Verehrer?". "Chad! Das ist kein Spaß! Er griff mich an! Er hatte uns gestern nur ausspioniert!". Chads Gesichtsausdruck veraenderte sich schlagartig und ihm stockte der Atem. "Warte, Moment! Du meinst er griff dich an?! Ist bei dir alles in Ordnung?! Hat er dich verletzt?!". Sie schuettelte nur den Kopf bis sie wieder das Wort erhob, "Nein, ich bin in Ordnung, ob er es ist? Kann ich leider nicht sagen. Ich kenne seine ganze Staerke nicht und weiß nicht ob er es dort ueberlebt wo er nun ist..."
      Er sah ihr an das es sie schon irgendwo sehr traf, was fuer ihn jedoch auch verstaendlich war. Beide hatten Kenji durch den Kampf der letzten Nacht vertraut. In diesem Moment spuerte Chad etwas, was er zuvor noch nie wahr nahm, eine innere Kraft die von Kimiko ausging, die ihm eine leichte Gaensehaut am ganzen Koerper erteilte. Das brachte ihn auch dazu nicht weiter zu fragen.
      "Aber das ist noch nicht alles, Chad.", ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen als sie ihm etwas naeher trat. "Diese Zahrah, etwas stimmt mit ihr nicht. Ich denke sie hat auch Faehigkeiten, nur bin ich mir nicht ganz sicher..."
      Als haette man ihm etwas schlimmes angetan ballte Chad sofort die Faeuste, "Ist Yumi in Gefahr?!". Es fiel ihm arg schwer sich zurueck zu halten um nicht zu bruellen. "Ich denke nicht, ich kann eben so eine tiefe Freundschaft der beiden fuehlen, nur ob wir ihr vertrauen koennen, das steht noch in Frage...". Es war als fiele Chad ein Stein vom Herzen als Kimiko diese Worte aussprach. "Hm, verstehe...". "Sie bedeutet dir sehr viel, nicht wahr?" fragte sie ihn recht fuersorglich. "Ja, sie ist alles fuer mich. Von klein auf schon waren wir unzertrennlich..." Chad redete als waere er mit den Gedanken vollkommen anders. "Sie kann gluecklich sein, einen großen Bruder wie dich zu haben, Chad. Aber nun sollten wir zurueck, bevor die beiden was falsches denken.", sie laechelte bei dem Satz und ging in das Wohnzimmer zurueck. Chad folgte natuerlich.