Micky Maus Special (im Halloween-Marathon)

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    • Micky Maus Special (im Halloween-Marathon)



      Wie einige von euch vielleicht wissen, feiert Micky Maus dieses Jahr seinen 85. Geburtstag: Am 18. November 1928 kam mit "Steamboat Willie" der erste Micky-Cartoon ins Kino, und bis heute hat sich die Maus zu einem Superstar der Comicwelt ... ja ... gemausert!

      Aus diesem Grund präsentiert Chiko am 2. November von 15:00 - 18:00 Uhr im Rahmen des Halloween-Marathons ein grosses Micky Maus Special.

      Neben alten und neuen Songs rund um die Maus, gibt es auch Infotexte zu folgenden Themen zu hören:

      * Die Anfänge von Micky Maus
      * Freunde und Feinde (u.a. kurzer Blick auf Goofy, Donald Duck und Co.)
      * Micky Maus in Film und Fernsehen
      * Micky Maus im Comic
      * Micky Maus in Videospielen, mit Schwerpunkt auf "Kingdom Hearts"

      Einschalten lohnt sich sicher für alle Micky-Fans und solche, die es werden wollen! ^^

      Am 2. November ab 15:00 Uhr auf Kibo.FM
      Bist du Portal-Fan? Dann lies das Portal-Magazin



      In jeder Sig ein zufälliges Pokémon! :D
    • Hier nochmal alle Infos zum Nachlesen:


      WIE ALLES BEGANN

      Micky Maus ist nicht nur eine der bekanntesten Zeichentrickfiguren der Welt, sondern auch eine der ältesten. Dieses Jahr feiert das berühmte Nagetier bereits seinen 85. Geburtstag. Dabei entstand Micky Maus ursprünglich nur aus der Not heraus.

      Walt Disney, geboren am 5. Dezember 1901 in Chicago, hatte sich schon früh für das Zeichnen interessiert und bereits mit 14 Jahren am Kunstunterricht in Kansas City teilgenommen. Dort lernte es auch seinen späteren Partner Ub Iwerks kennen. In den 20er Jahren produzierte Disney bereits einige erfolgreiche Kurz-Trickfilme, beispielsweise die Laugh-O-Grams, die weitgehend auf Grimm'schen Märchen basierten, und die Alice Comedies, in denen ein keines Mädchen Abenteuer in einer Zeichentrickwelt erlebte. Ende der 20er Jahre hatte Disney großen Erfolg mit der Cartoon-Reihe "Oswald, the Lucky Rabbit", doch dann verlor er die Rechte an der Figur an die Universal Studios. Universal produzierte zwar bis in die 40er Jahre hinein weitere Oswald-Cartoons mit mässigem Erfolg, aber Disney war raus und brauchte dringend Ersatz. Er wandelt den Hasen Oswald leicht ab, machte ihn zu einer Maus und taufte ihn zunächst Mortimer. Disneys Frau Lillian fand diesen Namen aber viel zu hochgegriffen und schlug stattdessen Micky vor.

      Der erste Micky Maus Cartoon mit dem Titel "Steamboat Willie" kam nun am 18. November 1928, also vor 85 Jahren, in die Kinos - und war ein Bomben-Erfolg! Dabei spielte sicher die Tatsache eine Rolle, dass es sich um den ersten Zeichentrickfilm mit Ton handelte, und entsprechend großartig geht der Film auch mit seiner musikalischen Begleitung um: Micky ist Kapitän eines Dampfers und nimmt auch seine Freundin Minnie mit an Bord. Dann taucht Kater Karlo auf und übernimmt das Kommando an Bord. Aber Micky und Minnie stören sich daran nicht, im Gegenteil: Jetzt, wo Micky nicht mehr am Steuer ist, können sie endlich musizieren. Alle möglichen Gegenstände und Tiere werden in der Folge als Musikinstrumente zweckentfremdet, auf denen Micky und Minnie das amerikanische Volkslied "Turkey in the Straw" neu interpretieren.

      Mickys Siegeszug um die Welt war von da an nicht mehr aufzuhalten, und auch in Deutschland war Micky Maus bereits Anfang der 30er Jahre alles andere als unbekannt. Aus Zeitgründen können wir das Thema aber nur kurz anschneiden und verweisen stattdessen auf das höchst interessante Sachbuch "Wie Micky unter die Nazis fiel". Tatsache ist aber, dass selbst Hitler persönlich ein Fan von Micky Maus war. Goebbels schrieb 1937 in sein Tagebuch: "Ich schenke dem Führer 12 Micky-Maus-Filme zu Weihnachten! Er freut sich sehr darüber. Ist ganz glücklich über diesen Schatz." Während des Krieges war freilich erstmal Schluss mit Micky Maus Cartoons in den deutschen Kinos, aber nach dem Krieg ging es im Hinblick auf die Maus sehr schnell wieder aufwärts: Bereits 1951, nur sechs Jahre nach Kriegsende, erschien die erste Ausgabe des Micky Maus Magazin - das Heft erscheint noch heute, diesen Frühling kam die 3000. Ausgabe heraus. Übrigens, bereits 1937 gab es kurzzeitig eine deutschsprachige Micky Maus Zeitung, allerdings nur in der Schweiz. Kurios: Donald Duck trug darin den eingedeutschten Namen Schnatterich.


      FREUNDE UND FEINDE

      Das Universum um Micky Maus ist inzwischen auf eine beachtliche Grösse angewachsen. Bereits vom Start weg war Mickys Erzfeind Kater Karlo dabei, ebenso wie Mickys Freundin Minnie. Damit ist auch eindeutig geklärt, dass Micky männlich ist - obwohl im Duden fälschlicherweise "die Mickymaus" steht und obwohl Micky auch in einem alten Lied aus den 30er Jahren wohl eher weiblich zu sein scheint ("Micky Maus beim Hochzeitsschmaus").

      Man kann sich Micky heute kaum noch ohne seinen treuen Hund Pluto vorstellen. Dieser hiess zunächst Rover und war der Hund von Minnie in dem Film "Picknick im Grünen", wurde dann aber schnell in Pluto umbenannt und Micky zur Seite gestellt. Dabei ist Pluto kein vermenschlichtes Tier, sondern wirklich ein Hund: Er trägt keine Kleidung und kann auch nicht sprechen, sondern nur bellen. Stattdessen kommuniziert er mittels geschickter Mimik, was gerade den grossen Charme der Cartoons mit Pluto ausmacht.

      Ebenfalls ein Hund ist Mickys bester Freund Goofy, er wurde aber sehr wohl vermenschlicht. Goofy tauchte zum ersten Mal in der Film "Mickys Revue" auf, wo er im Publikum einer Bühnenshow sass und die anderen Zuschauer mit seinem berühmten "Ahiak!" in den Wahnsinn trieb. Damals hiess Goofy übrigens noch Dippy Dawg, was so viel wie "verrückter Hund" bedeutet. Der heutige Name zielt inhaltlich in eine ähnliche Richtung, denn "goofy" ist nichts weiter als das englische Wort für "albern".

      Nicht zu vergessen ist natürlich auch Donald Duck. Er feierte seine Premiere unabhängig von Micky in dem Kurzfilm "Die kluge kleine Henne" aus der Reihe "Silly Symphonys". Darin weigern sich Donald und sein Kumpel Peter Pig, einer alten Henne beim Anbauen, Ernten und Zubereiten von Mais zu helfen. Als die leckeren Mais-Gerichte dann fertig sind, wollten Donald und Peter beim Essen natürlich sehr wohl dabei sein, aber die Henne erteilt ihnen eine gehörige Lektion. Donald entwickelte sich sowohl in den Cartoons als auch in den Comics weitgehend unabhänig von Micky weiter, dennoch gibt es einige Kurzfilme, in denen Micky, Donald und Goofy gemeinsam auftreten, sei es als Geisterjäger, als Uhrenreiniger oder als Walfänger - gerade diese Cartoons gehören mit zu den besten! Trotzdem sei auch erwähnt, dass Micky und Donald eigentlich sogar in zwei verschiedenen Städten leben. In der deutschen Übersetzung wurden beide Orte zu Entenhausen zusammengelegt, aber im Original lebt nur Donald in Duckburg, während Micky in Mouseton heimisch ist.

      Weitere wichtige Figuren kamen in den Comics hinzu, wobei vor allem Floyd Gottfredson eine wichtige Person war. Seit Januar 1930 erschienen Micky Maus Zeitungsstrips in den Tageszeitungen der Welt. Die erste Folge "Micky auf der geheimnisvollen Insel" schrieb Disney noch selbst, die Zeichnungen fertige Ub Iwerks an. Ab Mai 1930 übernahm Floyd Gottfredson die Aufgabe des Zeichnerns, wobei zunächst von zwei Wochen die Rede war - daraus wurden letzten Endes 45 Jahre. Gerade in der Anfangszeit konnte sich Gottfredson dabei richtig austoben - statt voneinander unabhängigen kurzen Gags schuf er grosse Fortsetzungsgeschichten, die über Wochen und Monate liefen, und führte dabei auch neue Figuren ein. Mickys damaliger Freund Kapitän Dobermann konnte sich ebenso wenig dauerhaft halten wie sein Feind Käpt'n Orang. Umso grösseres Durchhaltevermögen bewies das Schwarze Phantom, das 1939 eingeführt wurde, und auch Mickys außerirdischer Freund Gamma, der 1947 debütierte. Wer Englisch kann, für den empfiehlt sich die Reihe "Mickey Mouse by Floyd Gottfredson", in der der amerikanische Verlag Fantagraphics seit 2011 alle Zeitungsstrips nachdruckt. Leider steht eine deutsche Version dieser historisch sehr interessanten Bücher noch in den Sternen, und ich persönlich rechne nicht damit, dass überhaupt etwas kommen wird.


      FILM UND FERNSEHEN

      Die Micky Maus Cartoons, mit denen alles anfing, haben wir ja bereits erwähnt. Der erste mit dem Titel "Steamboat Willie" kam, wie gesagt, am 18. November 1928 in die Kinos. In den folgenden Jahren kamen viele weitere Cartoons von jeweils rund 7 Minuten Länge hinzu, ab 1935 auch in Farbe. Im Jahr 1953 war dann aber nach 122 Folgen erstmal Schluss. Ein neuer klassischer Micky Maus Cartoon kam dann erst 1995 mit "Micky Monstermaus" dazu. Die deutsche Fassung lief als Vorfilm zum Goofy-Film, ist aber inzwischen mehr oder weniger verschollen, da sie nie auf Video oder DVD veröffentlicht wurde.

      Obwohl die Cartoons im Kino liefen, gibt es einen richtigen Micky Maus Kinofilm in Spielfilm-Länge nicht. Micky war aber trotzdem mehrfach Bestandteil der abendfüllenden Disney-Zeichentrickfilme. In dem Musikfilm "Fantasia" von 1940 tritt Micky in der Rolle des berühmten Zauberlehrlings auf, der die Kontrolle über seine verhexten Besen verliert. Und in "Fun & Fancy Free" von 1947 erzählt ein Segment das Märchen "Hans und die Bohnenranke" mit Micky, Donald und Goofy in der Hauptrolle nach. Die erste deutsche Fassung des Films trug dementsprechend sogar den Titel "Micky, Donald und Goofy im Märchenland", das wurde später aber zu "Fröhlich, frei, Spass dabei" geändert.

      Für das Fernsehen wurden über viele Jahrzehnte immer wieder die alten Cartoons neu zusammengestellt, bis 1999 endlich eine neue Serie produziert wurde: "Neue Micky Maus Geschichten" lief bei uns zunächst im Disney Channel, aber 2001 im Free TV auf RTL, und besteht aus neuen Cartoons mit Micky, Donald, Goofy und den anderen, die sich am Stil der Klassiker orientieren, aber an die heutigen Sehgewohnheiten angepasst wurden.

      Als Fortsetzung der "Neuen Micky Maus Geschichten" folgte ab 2001 "Mickys Clubhaus". Hier werden die Cartoons aus "Neue Micky Maus Geschichten" noch einmal verwurstet, diesmal allerdings um eine Rahmenhandlung angereichert, in der sämtlich grossen und kleinen Disney-Helden ihren Gastauftritt haben. Micky Maus ist Gastgeber eines Filmclubs, die anderen Entenhausener fungieren als Personal, die restlichen Disney-Stars sind das Publikum. Doch der Club hat auch Feinde - allen voran Vermieter Kater Karlo, der die Maus am liebsten an die Luft setzen würde.

      Nicht zu verwechseln ist "Mickys Clubhaus" mit "Micky Maus Wunderhaus", das im Original "Micky Mouse Clubhouse" heisst. Dabei handelt es sich um eine Kleinkinder-Serie für den Vorschulsender Playhouse Disney, die erwachsene Disney-Fans leider nur langweilt.

      Weitaus spannender sind hingegen die drei längeren Micky Maus Filme, die es noch gibt. Im Jahr 1983 kam "Mickys Weihnachtserzählung" heraus, eine 20-minütige Umsetzung von Charles Dickens' Weihnachtsgeschichte. Der Geizhals Ebenezer Scrooge wird dabei von Dagobert Duck verkörpert, was naheliegt, da Dagobert im englischen Original ohnehin Scrooge heisst - benannt nach eben diesem Ebenezer Scrooge aus der Weihnachtsgeschichte! Micky Maus spielt Bob Cratchit, den überarbeiteten und unterbezahlten Buchhalter von Scrooge.

      Im Jahr 1990 folgte "Der Prinz und der Bettelknabe", ebenfalls 20 Minuten lang. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Mark Twain und erzählt von einem Strassenjungen und einem Prinzen, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen. Da beide mit ihrem Leben nicht zufrieden sind, beschliessen sie, vorübergehend die Rollen zu tauschen, doch dann läuft die Sache aus dem Ruder. Beide Rollen werden in dem Film von Micky Maus übernommen, der somit also eine doppelte Hauptrolle hat.

      Zuletzt folgte dann 2004 der 60-minütige Film "Die drei Musketiere" als DVD-Premiere. Der Streifen orientiert sich sehr frei an dem gleichnamigen Roman von Alexandre Dumas, und die drei Musketiere sind hier Micky, Donald und Goofy.

      Und es wird weitergehen! Disney arbeitet jetzt nämlich endlich an einem richtigen Kinofilm mit dem erfolgreichen Nager. Dieser soll ein Remake der US-Komödie "The Stooge" von 1952 werden, die Hauptrolle sollen Micky Maus und Roger Rabbit spielen - letzterer wurde 1988 durch die Krimi-Komödie "Falsches Spiel mit Roger Rabbit" bekannt, in der Micky Maus übrigens auch einen klitzekleinen Gastauftritt hatte. Wann "The Stooge" ins Kino kommt, steht noch nicht fest, aber die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: 19 neue Micky Maus Cartoons, die jeweils in einem anderen Land der Erde spielen und die seit Sommer im DIsney Channel laufen.


      COMIC-ABENTEUER

      Comics mit Micky Maus gibt es seit 1930: Am 13. Januar erschien in den amerikanischen Tageszeitungen der erste Strip der Geschichte "Micky auf der geheimnisvollen Insel", die noch von Walt Disney und Ub Iwerks selbst realisiert wurde. Ab Mai 1930 übernahm Floyd Gottfredson die Aufgabe, die Tagesstrips zu zeichnen - und in den 45 Jahren, die er diese Arbeit fortführte, führte er solch wichtige Figuren wie das Schwarze Phantom, Kommissar Hunter oder Mickys ausserirdischen Freund Gamma ein. Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben darf Paul Murry, der Micky in den Comicheften Gestalt gab.

      Wie viele verschiedene Micky Maus Comics es inzwischen gibt, lässt sich gar nicht mehr feststellen - die Disney Comic-Datenbank Inducks verzeichnet zur Zeit genau 15.075 Geschichten, in denen die Maus auftritt, aber diese Zahl ist wahrscheinlich noch ein wenig zu niedrig, denn einerseits sind nicht ausnahmslos alle Abenteuer erfasst, andererseits kommen natürlich auch ständig neue dazu. Diese Vielfalt zieht sich freilich quer durch alle Genres und Qualitäten. Dabei sind manche Geschichten nur halbseitige Gags, andere aber auch grosse Abenteuer über mehr als 100 Seiten. In der Regel tritt Micky zusammen mit Goofy auf. Donald Duck hingegen bekam sein eigenes Comic-Universum, das in der Regel vom Universum der Mäuse getrennt bleibt. Begegnungen gibt es zwar, sie sind aber verhältnismässig selten.

      Innerhalb dieser ungeheuren Vielfalt wurden auch einige eigenständige Unterserien erschaffen, die eine Erwähnung wert sind. Manche von ihnen kamen in ihrer eigenen Albenreihe heraus, andere erschienen im Rahmen der regulären Publikationen, also Micky Maus Magazin oder Lustiges Taschenbuch.

      Als erster seien die Zeitmaschinen-Geschichten mit Professor Zapotek und Professor Marlin erwähnt. Die beiden arbeiten im Entenhausener Museum, haben aber im Keller heimlich eine Zeitmaschine gebastelt, die sie nutzen wollen, um die letzten Geheimnisse der Geschichte aufzuklären. Ausser den beiden Professoren wissen nur noch Micky und Goofy von der Zeitmaschine - sie sind diejenigen, die immer wieder zu den Zeitreisen aufbrechen, um ein Geheimnis zu lösen, und dabei jedes Mal in ein spannendes Abenteuer hinein rutschen. Die erste Zeitmaschinen-Geschichte erschien in Deutschland im Jahr 1987 in Panzerknacker & Co. Nr. 9, darin besuchen Micky und Goofy den berühmten Maler Leonardo da Vinci. In den späten 80ern und frühen 90ern erschienen sehr viele Zeitmaschinen-Geschichten, hauptsächlich im Lustigen Taschenbuch. In den letzten Jahren hat die Veröffentlichung abgenommen, aber beendet ist die Serie noch nicht. Die letzte Folge erschien gerade erst im November 2012 in LTB 435. Ausserdem werden die alten Folgen immer wieder im LTB Spezial nachgedruckt.

      Eine weitere Serie, die im Rahmen des Lustigen Taschenbuchs erschien, ist "Es war einmal in Amerika". Darin erzählen Micky und die anderen auf ihre Weise die Geschichte der USA nach, beginnend mit den ersten Siedlern aus Europa. Los ging es im Jahr 1994 in LTB 202, aber leider wurden in Deutschland nicht alle Folgen veröffentlicht. Und die Episoden, die veröffentlicht wurden, sind kreuz und quer über diverse Publikationen verteilt, so dass es sehr schwer wird, die komplette Saga am Stück zu geniessen.

      Im Gegensatz dazu wurde der Serie "Ein Fall für Micky" eine eigene Heftserie gewidmet, die es von Januar 1994 bis Dezember 1995 auf insgesamt 26 Ausgaben brachte. Micky nimmt darin seine wohl bekannteste Rolle als Privatdetektiv wahr. Es handelt sich bei "Ein Fall für Micky" um waschechte Krimis, bei denen Spannung deutlich vor Humor steht, und auch die düstere Athmosphäre der Serie weiss zu überzeugen. Micky ist dabei ausnahmsweise allein unterwegs, ohne seinen ewigen Begleiter Goofy, und sein häufigster Gegenspieler ist das Schwarze Phantom, dass in diesen Geschichten noch um einiger heimtückischer ist als in den normalen Comics.

      In eine ähnliche Richtung zielt auch "Micky X", wobei es sich hier aber um eine Mysteryserie handelt. Micky trifft in der ersten Folge auf einen Werwolf, der Goofy ähnlich sieht und auf den Namen Goofwolf hört. Das ist quasi Mickys Eintrittskarte in eine Reihe von geisterhaften Abenteuern, in denen nichts mit rechten Dingen zugeht und bei denen sich kleinere Kinder sogar doch ernsthaft gruseln könnten. In Deutschland erschien die Reihe ab Oktober 2003, wurde aber leider nach nur fünf Ausgaben eingestellt. Im Jahr 2012 wurden aber alle fünf Bände in LTB Premium 3 nachgedruckt, angereicht um eine neue Geschichte in deutscher Erstveröffentlichung.

      Wir konnten natürlich jetzt nur an der Oberfläche kratzen. Sicher gibt es noch viel, viel mehr nennenswerte Serien oder auch Einzelgeschichten, aber sie wirklich alle zu nennen, würde den Rahmen sprengen. Kurz erwähnt sei noch die weihnachtliche Fantasy-Saga "Asgardland" oder auch "Kampf der Galaxien", eine "Star Wars" Parodie mit Goofy in der Hauptrolle. Sicher ist, dass der Fundus an guten Micky Maus Geschichten nahezu unendlich ist, so lange man nur weiss, wo man suchen muss. Unser Tipp: Die Lustigen Taschenbücher von etwa Band 100 bis 250 enthalten die Glanzzeit der Maus: Spannende lange Abenteuer, viel Zeitmaschine, ein Grossteil der Amerika-Saga und so manche lustige Überraschung.


      VIDEOGAMES

      Micky Maus Videospiele gibt es früher wie heute eine ganze Menge - und genau wie bei den Comics können wir auch hier nur an der Oberfläche kratzen, nicht alle erwähnen und diejenigen, die erwähnt werden, nur sehr knapp behandeln. Ausserdem muss gesagt werden, dass die meisten Micky Maus Games nicht aus den USA sondern aus Japan stammen - Fernost ist eben die Hochburg der Videogames!

      Eine wichtige Reihe erschien ab 1989 hauptsächlich für den Gameboy: "Crazy Castle" wurde von Kemco entwickelt, ist aber keine reine Micky Maus Reihe. Nach einem einführenden Roger Rabbit Spiel erschienen zwar zunächst mehrere Micky Maus Spiele in Folge, diese wurden aber für den westlichen Markt alle zu Bugs Bunny Spielen umprogrammiert. Später wurden dann auch noch die Ghostbusters und Woody Woodpecker in die Reihe der Helden aufgenommen. Es handelt sich bei "Crazy Castle" übrigens um Action-Puzzles - spielerisch und optisch erinnert das Ganze zunächst an Jump'n'Runs, der Spielverlauf bietet aber einige Rätsel sowie Labyrinth-Elemente.

      "Crazy Castle" war bei Nintendo zu Hause, auf den Sega-Konsolen hiess das Gegenstück "Castle of Illusion". Der erste Teil erschien 1990 für das Master System und erzählt von Mickys Bemühungen, seine Freundin Minnie aus dem verzauberten Schloss der bösen Hexe Mizrabel zu befreien. Unter den Titeln "Land of Illusion", "World of Illusion" und "Legend of Illusion" kamen bis 1995 noch drei Fortsetzungen heraus. Und Ende 2012 wurde die Reihe wiederbelebt, in Form von "Micky Epic - Macht der Phantasie" für den Nintendo 3DS, wobei hier auch viele Helden aus alten und neuen Disney-Filmen einen Gastauftritt haben. Ach so, und ausserdem wurde des originale "Castle of Illusion" im Spätsommer 2013 für Steam neu aufgelegt.

      Für das Super Nintendo entwickelte Capcom "The Magical Quest starring Mickey Mouse", welches im Jahr 1993 auf den Markt kam. Micky muss darin Pluto befreien, der von Kater Karlo entführt wurde. Der Weg ist weit und gefährlich, aber glücklicherweise stehen Micky mehrere Kostüme zur Verfügung, die er jederzeit wechseln kann und die ihm neue Fähigkeiten bescheren. So kann der tapfere Mäuserich wahlweise als Zauberer, Feuerwehrmann oder Bergsteiger unterwegs sein. Später erschienen noch zwei Fortsetzungen, wobei der dritte Teil, der Donald Duck als zweiten Helden enthält, nicht aus Japan herauskam. Ab 2002 wurden ausserdem alle drei Titel für den Gameboy Advance neu aufgelegt.

      Aber noch einmal zurück zum Super Nintendo: Hier erschien im Frühling 1995 "Mickey Mania", entwickelt von Traveller's Tales. Wäre das Spiel rechtzeitig fertig geworden, hätte es Ende 1993 zu Mickys 65. Geburtstag erscheinen sollen, aber Qualität braucht ihre Zeit. Inhaltlich ist das Spiel dennoch ein schönes Geburtstagsspiel für Micky, da euch hier eine Reise durch verschiedene wichtige Micky Maus Cartoons bevorsteht: Angefangen bei "Steamboat Willie" bis hin zum Finale in "Der Prinz und der Bettelknabe".

      Zu den neueren Micky Maus Spielen gehört schliesslich "Micky Epic", das 2010 für die Wii erschien. Der heimliche Star des Spiels ist aber der Hase Oswald, der hier nach über 80 Jahren erstmals auf seinen Nachfolger Micky trifft und extra für dieses Spiel von Disney zurück gekauft wurde. Spielerisch erwartet euch ein 3D-Jump'n'Run, bei dem ihr zusätzlich die Möglichkeit habt, mit einem magischen Pinsel Objekt entstehen zu lassen oder auch zu löschen. Eine Fortsetzung kam Ende 2012 heraus, ebenso der bereits erwähnte Ableger für den Nintendo 3DS, der aber mit seinen beiden grossen Brüdern inhaltlich und spielerisch wenig gemeinsam hat.

      Zuletzt sei noch das Rennspiel "Mickey's Speedway USA" für das Nintendo 64 erwähnt, hinter dem ein grosser Name steht: Rareware, die Entwickler von "Donkey Kong Country", "Banjo Kazooie" und ähnlichen Top-Titeln. Bei "Mickey's Speedway USA" machten sie sich ihre Sache aber verhältnismässig einfach, es wurde lediglich eine veränderte "Diddy Kong Racing" Engine verwendet, entsprechend ähnlich spielt sich das Spiel. Im typischen Fun Racer Stil rast ihr mit Micky und anderen Entenhausenern durch verschiedene Städte der USA. Die Hintergrundgeschichte um einen entführten Pluto wirkt dabei extrem aufgesetzt, aber Storys sind bei einem Rennspiel sowieso nur zweitrangig. Im Vordergrund steht der Spielspass, der aber leider nicht mit dem von "Mario Kart" mithalten kann, wie ein Metascore von 71 % belegt: Ganz okay, aber kein Muss.


      KINGDOM HEARTS

      Eine besondere Erwähnung unter den Disney-Spielen mit Micky Maus verdient "Kingdom Hearts". Das Problem dabei ist aber, dass die beiden Hauptspiele "Kingdom Hearts" und "Kingdom Hearts 2" ausschliesslich für die Playstation 2 erschienen. Für die Nintendo-Handhelds kamen diverse Spin-Offs heraus, namentlich, "Chain of Memories" für den Gameboy Advance, "358/2 Days" und "Birth by Sleep" für den Nintendo DS sowie "Dream Drop Distance" für den Nintendo 3DS. Um die vollständige Handlung zu geniessen, mussm an also zwingend Multi-Konsolero sein - ich als Nintendo-Only-Zocker hatte daher leider nie die Chance, die Hauptspiele zu erleben. Daher kenne ich die Handlung, die mich dennoch sehr interessiert, nur aus dem Manga, und deshalb soll das hier auch ein Spotlight on Manga sein, indem welchem ich euch in die grundlegende Handlung einführe, ohne etwas über das Spiel als Spiel zu erzählen.

      Wenn man "Kingdom Hearts" nur ganz kurz beschreiben müsste, dann könnte man es als ein Crossover zwischen dem RPG-Hit "Final Fantasy" und diversen Disney-Filmen bezeichnen, was ja schon mal recht interessant klingt. Zu Beginn der Manga-Handlung leben Sora, Riku und Kairi auf einer einsamen Insel und planen, mit einem Floss die Welten jenseits des Ozeans zu erkunden. So weit kommt es aber nicht mehr, denn gemeine Kreaturen, die auf den Namen Herzlose hören, greifen an. Ehe er sich versieht, findet sich Sora in Traverse Town wieder und hat ein Schlüsselschwert, mit dem er die Herzlosen besiegen kann - er ist offenbar so eine Art Auserwählter.

      Weit entfernt, in einer ganz anderen Welt, steht ein Schloss, in dem die grossen Disney-Stars leben. Eines morgens müssen sie feststellen, dass König Micky Maus verschwunden ist. Donald Duck und Goofy machen sich auf die Suche und treffen in Traverse Town auf Sora. Wenig später finden sie heraus, dass sie verschiedene Disney-Welten bereisen, in jeder ein Schlüsselloch finden und dieses mit Soras Schlüsselschwert verschliessen müssen. Auf diese Weise versiegeln und beschützen Sie das Herz der Welt - denn genau das ist es, was die böse Hexe Malefiz aus jeder Welt stehlen will, um so die Kontrolle über die Welten zu erlangen. Freilich kriegt Malefiz schnell mit, dass jemand ihren Plan durchkreuzen will, aber sie gibt nicht freiwillig auf, und ausserdem hat sie Soras früheren Freund Riku auf ihre Seite gezogen.

      So weit zur Story des ersten Teils! Wer wissen will, wie dieses spannende Crossover weiter geht, muss entweder das Spiel spielen oder eben den Manga lesen. Die Geschichte des ersten Spiels wurde von Shiro Amano zeichnerisch umgesetzt und erschien in insgesamt vier Bänden, auf deutsch ab November 2004. Dabei klingt ein Umfang von insgesamt gut 500 Seiten zwar erstmal nach viel, dennoch wirkt im Manga doch alles sehr gehetzt, vor allem natürlich die Kämpfe. 500 Seiten sind eben doch nicht so viel, wenn man darin eine Einleitung, sechs komplette Disney-Welten und ein grosses Finale unterbringen muss. Zu einigen der späteren Spiele erschienen ebenfalls Mangas, welche nun glücklicherweise ein wenig mehr Zeit lassen.

      Was das Spiel betrifft, erschien das erste "Kingdom Hearts" wie gesagt für die Playstation 2, und zwar in Japan am 28. März 2002, in Europa am 15. November des gleichen Jahres. Ausschliesslich in Japan erschien ausserdem am 26. Dezember 2002 eine erweiterte Neuauflage unter dem Titel "Kingdom Hearts: Final Mix".
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