Eine unendliche Geschichte …

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    • Eine unendliche Geschichte …

      Hallo zusammen, :D
      ich dachte, ich probiere mal etwas mit euch aus, da ihr alle recht kreativ seid und im Chat immer wieder bewiesen habt, das ihr in der Lage seid Gesprächen und Themen eine interessante und lustige Wendung zu geben.
      Wie der Themenname schon erahnen lässt, möchte ich mit euch zusammen eine unendliche Geschichte schreiben. ^^
      Jeder darf so viel und sie soweit schreiben wie er möchte, aber ich würde euch dennoch bitten es nicht zu übertreiben, damit andere auch noch eine Chance haben.
      Der Inhalt darf natürlich nicht die allgemeinen Forumsregeln verletzen, aber ansonsten sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt.
      Die einzige Bedingung, die ich habe ist, dass die ganze Sache irgendwie logisch verlaufen sollte.
      Sprich z.B. wenn die Handlung gerade in der Wüste spielt, kann es nicht plötzlich heißen: „tauchte hinab zum Meer“. Es sei denn, man schreibt eine passende Überleitung dazu.
      Überhaupt sollte man beim Schreiben auch möglichst darauf achten, was andere davor schon geschrieben haben und es bei Bedarf auch wieder aufgreifen. Nur so können wir auch erreichen, dass es eine gemeinsame Geschichte wird und nicht das jeder seine eigene schreibt.
      Ich schreib einfach mal einen Anfang und gebe dann mal weiter.


      Irgendwo im Nirgendwo, in den unendlichen Weiten, entstand ein kleines „es“.
      Ihr fragt euch, wie es aussah? Was es war und was es erlebte?
      Nun das ist ganz einfach. …



      Bin mal gespannt was daraus wird. Viel Spaß beim Weiterschreiben. ;)


      Für alle, die nicht alles selbst lesen möchten, können sich die Geschichte auch von Gon vorlesen lassen.
      Habe die ersten 6 Kapitel aufgenommen. Hier der Link zum Downloadort:
      https://www.dropbox.com/sh/vttx98nl7or0e…8C3cV5dR5Nh3j3a

      "Leben ist nicht genug.", sagte der kleine Schmetterling,
      "Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu."
      (Hans Christian Anderson)

    • 1. Kapitel: Die Kindheit des Es

      Aber was war "es" und wo kam "es" her? Das werdet ihr euch ganz sicher fragen.
      Es war ein Kind. Und das Kind war nicht irgendein Kind, sondern ein ganz besonderes. Es war ein Kind zweier Eltern, die sich sehr lieb hatten. Und so wuchs es in einem kleinen Haus auf und wurde größer und größer. Als es dann ca. 2 Jahre alt war, konnte es reden und erkundete die Welt.

      Auf einer seiner Erkundungen traf er eine Fee namens Floriana. Aber dabei blieb es nicht, denn sie sprach mit dem Kind: "Wie heißt du mein liebes Kind?"
      Das Kind antwortete: "Ich heiße Endivie und bin ein stolzes, kluges und starkes Endivie. Meine Eltern sind zwei Meganie und die können alles sogar noch viiiiiiel besser als ich."
      Die Fee schien nicht überrascht zu sein und sagte: "Du bist ein ganz besonderes Endivie, denn du wirst eines Tages die Welt retten."
      Endivie war erstaunt und antwortete: " Das kann ich gar nicht glauben."
      "Aber so wird es sein. Du wirst ein besonderes Wesen treffen und dich mit ihm anfreunden", erklärte Floriana.

      Endivie lief schnell noch Haus zurück um seine Eltern zu holen und ihnen die Fee zu zeigen. Als sie zu dem Platz zurückkamen, war die Fee aber schon verschwunden. Die Eltern glaubten Endivie nicht und meinten nur, was für eine schöne Fantasie ihr Kind doch hätte.

      Und so zogen ein paar weiter Jahre ins Land in denen das Endivie glücklich und relativ ereignislos aufwuchs.
      ....

      Habe die ersten 6 Kapitel aufgenommen. Hier der Link zum Downloadort: dropbox.com/sh/vttx98nl7or0evl/AACSRLne8J8C3cV5dR5Nh3j3a

      Dejo & Bon:
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      Moving to the move, moving to the groove
      And I feel alive!"
    • 2. Kapitel: Ein kleines Abendteuer beginnt

      Als Endivie alt genug war wurde es zur Schule geschickt, denn jeder muss was lernen.
      Am ersten Schultag war Endivie noch recht nervös.
      „Hallo ich bin Endivie und ich wohne mit meinen Eltern in einem kleinen Haus am Stadtrand. Freut mich euch kennen zu lernen.“, begrüßte es freundlich seine neuen Klassenkameraden.
      Seine Lehrerin zeigte auf einen freien Platz im Klassenraum und sagte:“ Setz dich doch bitte dorthin, gleich neben Daisy. Deine Bücher findest du unter deinem Tisch.“
      Als Endivie an Daisy vorbei ging, musste diese plötzlich niesen, weil sie der liebliche Duft, der von Endivie ausging, in der Nase gekitzelte. Dabei verrutschte ihr Krönchen und fiel zu Boden.
      Lächelnd hob Endivie die Krone auf und stellte sie Daisy auf den Tisch.
      Endivie fand schnell neue Freunde und auch das Lernen machte ihm großen Spaß.
      Rechnen, Schreiben, Lesen, das alles lernte es im Handumdrehen und gehörte schon bald zu den besten Schülern in seiner Klasse, weil es so klug war.
      Eines Tages kam Endivie von der Schule nach Hause und sah Mutter Meganie betrübt auf ihrer Bank im Garten sitzen. Der Garten von Mutter Meganie war weit und breit bekannt, nicht nur für sein köstliches Obst und Gemüse, sondern auch für die wunderschönen Blumen und seltenen Heilpflanzen, die dort wuchsen.
      „Ich bin wieder da!“, rief Endivie.
      „Willkommen zurück.“, antwortete die Mutter und umarmte ihr Kind.
      „Warum bist du denn so traurig?“, fragte Endivie.
      „Ach“, seufzte Mutter Meganie, „Mein schöner Garten scheint von einer schrecklichen Krankheit befallen zu sein. Ich habe schon alles, was ich kenne, versucht und nichts scheint zu helfen. Sieh nur.“
      Endivie schaute sich um und tatsächlich waren überall auf den Blättern, Blüten und Früchten bunte Flecken zu erkennen. „Im Wald am See gibt es jemanden der bestimmt ein Heilmittel wüsste, aber ich kann leider nicht von hier weg.“, sagte die Mutter,“ Wenn nun jemand kommt und Medizin benötigt, währe niemand hier um sie aus meinen Heilpflanzen herzustellen.“
      „Ich werde gehen!“, sprach Endivie, “Mach dir keine Sorgen, ich werde schon denjenigen finden, der die Lösung für dein Problem kennt.“
      Und so packte es seinen Rucksack und machte sich auf den Weg. …

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      (Hans Christian Anderson)

    • 3. Kapitel: Das Abenteuer im Wald - Teil 1

      Kurz nachdem Endivie seinen Rucksack gepackt und losgelaufen war, erreichte es auch schon die Grenze des Grundstücks und des Gartens.
      Als Endivie noch etwas jünger war, war es oft in den Wald gegangen. Der Wald war ein friedlicher Ort mit vielen wilden und netten Pokemon.

      Und so ging das gute Pokemon frohen Mutes in den Wald und nahm den Weg, der dieses zum besagten Ort führen sollte. Als es schon eine Stunde gelaufen war, wurde der Wald plötzlich finsterer und gruselig. Aber Endivie war ein mutiges Endivie und so ging es tapfer weiter. Aber leider war es nach einiger Zeit vorbei mit der Ruhe, die immer noch trotz der düsteren Atmosphäre herrschte. Auf einmal tauchten mehrere Zubats und ein Golbat auf. Endivie wollte sofort umdrehen, aber der Weg war versperrt und es war von den Fledermäusen eingekreist.
      Deshalb versuchte Endivie mit diesen fliegenden Wesen zu reden.
      Endivie sagte ein wenig eingeschüchtert:" Guten Tag liebe Zubats und Hallo Golbat. Was möchtet ihr von mir, dass ihr mich einkreist?"
      Das Golbat antwortete mit einem fiesen Grinsen: "Wir wollen verhindern, dass du weitergehst. Du möchtest den Garten retten und das müssen wir verhindern!"
      Unser kleiner Held fragte verwirrt:" Warum müsst ihr dies denn tun? Er ist doch so schön und alle freuen sich an der Pracht. Die Heilpflanzen helfen doch auch so vielen. Wieso macht ihr das alles dann?"
      Die Fledermäuse schrien im Chor:"Das ist ein Befehl von oben!"
      "Die Heilpflanzen haben uns gemundet und keiner der sich uns nicht anschließt, darf geheilt werden, meinte Golbat. Dann führte die riesige Fledermaus weiter aus:"Wir dienen unserem Meister. Er ist ein sehr, sehr starkes Pokemon und fürchtet niemanden. Schließ dich uns an, dann bleibst du verschont. Denn demnächst wird unser Team das Leben in der Pokemonwelt ganz schön umkrempeln."
      Endivie hatte nun in Erfahrung gebracht, dass sich etwas böses zusammengebraut hatte und sich demnächst daran machen würde Unheil zu verbreiten. Während es fieberhaft nach einer Lösung suchte, wurde es schon wieder unterbrochen.
      "Wie lautet nun deine Antwort? Wirst du dich uns anschließen?, fragte die Gruppe lautstark.
      Endivie erwiderte mit kräftiger Stimme:" Nein, das werde ich nie tun!"
      Und mit dem Mut der Verzweiflung griff es die Feinde mit seinem Rankenhieb und Rasierblatt an. Aufgrund der überraschenden Attacken waren die Fieslinge aus dem Konzept und konnten sich nicht verteidigen. Doch dies währte nur kurz und sie schlugen zurück. Das arme Endivie schien keine Chance zu haben, als plötzlich ein Blitz die Lichtung erhellte und die Fledermäuse traf. Das hatten die bösen Pokemon nicht erwartet und flüchteten in alle Richtungen.
      Eine Gestalt kam durch das halbdunkel auf den Helden zu. Aber wer war er? ...

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    • 4. Kapitel: Das Abendteuer im Wald – Teil 2

      Um die Gestalt herum zuckten kleine Blitze. Endivie strengte sich an, eine Form zu erkennen.
      Was sich da auf unseren Helden zu bewegte, sah aus wie eine Kugel.
      Endivie wich instinktiv einige Schritte zurück, denn es hatte schon von kugelähnlichen Pokémon gehört,
      die einfach explodierten, wenn ihnen der Sinn danach stand.
      „Hallo. Ist hier jemand?“ rief ein zartes Stimmchen.
      Endivie war unschlüssig ob es antworten sollte, aber welche Gefahr ging schon von jemanden mit solch einer Stimme aus.
      Also antwortete es:“ Ja, hier drüben.“
      Die kugelähnliche Gestalt löste sich aus den Schatten des Waldes und trat in das restliche Licht, das der Wald noch durch ließ.
      Nun erkannte Endivie auch wer sein mysteriöser Retter war.
      „Endlich hab ich jemanden gefunden, der noch halbwegs normal zu sein scheint. Ich irre hier schon seit Tagen im Wald umher und hab mich total verlaufen. Ich war gerade mit meiner Herde zu neuen Gewitterweiden unterwegs, als ich von so wolfsähnlichen Typen angegriffen wurde. Ich hab überhaupt nicht nachgedacht und bin einfach losgelaufen. Als ich mich wieder etwas beruhigt hatte, fand ich mich hier im Wald wider. „ plapperte ein verängstigtes Voltilamm auf Endivie ein.
      „Ich hab vorhin so komische Geräusche gehört und da hab ich aus Angst wohl einen Donnerschock ausgelöst. Tut mir Leid, ist dir auch nicht passiert?“, fragte Voltilamm.
      „Nein, mir nicht.“, Endivie musste grinsen, „Aber die Fledermäuse die du getroffen hast, sind jetzt bestimmt knusprig.“
      Voltilamm war aber nicht zu Scherzen aufgelegt, es zitterte noch immer am ganzen Körper.
      „Lass uns erst mal nach einem besseren Ort als diesen hier suchen, sonst tauchen vielleicht
      noch andere unfreundliche Personen auf.“, schlug Endivie vor und so machten sich die Beiden auf den Weg. …

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    • 5. Kapitel: Das Abenteuer im Wald - Teil 3

      Endivie und Voltilamm kamen gut voran und so erreichten sie ein paar Stunden später eine Hütte mitten im Wald. Das Häuschen lag an einem See, welcher im Herzen des Waldes zu finden war. Als sie die Wohnstätte erreichten, sah es so aus, als wenn keiner da wäre.
      "Irgendwo hier sollte das alte Shaymin zu finden sein", sagte Endivie.
      Voltilamm erwiederte:"Hoffentlich ist Shaymin nichts passiert."
      Das Pflanzenpokemon antwortete:"Shaymin ist ziemlich stark, aber auch sehr naturverbunden. Deshalb lebt es hier in diesem großen und altem Wald. Früher war der Wald viel lichter und friedlich. Es gab mehr Geräusche und es klang, als ob der Wald leben würde. Shaymin hat sich immer um den Wald gekümmert, als Förster sozusagen. Wenn es diese Aufgaben nicht mehr wahrnehmen kann, liegt wirklich irgendwas im Argen. Ich würde also sagen, dass wir warten sollten bis es zurück kommt. Es ist schon spät und in der Hütte sind wir um einiges sicherer."
      Voltilamm stimmte dem Plan zu und so gingen sie in die Hütte um zu warten.
      Nach einiger Zeit hörte unsere Gruppe Geräusche von draußen. Aus Angst versteckten sich die Beiden unter einem Tisch. Dann ging die Tür auf und ein kleines Pokemon trat auf allen Vieren ein. Nach einem Klicken ging das Licht an und Endivie erkannte Shaymin sofort.
      "Guten Abend Shaymin", grüßte Endivie freundlich.
      Voltilamms Grüße folgten auf dem Fuße und auch Shaymin grüßte zurück, nachdem Endivie Voltilamm vorgestellt hatte.
      Shaymin fragte anschließend:"Warum habt ihr euch eigentlich versteckt? Du kennst meine Hütte und mich doch. Du warst doch früher so oft hier."
      Endivie erzählte von den Abenteuern im Wald und erkundigte sich, seit wann der Wald so finster und gefährlich sei.
      Und so fing Shaymin von den Geschehnissen im Wald zu erzählen an...

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    • 6. Kapitel: Die Geschichte des „Shayminwaldes“

      „Einst war dies ein prachtvoller und großer Wald.“, fing das alte Shaymin zu erzählen an.
      „Das grün der Blätter erstrahlte von den Bäumen, welche dicht bei einander standen und vielen Waldbewohnern eine Heimat boten. Hecken und Büsche säumten den Weg, den sich ein Wanderer durch das Dickicht bahnen musste, da es nur vereinzelt kleine Wege und Pfade gab. Die Bäche und Seen waren so rein und klar wie Kristall, und im ganzen Wald spürte man eine Aura des Lebens und der Zufriedenheit.“, schwärmte Shaymin.
      Endivie und Voltilamm machten es sich gemütlich und lauschten gespannt der Geschichte. Sie nippten an ihrem Tee und naschten von den Keksen, die Shaymin ihnen auf den Tisch gestellt hatte.
      Shaymin sprach ruhig weiter: „Ich war selbst noch ein junges Pokemon und lernte gerade von meinem Vater das Handwerk eines Waldhüters. Er erzählte mir, dass alles im Leben ein Gleichgewicht bräuchte und so wie es im Wald schöne Dinge und Licht gab, so gäbe es auch hässliche und dunkle Seiten im Wald. Die Aufgabe eines Waldhüters ist es, das Gleichgewicht aufrecht zu erhalten.
      Wie du selbst gesehen hast Endivie, ist mir das auch viele Jahre gelungen. Es war nicht immer einfach und hat mich manchmal auch viel Kraft gekostet, doch habe ich die Probleme immer lösen können. Nun bin ich alt und wie es scheint reicht meine Stärke nicht mehr aus.“ Shaymin wirkte betrübt.
      „Noch viel tiefer im Wald, weiter als wir je spaziert sind Endivie, gibt es eine Höhle. In ihr befindet sich die Quelle des Lebens, für diesen Wald. Es ist ein großer alter und mächtiger Baum der, auf einer kleinen Insel, in einem silbern spiegelnden See steht. Als ich bemerkte das sich die Aura des Waldes veränderte, die Geräusche verstummten und sich die Schatten ausbreiteten, machte ich mir Sorgen und schickte dem Wächter der Quelle eine Nachricht. Doch bis jetzt habe ich noch keine Antwort bekommen, was recht seltsam ist. Deshalb machte ich mich gestern selbst auf den Weg zur Höhle, um nach dem Rechten zu sehn.
      Doch ich kam nicht sehr weit. Nach dem ich die großen Wasserfälle hinter mir gelassen und eine Schlucht überquert hatte, traf ich auf eine unnatürliche Stille.Es lief mir eiskalt über den Rücken.
      Ich ging dennoch weiter, aber egal wie lange ich lief und welchen Weg auch immer ich einschlug, ich kam immer wieder an der Schlucht raus, wo ich meinen Weg begonnen hatte.“, beendete Shaymin seine Geschichte.
      Endivie sagte erstaunt: „Das ist ja merkwürdig.“ „Ja, das finde ich auch.“, stimmte Voltilamm zu.
      „Ich war so erschöpft vom vielen Laufen, dass ich erst einmal beschlossen habe nach Hause zurück zu kehren um nach einer Lösung zu suchen, wo ich euch angetroffen habe. Leider kenne ich auch kein Heilmittel für die Krankheit, die den Garten deiner Mutter befallen hat, Endivie. Auch ich habe bereits einige Stellen im Wald gefunden dessen Pflanzen, von diesen merkwürdigen bunten Flecken, betroffen sind. Meine Kenntnisse haben nicht ausgereicht um die Pflanzen zu heilen. Ich habe gehofft, dass mir der Wächter der Lebensquelle einen Hinweis für das Heilmittel geben könnte.“, sprach Shaymin betrübt weiter.
      „Na, dann ist doch jetzt klar was zu tun ist!“, rief Endivie, „Ich werde zu der Höhle gehen, wenn es bedeutet, dass ich dort ein Heilmittel finde. Außerdem ist es schon etwas merkwürdig, dass man nach der Schlucht nicht mehr weiter kommt. Ich wette dahinter stecken diese merkwürdigen Typen, denen wir im Wald begegnet sind.
      Da ist doch was faul!“
      „Aber du kannst nicht allein gehen.“, wandte Shaymin ein.
      Da meldete sich Voltilamm zu Wort: „Ich wurde von meiner Herde getrennt, vielleicht finde ich sie ja wieder, wenn ich mit Endivie mitgehe. Ich bin zwar schon ein Angsthase, aber manchmal kann ich auch nützlich sein. Außerdem wäre Endivie ohne mich gar nicht hier.“ Voltilamm grinste Endivie frech an.
      Shaymin holte ein großes Buch aus dem Regal und legte es auf den Tisch.
      „Hm … , ich seh´ schon, ich werde euch nicht aufhalten können. Dann kommt wenigstens her und schaut euch den Weg zur Höhle an, damit ihr wisst in welche Richtung ihr müsst.“, sagte Shaymin und deutete auf das Buch vor ihm.
      Es wurde eine Kopie von der Karte erstellt. Shaymin suchte noch einige Items heraus, die sich auf der Reise vielleicht als nützlich erweisen würden und dann gingen alle erst mal ins Bett. Es war für sie alle ein langer und anstrengender Tag gewesen. …

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      (Hans Christian Anderson)

    • 7. Kapitel: Der Weg zum Wächter

      Als am nächsten Morgen die Sonne aufging, erwachte Endivie mit den ersten Vogelgesängen die durch das offene Fenster der Hütte hereinschwebten. Voltilamm schlief noch gemütlich auf seinem Kissen in der Ecke der Hütte. Scharmin war nirgends zu sehen. Ein leises klappern war von draußen zu hören und Endivie schlich leise, um Voltilam nicht zu wecken aus der kleinen Hütte heraus. Die Luft war frisch und angenehm. Die Sommersonne hatte noch nicht sie Kraft um die Kühle des Sees aus der Luft zu vertreiben.

      Endivie atmete tief ein und genoss dabei das Glitzern der Morgenröte auf der spiegelglatten Wasseroberfläche bis es durch das Klappern welches Endivie aus der Hütte gelockt hatte wieder aufhorchen lies.

      Neugierig ging es dem Geräusch, welches eindeutig hinter der Hütte seinen Ursprung hatte nach. Als es um die Ecke spähte sah es das alte Sharmin, wie es mühsam einige schwer aussehende Behälter aus einer Kiste zu heben schien und dabei angestrengt schnaufte. "Oh, guten Morgen Endivie. Du bist ja ein richtiger Frühaufsteher. Sag mal, kannst du mir mal schnell helfen die Krüge aus der Kiste zu heben? Ich bin zu alt dafür geworden."

      Endivie nickte und lies seine Ranken sich um die Krüge schlingen um sie mit einer geschmeidigen Bewegung aus den Kisten zu heben. "Sag mal.... wozu brauchst du die denn?" Neugierig trat es näher an das geschehen heran und beobachtete wie Scharmin den Deckel des ersten und dann des zweiten Kruges öffnete. Ein scharfer, aber auch irgendwie säuerlich, fruchtiger Geruch drang an die Nase des kleinen Pokémons und lies ihn etwas abstand nehmen. "Was riecht hier den so komisch?!"

      Sharmin roch prüfend erst am ersten und dann am zweiten Krug aus dem dieser komische Geruch kam. Dann holte er eine kleine Flasche aus einer Nische. "Der hier ist soweit. Reif..., und hat genau die richtige Lagerzeit hinter sich. Der andere kann noch ein wenig ruhen." "Was ist das?" fragte Endivie nun noch einmal etwas lauter, beleidigt, weil seine erste Frage einfach so übergangen wurde. Das alte Pokemon schaute überrascht auf, als währe er ganz vertieft gewesen und nun erstaunt darüber das kleine Endivie noch vor sich zu haben. " Ach das! Das müsst ihr dem Hüter überreichen. Das ist mein ganz spezieller Schaminsee -sake. Sozusagen als Gastgeschenk, damit sie weiß das ihr in meinem Auftrag kommt und euch einlässt." Verwirrt nahm Endivie die Flasche an die ihm der Förster gereicht hatte entgegen. "Alkohol? Das Zeug ist doch das reinste Gift." Der alte Lachte. "Sicher aber wenn man ihm einmal verfallen ist lernt man es zu schätzen. Gestern hatte ich auch eine Mit, aber sie kam nicht mehr beim Wächter an. Vielleicht hab ich ja auch deshalb den Weg durch die Schlucht nicht mehr gefunden. Ich denke mit dieser Einstellung könntest du da mehr glück haben" Plötzlich kam Voltilamm , noch etwas müde und verschlafen um die Ecke geschlürft. "Gibt es jetzt endlich frühstück und können wir dann los?" Damit schien das Gespräch beendet und Sharmin stapfte fröhlich grinsend an unserem kleinen Helden vorbei in die Hütte um Frühstück zu holen.

      Nachdem alle satt und munter waren und auch Voltilamm den letzten Schlafsand aus den Augen gerieben hatte ,packten sie sich ihr Reisegepäck, bestehend aus einer Flasche Sake, Wasser, Brot und natürlich der Karte zusammen und machten sich auf den Weg.

      Es ging ohne Schwierigkeiten durch den Wald, sie liefen unter der drückenden Mittagssonne über Wiesen und Feldern und entdeckten nahe am Wasser immer häufiger die mysteriösen Flecken an den Pflanzen. Die Sonne bereitete sich bereits auf ihren Untergang vor und begann einen warmen Rotton anzunehmen mit dem sie die nun Karge Landschaft der Schluchten in ein rotes Flammenmeer verwandelte. "Es sieht wunderschön aus" hauchte Endivie und blickte an den roten Felswänden die sie nun umschlossen hinauf. "Und wenn wir uns wie Sharmin verlaufen? Oder wenn diese Felswände einbrechen und uns begraben? Oder noch schlimmer, wenn wir keinen sicheren Platz zum schlafen finden und die Nacht durchmachen müssen?!" Endivie kramt in seinem Beutel herum und holt die Karte heraus. Der weg ist gut beschrieben. Wir werden den Weg schon finden und die Felsen müssen hier schon seit Jahrhunderten stehen, die werden nicht ausgerechnet JETZT einstürzen. Mutig schritt Endivie voran, dicht gefolgt von dem etwas ängstlich, nervös schauenden Voltilamm.

      Nach wenigen Stunden Fußmarsch um verschiedene Felsstrukturen herum hörten sie bereits das Rauschen des Wasserfalls hinter dem ihnen die Höhle beschrieben worden war. "Ich dachte die Schluchten seinen Verhext! Sharmin sagte doch er hat das Ende nicht gefunden sondern ist immer wieder am Anfang wieder herausgekommen." meinte Voltilamm und lauschte dem immer lauter werdenden Rauschen des Wassers. "Er wird betrunken gewesen sein" kicherte Endivie, bog um die nächste Ecke und blieb abrupt stehen, so das Voltilamm ihm hinten auflief. "Was ist?" fragte Voltilamm und rieb sich die Nase. "Wir.... wir sind doch der Karte genau gefolgt....Wir.... Das ist der Eingang der Schlucht. Hier waren wir doch schon."

      Und tatsächlich zeigte sich vor ihnen das Gleiche Bild wie zuvor. Majestätische Felswände, im roten Sonnenlicht welche sich gen Himmel streckten. Das Geräusch des Wasserfalls klang plötzlich wieder Dumpf und weit entfernt. Voltilamm fing an zu schluchzten und auch unser Endivie spürte wie Tränen der Verzweiflung in ihm aufstiegen. "Das kann nicht sein. Ich hab ihn doch gehört! Der Wasserfall und die Höhle muss doch hier sein! Ich höre ihn immernoch!" Wütend über den Misserfolg trampelte es auf der Stelle und Trat das Steinchen vor seinen Füßen von sich weg. Klappernd flog es nach vorne und platschte gegen die Felswand....

      Platschte?.... Verwirrt horchte Endivie auf. müsste es sich nicht anders anhören wenn Stein auf Stein trifft? Noch einmal trat es einen Kiesel in die gleiche Richtung und sah zu wie er in der Felswand verschwand. "Beruhige dich Voltilamm" sprach es auf seinen noch immer schluchzenden Freund ein. "Ich glaub wir sind doch nicht falsch." Endivie Trat ein paar Meter weiter vor und blieb vor der Felswand stehen hinter dem es den Kiesel verschwinden sah und streckte vorsichtig seine Ranken aus um den Felsen zu betasten, doch anstatt des harten erwarteten Widerstandes den es erwartet hatte glitten sie einfach durch ein kühles nichts. Dahinter war es feucht und kühl.

      "Voltilamm! Komm schnell!" Endivie grinste übermütig und streckte vorsichtig seinen Kopf durch die Felswand hindurch.

      Plötzlich wurde es laut und das dröhnen des rauschenden Wasserfalls umfing unseren kleinen Helden. Nun stand unser Endivie in einer nassen Nebelwand in dem es die Schemen der Felswand an dem das Wasser seinen Weg gewaltsam nach unten suchte erkannte. Hinter ihm die Schlucht verschwand im nebligen weiß , durch das Voltilamm ängstlich zitternd und von kleinen Blitzen umzuckt erschien. "Keine Panik Voltilamm, lass jetzt keine Blitze los. Wir sind am Ziel." Langsam schritten die Beide über die nassen Steine und hinter dem Wasserfall entlang. Das dröhnende rauschen übertönte jedes Geräusch und im Hinteren Teil der Höhle stand ein kleines, traditionell, japanisches Häuschen auf das sie nun zugingen. Es war umschlossen von einem alten Zaun, ,mit einem torartigen Eingang. Der Garten war grün und Gesund mit großen Bäumen. Als sie das Tor durchschritten hatten kamen zwei quwirrlich aussehende Mädchen herausgestürmt. "Hallo und Willkommen! Kommen sie rein!" riefen sie synchron, drehten sich um und rannten lachend zurück in das Haus, so das ihre blauen und rosa Zöpfe hinter ihnen wehten. "Kundschaft! Kundschaft! Kundschaft!" hörten unsere beiden Pokemon die Mädchen drinnen lachen.

      Vorsichtig folgten sie den Mädchen und traten in das alte Gebäude hinein in dem sie schon wieder von den Mädchen empfangen wurden, welche ihnen den Weg mit einer Geste und einer kleinen Verbeugung in ein en raum hinter einer Schiebetür deuteten. Mit zitternden Knien tapsten die beiden Freunde unsicher in die ihnen gewiesene Richtung und öffneten den Raum aus dem ihnen eine dicke Wolke aus Zigarettenqualm entgegenströmte der sie husten ließ. Als er verschwunden war und der husten nur noch ein kratzen im Hals war blickten sie auf und entdeckten eine große attraktive Frau in Freizügigen aufwendigen Gewändern auf einer Couch liegen. Sie hatte einen alles durchschauenden Blick, lange schwarze Haare und rauchte genüsslich. " Kommt doch näher." sagte sie mit einer angenehmen Stimme die mit jedem ton zu schmeicheln schien. Wie hypnotisiert traten sie näher. Endivie blickte sie erstaunt an "Sie... sie sind der Wächter?" stockte es... "Das ist..." begann Voltilamm Endivie voller Ehrfurcht zuzuflüstern: "ich glaub das ist... die Hexe der Dimensionen."

      Sie lächelte. "Genau, du kluges kleines Schäfchen. Und ihr... Ihr habt einen Wunsch. Nicht wahr?"
    • "Ja" ,sagte endivie mit unsicherer stimme."wir wollen zum Wächter. wir haben auch diesen sake hier dabei."
      "hahah ihr 2 kleinen wollt also zum wächter ja?" lachte die hexe los. "na ihr seit mir ja welche. wisst ihr den weg überhaupt"
      "nein" murmelte Voltilamm leise. "aber wir haben eine karte und so schwer kann der weg doch nicht sein oder?"
      Die hexe lachte und antwortete:"ihr 2 süßen müsst durch ein labyrinth das wisst ihr aber schon oder?
      der weg zum wächter führt durch ein höhlenlabyrinth einmal drin kommt ihr nie wieder raus das versichere ich euch"
      "aber aber können sie uns den weg nicht zeigen? sie kennen ihn doch bestimmt" sagte voltilamm zu der hexe.
      "haha na sicher kenn ich den weg.. wobei ich auch schon lange nicht mehr da ware... aber egal ich habe zutun! ihr müsst den weg schon selber finden.. aber sagt mal kinder woher habt ihr den sake?"
      das kleine endivie antworte:"und was ist wenn wir uns verlaufen? ich möchte mich nicht verirren.. und der sake der ist von shaymin der wächter des waldes."
      "hehe der alte knacker brennt immer noch sake mensch sachen gibts" murmelte die hexe leise. "nundann kinder ihr müsst da alleine durch ich kann euch nicht helfen.. aber ein tipp noch. habt keine angst und wenn ihr bei wächter ankommt dann sagt ihm er soll euch den anderen ausgang zeigen.. denn das labyrinth schafft ihr sicher kein 2tes mal. Viel glück ihr 2."

      unsicher und ein bisschen ängstlich stapften die beiden los zum eingang der höhle

      "duu" sagte voltilamm "du ich hab angst es ist so dunkel hier kannst du irgendwie heller machen? "
      "klar einen moment ich suche es kurz im rucksack" antwortete endivie und kramte im rucksack.
      das endivie holte eine kleine taschenlampe aus dem rucksack und schaltete sie ein.
      "so das dürfte für das erste genügen denke ich ^^" sagte endivie und sie gingen weiter..
      "warte! hörst du das?!!?" sagte das endivie plötzlich. "nein" was antwortete voltilamm und versuchte sich ein bisschen hinter endivie zu verstecken..
      "da da kommt was!! es rollt auf uns zu! es ist blau!! was ist das??!?" rief endivie laut und dann krachte es
      was war dieses komische blaue ding? und warum ist es so auf die beiden zugerollt??




      "aua mein kopf" sagte eine niedliche stimme "ohh hallo ihr 2 wer seit ihr denn? tut mir leid hab ich euch weh getan?"
      "nein nein alles gut" sagte endivie und stand auf. "wer bist du denn" Fragte voltilamm "und was machst du hier?"

      vor ihnen stand ein kleines süßes phanpy das wild mit seinen ohren flackerte.. doch wer ist das und was macht dieses phanpy hier im labyrinth??....
    • 9. Kapitel: Der Weg durch´s Höhlenlabyrinth - Teil 1

      Das Phanpy antwortete: "Ich lebe in den Höhlen. Und was macht ihr hier?"
      "Wir sind auf der Suche nach einer Höhle in der ein großer Baum wachsen soll, um dort den Wächter der Quelle zu treffen.", plapperte Voltilamm drauf los, ohne drüber nach zu denken. "Hey!", flüsterte Endivie zu Voltilamm und stuppste es in die Seite, "Du kannst doch nicht gleich jedem, der uns über den Weg läuft, erzählen was wir vorhaben."
      "Oh... stimmt. Entschuldige bitte.", bestätigte Voltilamm. Also sagte es schnell zu Phanpy: "Das gerade war ein kleiner Scherz von mir. Wir suchen natürlich keine Höhle mit einem Baum und einem Wächter.", und versuchte die ganze Aussage mit einem küstlich wirkendem Lächeln zu untermauern. Endivie verdrehte die Augen und schüttelte mit dem Kopf, konnte sich aber ein Grinsen nicht verkneifen.
      "Diesem kleinen Voltilamm war manchmal echt nicht mehr zu helfen", dachte es sich.
      Phanpy schaute etwas verwirrt, meinte dann aber: "Achso, schade. Ich war gerade auf dem Weg zum Wächter der Quelle. Meine Oma schickt mich nämlich immer, wenn sie frischens Wasser für unsere Leuchtsteine zu Hause benötigt."
      "Leuchtsteine?", fragte Endivie neugierig. "Ja.", nickte Panpy. "Es sind Steine auf denen Moos wächst, das im dunkel leuchtet. Wir benutzen sie hier unter der Erde als Lichtquellen. Allerdings kann das Moos nur mit Hilfe von wirklich sauberen Wasser gedeihen und das ist in letzter Zeit wirklich selten zu finden. Das beste Wasser ist in dem See beim großen Baum zu finden, wo halt auch der Wächter wohnt, deshalb werd ich dort auch immer hingeschickt." beendete es seine Erkärung.
      Endivie schaute zu Voltilamm rüber und sprach dann zu Phanpy: "Voltilamm hatte von Anfang an Recht. Wir sind auf der Suche nach dem Wächter, der in besagter Höhle mit Baum lebt. Shaymin der alte Waldhüter, schickt uns, weil er sich Sorgen macht. Er selbst hatte wohl auf Grund seines Alters, und sagen wir mal seiner Liebe zu einem bestimmten Getränk, ein paar Schwierigkeiten den Weg selbst zu unternehemen. Könntest du uns bitte den Weg zur Höhle zeigen Phanpy?"
      "Klar kann ich." grinste Phanpy, "Hab ich mir auch schon fast gedacht. Voltilamm war nicht gerade sehr gut drin, als es versuchte mich von etwas anderem zu überzeugen." Die drei sahen sich an und alle mussten plötzlich drüber lachen.
      "Kommt!" ,tröttete Phanpy fröhlich und stapfte vorraus, "Es ist noch ein weiter Weg von hier aus."
      So machten sich die Drei auf den Weg in das Höhlenlabyrinth.
      In den Höhlen gab es viel zu entdecken. Im Schein der Taschenlampe, die Endivie immer noch trug, funkelte und glitzerte es an den Felswänden. Sie kamen an kleinen Rissen und tiefen dunklen Spalten vorbei, in den man manchmal ein kleines leuchten sehen konnte uns sie sahen interessante Felsformationen und wunderschöne Kristalle. Einer dieser kleineren Kristalle erinnerte Endivie an eine Blume und er nahm ihn mit, in der Hoffnung, dass sich seine Mutter über den Blumenkristall freuen würde.
      Oft mussten sie sich an Gabelungen und Kreuzungen für einen Weg entscheiden, doch Phanpy zögerte niemals bei der Wahl des Weges und ging immer selbstbewusst voraus. Als Voltilamm dem Klang der Höhlen lauschte, konnte es ein wares Konzert von Tropf- und Klopfgeräuschen wahrnehmen und Endivie lief es einmal eiskalt den Rücken hinunter, als ihm ein Wassertopfen von der Decke drirekt in den Nacken viel.
      Unterwegs erzählten sie Phanpy von den Dingen, die sie bis dahin erlebt hatten, als gerade die Taschenlampe begann ihren Dienst zu quittieren. Sofort fing Voltilamm wieder an zu zittern. "Es ist so dunkel! Ich kann euch garnicht mehr sehen! Wo seit ihr?" fing es schrecklich an zu jammern. Seine Wolle lud sich langsam auf und schon zuckten die ersten klein Blitze durch die Luft.
      "Beruhige dich!", rief Endivie zu Voltilamm. "Wir stehen doch direkt neben dir.", wollte Phanpy noch sagen, aber dazu kam es nicht mehr, denn genau in dem Augenblick löste sich auch schon der erste Donnerblitz von Voltilamm und schlug direkt vor den anderen beiden ein. Das dumpfe, tiefe und laute Grollen, das der Einschlag als Geräusch nach sich zog, versetzte das arme Voltilamm nur noch mehr in Panik. Endivie und Phanpy blieb nichts anderes übrig, als hinter einen großen Felsen in Deckung zu gehen, bevor ein Donnerblitz auf den Nähsten folgte, sodass man hätte denken können, ein Gewitter habe sich in die Höhlen verirrt.
      "Was machen wir denn jetzt? Die Batterien der Taschenlampe sind leer und ich habe keine anderen mit." schrie Endivie zu Phanpy um den Donner zu übertönen. "Wenn es nur um das Licht geht, da kann ich Abhilfe schaffen.", trompetete Phanpy zurück. Aus einer kleinen Tasche, die Phanby bei sich trug, hohlte es eine kleine Laterne, in der es schwach leuchtete, hervor und stellte sie auf den Felsen.
      Gespannt warteten die beiden, doch es half nichts. Voltilamm war so in Panik geraten, dass es das Licht nicht war nahm.
      "Das ist zu wenig! Voltilamm sieht es nicht. Kannst du es nicht etwas heller machen?", fagte Endivie. Da viel Phanpy plötzlich etwas ein und es kramte weiter in seiner Tasche. Es dauerte nur einige Sekunden, da brachte es eine Phiole zum Vorschein.
      Wieder schulg ein Donnerblitz neben den beiden ein. Phanby erschreckte sich so, dass ihm die Phiole aus dem Rüssel viel und fast am Boden zerschellt wäre, hätte Endivie sie nicht noch im letzten Moment gefangen.
      "Gib ein paar Tropfen von dem Seewasser in die Laterne!", rief Phanpy. Endivie tat, was ihm gesagt wurde und tatsächlich, nach ein paar wenigen Tropfen, fing der mit Moos überwachsene Stein an stärker zu leuchten.Doch die Donnerblitze hörten nicht auf, einer folgte auf den anderen.
      "In Deckung!!" konnte Endivie gerade noch schreien bevor beide die Köpfe einziehen mussten, um einem weiteren gefählichen Donnerblitz von Voltilamm aus zu weichen. "So kann das doch nicht weiter gehen. Es wird noch die Felswände zum Einsturtz bringen, wenn es so weitermacht.", sagte Phanpy zwischen zwei Grollgeräuschen. Diesmal war es Endivie, das eine Idee hatte.
      Es hohlte aus seinem Rucksack den Blumenkristall, den es eigntlich für seine Mutter mitgenommen hatte, und legte ihn zu dem Leuchtstein in die Laterne. Sofort begann sich das Licht in dem Kristall zu brechen und ein gließend helles Licht erstrahlte.
      Es tauchte den Höhlengang in ein Meer aus schillernden Farben, die jedem Poloarlicht konkurrenz hätte machen können.
      "Voltilamm!!!" brüllte Endivie durch die Donnerblitze hindurch. Voltilamm machte endlich die Augen auf, die es in seiner Panik geschlossen hatte, und sah sich um. Es war so von dem Farbenspiel und der Schönheit die es umgab fastziniert, dass es sofort aufhöhrte weitere Donnerschocks zu verteilen und das Donnern in der Höle erstarb.
      Langsam kamen Endivie und Phanpy hinter ihrem Felsen hervor und gingen auf Voltilamm zu. Phanpy fragte vorsichtig: "Hast du dich jetzt wieder beruhigt Voltilamm? Siehst du, es ist alles gut. Endivie und ich sind doch hier."
      "Schööööön.", war alles was Voltilamm hervor brachte.
      Nachdem die Gruppe noch eine Weile an der gleichen Stelle gestanden hatte, um das Lichtspiel noch etwas zu betrachten, gingen sie im Schein der Laterne endlich weiter. Glücklicherweise verlief der weitere Weg recht ereignislos, bis sie einen tiefen Garben erreichten, über den sie nicht hinüber konnten.
      "Hmm... mir war so, als gäbe es hier eine Brücke." überlegte Phanpy laut. Die Drei schauten sich um und tatsächlich konnte man einige Meter von ihnen entfernt, die Reste einer Brücke erkennen. "Wir müssen uns wohl einen anderen Weg hinüber suchen.", sprach Endivie und blickte zu seinen Begleitern. ...

      "Leben ist nicht genug.", sagte der kleine Schmetterling,
      "Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu."
      (Hans Christian Anderson)

    • 10. Kapitel: Der Weg durch´s Höhlenlabyrinth - Teil 2

      Die drei Pokemon wollten sich gerade umdrehen, als weitere Gestalten aus dem Dunkel traten. Es waren ein Junge um die 14 Jahre, ein Schwertkämpfer und ein junger Mann. Der Junge trug ein Mädchen im Arm, das ungefähr genauso alt war wie er. Außerdem war ein weißes Fellknäuel dabei.

      Die drei Pokemon waren verwirrt und fragten sich, wer diese Gestalten waren. Wie es sich allerdings schnell herausstellte, war das Aufeinandertreffen nötig gewesen. Was unsere drei Gefährten allerdings noch nicht wussten, war, dass es keine Zufälle gab, nur Fügungen. Aufgrund dieser Fügungen waren sie der Hexe der Dimensionen, Yuko, sowie deren Helfern Maru und Moru begegnet.

      Phanpy, Endivie und Voltilamm stellten sich mit einer gewissen Distanz und in Verteidigungshaltung vor. Endivie war ja so etwas wie ihr Anführer und fragte noch: "Wer seid ihr? Könnt ihr euch vorstellen?"
      Der Junge antwortete als erstes:"Ich bin Shaolan und das Mädchen in meinem Arm ist Sakura. Das Fellknäuel heißt Mokona und der Schwertkämpfer hört auf den Namen Kurogane."
      Der Mann erwiderte mit einem frechen Klang in seiner Stimme:"Ich bin Fye, Fye Fye de Flourite. Aber nennt mich einfach Fye."
      Diesmal fragte Phanpy:"Was macht ihr hier? Ihr seht nicht gerade wie Pokemon aus?"
      Kurogane sagte kurz angebunden:"Was geht dich das an?"
      Und wieder war es Shaolan der auf die Frage antwortete: "Wie ihr sehen könnt, ist Sakura gerade nicht bei Bewusstsein. Wir haben zwar schon ein paar Federn gefunden, die ihre Kräfte enthalten, allerdings nicht genug. Mokona hat die Fähigkeit, durch Zeit und Raum zu reisen. Dies ist allerdings nicht steuerbar und so sind wir zufällig hier gelandet. Mokona haben wir von Yuko bekommen."
      Da fiel Voltilamm ihm ins Wort:"Wir haben Yuko auch getroffen. Und wir stecken hier fest und kommen nicht weiter."
      Shoalan führte fort, ohne auf die Störung einzugehen:" Laut Mokona gibt es hier in der Nähe eine große Kraftquelle und das könnte eben auch eine Feder von Sakura sein. Mokona hat uns dabei genau in diese Richtung geführt. Leider scheint es wie Voltilamm gesagt hat, nicht weiter zu gehen. Die Brücke ist ja leider kaputt. Weiß einer von euch wie lang die Brücke war?"
      Phanpy meinte dazu:" Die Brücke war ca. 25 Meter lang und führte über einen reißenden Strom. Könnt ihr uns denn helfen da rüber zu kommen, oder wieso fragst du?"
      Kurogane sprach darauf seine Einschätzung der Lage aus:" Ich denke, dass Shaolan, Fye und ich in der Lage sein werden die Strömung zu überqueren. Allerdings brauchen wir etwas um eine behelfsmäßige Brücke zu bauen. Wir haben kein Seil oder ähnliches dabei."
      Da fiel es Endivie wie Schuppen von den Augen:" Wir haben ein paar Seile dabei, allerdings nicht genügend. Und leider sind meine Ranken zu kurz. Kann uns die Hexe der Dimensionen nicht helfen?"
      "Ich denke schon, aber haben wir denn einen geeigneten Gegenwert?", meinte Fye.
      Also kramten die Pokemon und ihre neuen Gefährten alles aus den Taschen, die sie dabei hatten. Sie entschlossen sich, auch ein kleines improvisiertes Lager aufzuschlagen.
      Dann aktivierte sich auf einmal Mokona und zeigte das Bild von Yuko und eines jungen, schwarzhaarigen Mannes mit Brille.
      "Wie geht es euch Shaolan und Co.?", fragte die Stimme.
      Shaolan grüßte zurück und schilderte das Problem.
      Anstatt direkt zu antworten, erklang von der Projektion:" Also habt ihr die Kleinen getroffen und die Fügung hat sich erfüllt. Auch wenn es den drei kleinen Pokemon nicht klar ist, so liegt es an ihrem Treffen mit mir, dass sie euch getroffen haben. Durch mich hattet ihr eine karmische Verbindung und es war vorprogrammiert, dass ihr euch treffen werdet.
      Aber um auf deine Frage zurück zu kommen. Selbstverständlich kann ich euch helfen. Allerdings hat das, wie Fye schon bemerkt hat, einen Preis. Und zwar ist der Preis für meine Hilfe, dass die Tore zur Pokemonwelt aufgehen werden und einige Menschen bei euch erscheinen werden. Diese werden mit euch Pokemon nicht nur in friedlicher Bande leben und ihr werdet von diesen trainiert werden. Eure Welt wird sich ändern. Aber das Auftauchen wird auch Vorteile für euch haben und es wird euch auch weiterhin möglich sein, in Freiheit zu leben.
      Watanuki hol das passende Utensil für unsere Kunden!"
      Der junge, bebrillte Mann ging aus dem Bild und kam kurze Zeit später mit einer Sanduhr wieder.
      Schon holte Yuko wieder aus:" Dreht ihr diese Uhr um, kann die Zeit eines bestimmten Objektes zurückgedreht werden. Dies kann allerdings nur einmal geschehen, da die enthaltene Macht genau dafür ausreicht. Damit sollte es euch möglich sein, die Brücke wieder herzustellen. Ich beende jetzt die Verbindung und schicke euch das Utensil durch Mokona."
      Nachdem sich alle zügig verabschiedet hatten, wurde die Projektion beendet. Plötzlich erschien aus Mokonas Mund ein Objekt und sie erkannten, dass es die ominöse Sanduhr war.
      Shaolan nahm die Uhr in die Hand und stellte sich an die kaputte Brücke. Nun drehte er diese um und wurde überrascht. Eigentlich sollte der Sand von der einen Seite in die andere laufen und dort verbleiben, doch er verließ das Gefäß durch den geschlossenen Deckel. Der Sand berührte die Brückenreste und je mehr Sand die Brücke berührte, umso mehr der Brücke wurde wieder hergestellt. Man konnte in Zeitraffer sehen wie die Brücke neu entstand. Beim Auftreffen auf die Brücke verschwand der Sand und am Ende war die Brücke heile und die Uhr war komplett leer. Allerdings konnten sie nun wieder weiter gehen.

      Erst packten sie alle Sachen wieder zusammen und verstauten diese gut. Gerade als sie wieder loslaufen wollten, wachte Sakura auf, die sie an den Rand des Lagers zum Schlafen hingelegt hatten, um in Ruhe überlegen zu können. Sie erklärten ihr kurz die Lage und brachen dann gemeinsam auf. Endivie unterhielt sich mit Shaolan über seine Reise und über deren Welt. Im Gegenzug erklärte Endivie in Grundzügen die Pokemonwelt, wie sie bisher gewesen war. Diese würde sich nun verändern, das war ihm klar. Allerdings war dies wahrscheinlich nötig gewesen. Zumindest war dies das Gefühl, welches unser kleiner Protagonist hatte. Endivie interessierte auch, wie Yuko denn so war. Allerdings konnten weder Shaolan noch seine Gefährten, groß etwas dazu sagen. Dafür hatten sie die Hexe zu kurz gesehen, bevor sie ihre Reise überstürzt begannen.

      Nach einiger Zeit wurden alle müde und so richteten sie ein Nachtlager ein. In der dunklen Höhle war es sowieso nicht möglich die Tageszeit zu bestimmen und sie mussten fit sein für weitere Herausforderungen. Sie wechselten sich bei der Wache ab und ruhten sich einige Zeit aus. Als alle wieder fit waren, marschierten sie weiter. Sakura allerdings schlief friedlich weiter, sodass Shaolan Sakura wieder trug.
      Auf einmal kam ihnen der Weg nicht mehr so weit vor. Und so erreichten sie das Ziel. Als sie in die Halle kamen, rief eine dröhnende und dunkle Stimme von den Wänden: "Wer wagt es hier einzutreten?"
      "Ich bin Endivie und wollte dich um Hilfe bitten. Ich habe für dich auch ein Opfer mitgebracht, dabei handelt es sich um feinsten Sake von Meister Shaymin.", antwortete Endivie.
      Das Geräusch an den Wänden wurde trotzdem nicht freundlich, sondern rief:" Wegen einer Nichtigkeit seid ihr hierher gekommen und euer Opfer ist kläglich!"
      Alle bemerkten die Bewegungen ohne es zu sehen. Einzig Kurogane reagierte instinktiv. Er wehrte den Schatten ab und nahm gleich eine Kampfhaltung ein. Nun wurde das Monster zu dem die Stimme gehörte sichtbar. Es handelte sich um Manaphy. Dieses wirkte allerdings bösartig und fremdartig. Phanpy kannte es ja von früher und bestätigte dies.
      Nun hieß es also kämpfen und herauszufinden, warum es so anders war. Manaphy griff sie immer wieder an und unsere Freunde wehrten sich mit Mühe. Unsere Pokemon setzten ihre Attacken ein. Fye kämpfte hingegen mit seinen Fäusten und Kuragane setzte seine atemberaubenden Schwerttechniken ein. Shaolan war damit beschäftigt auszuweichen, während er Sakura im Arm hielt. Mokona saß auf Shaolans Schulter und Mokona fiel auf, dass Manaphy eine besonders große Kraft austrahlte.
      "Ihr müsst dieses Monster bekämpfen, aber tötet es nicht.Es handelt sich immer noch um einen Wächter des Landes.", wies Mokona alle an.
      Nun arbeiteten alle zusammen und bekämpften das Manaphy. Mit einiger Mühe, brachten sie Manaphy einigen Schaden bei und konnten es schließlich auf die Bretter schicken.
      Auf einmal löste sich etwas von Manaphy und flog durch die Luft. Es glitzerte und wirkte sehr filigran. Als Shaolan sich dem glitzernden Etwas näherte, flog die Feder auf Sakura zu und wurde absorbiert. Nun wurde klar, warum Manaphy anders als sonst gewesen war. Die Macht war einfach zu viel für es gewesen und hatte es korrumpiert. Von der Feder befreit, wachte es wieder auf und schaute sich verwundert um.
      Manaphy fragte sofort was los war und Shaolan und Endivie erklärten Manaphy alles.
      Nun ruhten alle sich aus und es wurde viel geredet. Unsere Gruppe waren Freunde geworden, doch die Zeit des Abschieds nahte. Alle verabschiedeten sich voneinander und plötzlich verließen Shaolan, Sakura, Kurogane, Mokona und Fye die Dimension und reisten weiter, während Phanpy, Voltilamm und Endivie zurückblieben, um ihre Aufgaben zu erledigen.
      Manaphy willigte ein sie zurück in den Wald zu begleiten und sich gemeinsam mit Shaymin zu bereden, wie man der Dunkelheit Einhalt gebieten könnte. Phanpy bekam etwas von dem heiligen Wasser und verließ die Gruppe wieder um zu seiner Familie zurückzukehren. Man versprach sich, einander wiederzusehen und trennte sich schweren Herzens. Voltilamm, Endivie und Manaphy zogen weiter und machten sich auf zu Shaymins Hütte. Doch wie würde die Geschichte weitergehen und woher kamen all die bösen Pokemon? Wann würden die Menschen auftauchen und die Welt verändern? All das lag für sie noch im Dunkeln und sollte sich ihnen allerdings bald offenbaren.

      Dejo & Bon:
      "Loving Eurobeat, loving Eurobeat
      It's a life on fire
      Moving to the move, moving to the groove
      And I feel alive!"
    • 11. Kapitel: Das Chaos hat ein Zuhause

      Als Endivie, Voltilamm und Manaphy die unterirdischen Höhlen verließen, begrüßte sie ein heller warmer Tag.
      Die Sonne stand bereits hoch am Himmel und ihre Strahlen versuchten durch das dichte Blattwerk des Waldes zu dringen. Voltilamm streckte ihren Kopf der Sonne entgegen und genoss das warme Gefühl auf ihrer Haut.
      "Ah, tut das gut. Wir waren meiner Meinung nach viel zu lange in diesem Höhlenlabyrinth." , sagte Voltilamm. "Stimmt." nickte Endivie und streckte sich. Durch Manaphys Führung waren unsere Freunde in einem ganz anderen Teil des Waldes gelandet, hier schien noch alles in bester Ordnung zu sein. Doch der Schein trog. Als die drei ein Stück des Weges gegangen waren, konnte man auch hier schon die ersten Anzeichen der ominösen Krankheit erkennen. "Das ist gar nicht gut! Wir müssen uns beeilen und schnell ein Gegenmittel finden, bevor noch der Großteil des Waldes betroffen ist." sagte Manaphy.
      Also legten unsere drei Gefährten an Tempo zu und erreichten, gerade noch so vor Einbruch der Dunkelheit, Shaymin´s Haus. Die Drei klopften an die Tür, doch niemand antwortete. Endivie schlug vor: "Ich werde mich mal etwas umsehen, vielleicht ist er ja bei seinen Krügen oder so." "Mach das. Ich werde mich mit Manaphy im Haus nachsehen, langsam wird mir es hier draußen etwas zu unheimlich." , erklärte Voltilamm. Und tatsächlich, jetzt wo es Voltilamm erwähnte, bemerkten auch die anderen, dass sich die Atmosphäre seit ihrem letzten Besuch verändert hatte.
      Unsere Gruppe trennte sich. Während Endivie loszog um die Gegend zu erkunden, betraten Voltilamm und Manaphy langsam das Haus. Voltilamm rief vorsichtig: "Hallo? Shaymin, bist du da? Wir sind es, Endivie und Voltilamm, und wir haben den Wächter der Quelle mitgebracht, Manaphy." Doch niemand antwortete.
      "Ach du liebe Güte! Wie sieht es denn hier aus?!", entfuhr es Manaphy , "Ich kann mich gar nicht erinnern, das Shaymin so unordentlich ist."
      Überall lagen Bücher, aufgeschlagen oder geschlossen und mit Lesezeichen voll gestopft, verstreut auf dem Tisch, dem Boden und dort wo gerade Platz war. Fand sich doch noch eine freie Stelle, türmte sich dort stapelweise Papier, auf dem sich anscheinend Notizen befanden. Von dem allgemeinen Chaos mal ganz abgesehen. Manaphy und Voltilamm bewegten sich vorsichtig weiter durch das Haus. Das was ursprünglich wohl mal die Küche war, sah jetzt aus wie ein kleines Labor. In jeder Ecke des Raumes, brodelte, blubberte und kochte es.
      Hier eine Destillieranlage, dort tropfte etwas durch einen Filter und an einer anderen Stelle rührte eine Maschiene etwas unentwegt um. An einigen Stellen im Raum musste etwas explodiert sein. Die Spritzer und Rusflecken an der Wand und der Decke, hatten deutliche Spuren hinterlassen.
      Am interessantesten fand Voltilamm allerdings den Inhalt der verschiedenen Kolben und Phiolen. Der Inhalt der meisten Fläschchen sah ganz normal aus, aber ab und an befand sich eines darunter, welches anders war. Zum Beispiel war da eins, in dem tanzten schillernde kleine Flocken in ihrer Flüssigkeit umher, obwohl diese ganz ruhig war. In einem anderen, in dem sich etwas schleimartiges befand, stiegen langsam Blasen empor und wenn sie platzen, gaben sie lustig klingende Geräusche von sich. Da erblickte Manaphy einen Kolben, in dem schien sich nichts zu befinden, trotzdem dampften aus ihm lauter bunte Rauchwölkchen.
      In der Zwischenzeit war Endivie mit den Erkundungen draußen fertig geworden und zu den anderen beiden in der Laborküche gestoßen. "Ich habe draußen niemanden gefunden, aber alles war irgendwie unordentlich. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass dort nichts mehr gemacht worden ist, seitdem wir hier vor ein paar Tagen weg sind.", berichtete Endivie, "und hier drin scheint sich ja auch einiges verändert zu haben." "Ich frage mich, was in den alten Shaymin gefahren ist. Ich meine das er Experimente macht, ist mir nicht neu, aber das es so ausufert, habe ich bei ihm in all den Jahren in denen wir uns jetzt schon kennen noch nie gesehen.", sagte Manaphy.
      Plötzlich hörten die Drei ein Poltern über ihren Köpfen, dann ein lautes Rumsen und anschließend eine ganze Salve von Flüchen. "Shaymin!", riefen alle gleichzeitig. "Er ist oben, schnell sehen wir nach!", schlug Endivie vor und war schon fast zu Tür raus. Als die drei Gefährten auf dem Weg nach oben zum Dachboden waren, kam ihnen auf der Treppe schon eine riesige graue Staubwolke entgegen. Voltilamm konnte gar nicht mehr aufhören zu husten und zu niesen. Schwer atmend sagte es: "Geht ohne mich weiter, wenn ich mitkomme werde ich womöglich noch da oben ersticken. Ich warte solange im Erdgeschoss auf euch, wo ich besser Luft bekomme." "In Ordnung, aber fass bloß nichts an. Wer weiß was uns sonst noch um die Ohren fliegt." ermahnte Manaphy Voltilamm.
      Endivie und Manaphy waren nur ein Stück weiter die Treppe nach oben gegangen, als ihnen Shaymin auch schon staubbedeckt und ebenfalls hustend entgegen kam. Erstaunt sagte es: "Nanu, was machst du denn hier Endivie? Wolltest du nicht zum Wächter der Quelle gehen und wo ist denn dein Freund abgeblieben, diesen Voltilamm?" "Voltilamm ist unten und wartet auf uns und vom Wächter komme ich gerade. Schau, Manaphy ist gleich mitgekommen.", antwortete Endivie etwas verwirrt. Da stuppste Manaphy Endivie von hinten an. "Sieh mal, Shaymin hat eine dicke Beule am Kopf, vielleicht ist ihm etwas auf dem Kopf gefallen und sein Gedächtnis lässt ihn im Moment ein wenig im Stich.", vermutete Manaphy.
      Die beiden brachten Shaymin erstmal nach unten zu Voltilamm, wo sie die dicke Beule kühlten. Langsam gewann Shaymin seine Erinnerung zurück und erzählte: "Ich wollte vom Dachboden ein Mikroskop hohlen, welches sich dummerweise ganz oben in einem alten Regal befand. Keine Ahnung warum ich es ausgerechnet dahin geräumt habe. Naja, ich hab mir also den alten Stuhl genommen der da noch rumstand und mich draufgestellt. Wie ich ganz schnell bemerkte, waren die Holzwürmer in den letzten Jahren wohl auch nicht ganz untätig gewesen und so brach der Stuhl unter mir zusammen und beim fallen hab ich wohl auch noch gleich das ganze Regal mit von der Wand gerissen. Dabei ist mir vermutlich das Mikroskop oder etwas anders auf den Kopf gefallen. Aber jetzt erzählt erst einmal, wie es euch in den letzten Tagen so ergangen ist ."
      So erzählten Endivie und Voltilamm was sie alles erlebt hatten und wie sie schließlich Manaphy gefunden haben.
      "Aber sag mal, was zur Hölle treibst du hier? Da bin ich nach einer Ewigkeit mal wieder bei dir zu Besuch und dann sieht das so bei dir aus." fragte Manapy. "Ach, das ist ganz einfach. Ich suche nach einem Heilmittel gegen diese komische Krankheit, nachdem meine Standartmittel alle nicht gewirkt haben. So wie es aussieht komme ich aber solange nicht weiter, bis ich weiß, was die Ursache für die Krankheit ist." sprach Shaymin. Da fielen Endivie wieder diese Zubat´s und das Golbat ein, auf die es am Anfang seiner Reise getroffen war. Vielleicht stecken die ja hinter dieser mysteriösen Pflanzenkrankheit. Hatten die nicht irgendwas von einem Boss erzählt? Die Gruppe entschied, dass das gar kein schlechter Gedanke war und so wurde beschlossen, das Endivie und Voltilamm sich auf die Suche nach diesen Typen machen, während Manaphy bei Shaymin bleiben wollte um ihn bei der Forschung zu unterstützen. ...

      "Leben ist nicht genug.", sagte der kleine Schmetterling,
      "Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu."
      (Hans Christian Anderson)

    • Kapitel 12: Die Suche beginnt

      Der erste logische Schritt um den Anführer der bösen Organisation führte sie zum Ort des ersten Zusammentreffens von Endivie und Voltilamm. Der Ort war immer noch düster. Aber gemeinsam konnten sie die Atmosphäre ertragen.
      An dem Überfallsort in einer Lichtung war zuerst nichts Besonderes zu entdecken. Dies war auch dem schlechten Licht geschuldet. Endivie und Voltilamm waren nicht unvorbereitet an diese Stelle gekommen. Beide schalteten eine Taschenlampe an und nahmen eine Lupe zur Hand.
      Sie teilten sich das Untersuchungsgebiet auf und schauten sich ganz genau um. Sie suchten schon eine ganze Weile und wollten die Hoffnung fast aufgeben, da fand Voltilamm endlich einen Hinweis. Es hatte im Gebüsch einen kleinen Gegenstand gefunden. Dabei handelte es sich um eine kleine Halskette mit einer Marke. Die Kette war aus Metall und hatte eine eingravierte Schrift. Darauf stand: „Boris das Golbat. Vorstand von Team Iksbat“.
      Durch den Text war die feindliche Organisation nun bekannt. Außer dem Namen hatten sie allerdings immer noch keinen Anhaltspunkt für den Aufenthaltsort der Gegner. Sie untersuchten die Kette nach weiteren Spuren mit Hilfe der Lupe. Dabei fiel ihnen ein ganz feiner Schriftzug auf. Es waren die Initialen „RF“ eingraviert.
      Daneben entdeckten sie keine weiteren brauchbaren Hinweise. So schnell wie diese bösen Pokemon aufgetaucht waren, so schnell waren sie wieder verschwunden gewesen. Und das sogar ohne Spuren zu lassen bis auf das Kleinod.
      Nun setzten sich die beiden Helden zusammen und überlegten, was sich aus diesen Hinweisen herausfinden ließe.
      Endivie schlussfolgerte: „Da das Kleinod hier noch liegt, muss das Golbat das Fehlen der Kette noch nicht festgestellt haben. Oder es hat es inzwischen bemerkt und war zu weit weg um wieder zurückgekommen zu sein. Die letzte Option ist, dass es verheimlicht, damit es keinen Ärger bekommt. Ich vermute mal, dass es zu weit entfernt von diesem Ort ist um unbemerkt hierher zu gelangen und wieder rechtzeitig zurück zu sein. Aber das ist nun zweitrangig. Wofür steht „RF“?“
      „Das weiß ich gerade auch nicht so“, erwiderte Voltilamm. „Aber vielleicht sind das die Initialen einer Schmiede. Fledermauspokemon sind nicht bekannt dafür Schmiedearbeiten zu leisten.“
      Voltilamms erster Gedanke war nicht schlecht und so dachten sie darüber nach, während beide zurück zu Shaymins Hütte gingen. Sie begannen sich auch über Schmieden in der näheren und ferneren Umgebung zu unterhalten.
      Endivie kannte die näheren Schmieden recht gut und ging diese im Kopf durch, während Voltilamm über ferne Gegenden nachdachte. Es war schon viel herumgekommen und hatte auf seinen Reisen viel gesehen.
      Endivie meinte schließlich: „Ich finde keine Schmiede zu der diese Initialen passen könnten. Aber was mir gerade so aufgefallen ist, dass wir schon lange nichts von den Ländern außerhalb gehört haben. Früher gab es regelmäßig Kunde, was denn so in den Nachbarländern stattfindet. Jetzt ist es still.“
      Voltilamm antwortete mit leicht beunruhigendem Unterton: „Ich bin viel gereist und bin durch viele Länder gekommen. In letzter Zeit wurde es immer schwerer zu reisen. Die Grenzen werden immer mehr bewacht. Und auch innerhalb der Länder wurde es immer unsicherer. Daher bin ich ja auch von meiner Gruppe getrennt worden. Wir wurden angegriffen und als wir fliehen mussten, sind mit mir die Pferde durchgegangen und ich bin in diesen Wald hier geflohen. Als ich wieder zu mir kam, hatte ich schon verlaufen.“
      Endivie entgegete: „Ich freue mich, dass du mir deine Geschichte erzählt hast. Aber wie heißt es so schön: „Auch ein stiller Stein redet einmal.“.“
      Dann hatte Voltilamm einen Geistesblitz. „Ich kenne nun die Schmiede!“, rief es laut heraus. „Dabei muss es sich um „Rizeros Feuerhölle“ handeln. Wir sind dort schon mal gewesen, als einem von uns sein Fußreif gebrochen ist. Der Laden befindet sich im Nachbarland im Norden. Wir waren dort schon lange nicht mehr, da es heißt, dass das Land im Aufruhr ist. Und auch über die Grenze zu kommen soll schwierig sein und die Zölle hoch. Dies ist aber noch nicht lange so. Aber vielleicht hat das Team Iksbat etwas damit zu tun.“
      Nun nahm Endivie wieder das Wort: „Egal. Wir müssen dorthin um mehr in Erfahrung zu bringen. Ich werde noch einmal meine Mutter besuchen und mich verabschieden. Wir werden auf diese lange und gefährliche Reise gehen. Dann können wir auch meiner Mutter sagen, dass sie nach deiner Herde suchen soll. Also gehen wir jetzt erst zur Hütte von Shaymin und besprechen noch einmal das Ganze. Dann gehen wir morgen früh erholt zu meiner Mutter und dann machen wir uns in das Nachbarland auf.“
      Voltilamm meinte noch: „Ich hoffe es läuft alles gut.“
      Und dann liefen sie still weiter, bis sie bei der Hütte ankamen….

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