Joker1000's - Reviewecke

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    • Joker1000's - Reviewecke

      In unregelmäßigen Abständen (je nach Zeit), werde ich euch hier mit Artikeln (hauptsächlich momentan zu Videospielen) beglücken. Könnt gerne auch Feedback etc hier reinschreiben. :) Den Anfang heute macht ein wahres Schwergewicht auf dem alten Game Boy Classic.

      [Game Boy] - Test - The Legend of Zelda: Link's Awakening
      Genre: Action / Adventure
      Spieler: 1
      Entwickler: Nintendo EAD
      Publisher: Konami
      Erscheinungsjahr: 1993
      Schwierigkeitsgrad: mittel
      Bemerkung: Batteriespeicher


      Neben Mario gehört vor allem im Westen Link zu den populärsten Videospielhelden überhaupt. 1994 – nach drei Auftritten auf Nintendos stationären Konsolen – feierte The Legend of Zelda mit Links Awakening endlich auch das Seriendebüt auf einer Handheldplattform. Im Vergleich zu den Vorgängern ging Nintendo dabei einige neue Wege. Doch sehen wir uns das Meisterwerk etwas genauer an.

      Kurze Zeit nach den Geschehnissen in A Link to the Past (SNES) wird Link von einem Unwetter auf dem Meer überrascht. Er verliert die Kontrolle über sein Boot und verliert das Bewusstsein. Am Strand einer unbekannten Insel wird Link schlussendlich angeschwemmt, wo er zufällig von Marin, einer Bewohnerin der Insel, gefunden und gerettet wird. Dank der fürsorglichen Pflege kommt Link darauf im Haus zu sich. Von Marins Vater erfährt ihr, dass Link auf der Insel Cocolint gelandet ist und dem Tod gerade nochmal so von der Schippe gesprungen ist. Tarin, so der Name von Marins Vater, gibt Link seinen Schild zurück, den er am Strand gefunden hat, zusätzlich hierzu, gibt er unserem Helden den Tipp, dass an diesem Strand außergewöhnlich viele Monster ihr Unwesen treiben. Am Sandstrand findet Link auch sein Schwert auf und die serientypische Eule, die in diesem Spiel ihr Debüt feiert, weiht ihn in die Mysterien von Cocolint ein. Das Abenteuer kann beginnen.

      Um die Insel wieder verlassen zu können, muss Link das Wahrzeichen der Insel – den Windfisch – erwecken, welcher in einem riesigen Ei auf dem höchsten Gipfel der Insel ruht. Um dies zu bewerkstelligen, benötigt Link 8 spezielle Instrumente, welche in Verliesen, die über die ganze Insel verstreut sind, versteckt gehalten werden. Links Marschroute führt ihn in unterschiedliche und wundersame Orte wie den Schleimsumpf, den dichten Zauberwald, das Taltal-Gebirge oder auch die Dunstwüste.

      Im Laufe des Abenteuers kann Link sein Item-Repertoire rund um Schwert und Schild stetig erweitern. So ermöglicht die Greifenfeder Link Abgründe durch Sprünge zu überwinden, via Kraftarmband können Felsbrocken aus dem Weg geräumt werden und mit Hilfe der Flossen dürft ihr euch auch im Wasser vergnügen. Die nach und nach erhaltenen Gegenstände ermöglichen euch, im Spiel immer einen Schritt weiterzukommen und neue Gebiete und Dungeons zu erforschen. Ebenso könnt ihr Items bei verschiedenen Händlern gegen gesammelte Rubine kaufen. Auf eurer Reise werdet ihr auch über Herzcontainer stolpern. Sammelt Link 4 Exemplare, so erhöht sich die Energieleiste um ein weiteres Herzchen. Auch die magischen Muscheln seien an dieser Stelle noch erwähnt, die ihr überall auf der Insel entdecken könnt. Habt ihr genug beisammen, wartet eine angenehme Überraschung auf euch. Wie es für Zelda-Spiele typisch ist, können auch wieder umfangreiche Tauschgeschäfte durchgeführt werden. Eine große Anzahl der Inseleinwohner, benötigen, bestimmte Objekte, könnt ihr mit diesen dienen, sind diese gerne bereit mit euch zu tauschen, den erhaltenen Gegenstand um weitere Tauschgeschäfte im Spiel abzuwickeln. Zudem gibt es für Link auch eine Okarina zu finden, auf der er – zum ersten mal in der Serie – auch mehrere Lieder erlernen kann.

      Nicht selten werdet ihr Items nur im Kampf mit einem mächtigen Gegner erhalten. Neben den zahlreichen, fantasievollen Zwischen- und Endbossen machen euch auf der Insel auch kleinere, oft altbekannte Gegner wie Oktoroks oder Moblins das Leben schwer. Aber auch Link freundlich gesinnte Personen lassen sich überall auf der Insel finden und haben auch mal die ein oder andere Bitte an den Helden.

      Die Steuerung in diesem Spiel ist, wie man es bei einer großen Anzahl von Game Boy Spielen gewöhnt ist, einfach und simpel gestrickt, funktioniert jedoch aber tadellos. Mit den Steuerkreuz-Tasten lenkt ihr den Zipfelmützenträger durch Cocolint. Mithilfe des Menüs, das man über den Start-Button aufrufen kann, können durch A/B-Button alle Gegenstände frei platziert werden. Durch die freie Belegbarkeit der Tasten ist sie gelungener, als begrenzte Auswahl mit einer Taste, welche im Vorgänger verwendet worden ist.

      Betrachten wir nun den technischen Aspekt des Spiels: Durchweg, wie man es von der Serie gewöhnt ist, bewegt sich das Spiel hierbei auf einen sehr hohem Niveau. Das Spiel holt aus der Keksdose einiges raus in Sachen Grafik, die Schauplätze hierbei orientieren sich ganz klar am SNES-Vorgänger. Zu einer besonderen Situation kommt es stellenweise, wenn ihr euch in den Dungeons befindet. Hierbei wechselt die Spielansicht in waschechte, seitlich scrollende Jump’n’Run –Ansicht, wo ihr es auch mit Gegnern aus dem Mario-Universum zu tun bekommt. Die Dungeondesign ist durchwegs sehr ideen- und abwechslungsreich ausgefallen, und stellenweise auch etwas knifflig. Auch die die visuelle Aufmachung des Spiels kann vollauf überzeugen. Schon das legendäre Intro erweckt trotz simpler Bilder in vielen Herzen von Videospielern nostalgische Erinnerungen. Aber auch die stattlichen Endgegner und die unterschiedlichen Schauplätze sind äusserst detailliert und stimmig in Szene gesetzt worden.

      Die brillante musikalische Inszenierung trägt ebenso zum grandiosen Spielerlebnis bei. Auch hier finden sich wieder altbekannte Jingles, aber ebenso werden ihr von zahlreichen gelungenen Musikstücken auf eurem Abenteuer begleitet. Gerade dieser Titel, der sich etwas von der Hauptstory der Videospielreihe isoliert, weiß von einzigartigen Melodien zu profitieren, da sie so in keinem anderen Teil in dieser Art und Weise vorhanden sind.

      Links erster eigenständiger Auftritt auf dem Game Boy, stellte gleichzeitig auch die Referenz im Genre Action-Adventure auf dem Game Boy dar. Wohl kaum einer hätte damals damit gerechnet, dass ein Zelda-Titel in dieser grossartigen Form auch auf dem kleinen Schwarz/weiss-Gerät möglich ist. Von der ersten Minute bis zum Abspann erhaltet ihr mit diesem Spiel ein durchweg fesselendes Spielerlebnis der besonderen Art, das in keiner Nintendo-Videospielsammlung fehlen darf.


      Und hier noch die deutsche und japanische TV-Werbung des Spiels:


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    • Nächster Test, diesmal schwingen wir mit den Belmonts die Lederpeitsche auf dem Game Boy Classic.

      [Game Boy] - Test - Castlevania II: Belmont’s Revenge
      Genre: Action / Jump n’Run
      Spieler: 1
      Entwickler: Konami
      Publisher: Konami
      Erscheinungsjahr: 1992
      Schwierigkeitsgrad: mittel-hoch

      1591 – das Wohlergehen des Fürsten der Finsternis Graf Dracula ist an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Zu diesem Zeitpunkt ist es bereits 15 Jahre her, dass Christopher Belmont 1576 den Vampirgrafen erledigte und die Welt von seiner Schreckensherrschaft befreien konnte. Die Zeitspanne von 15 Jahre nutzte Christopher, um den eigenen Sohn Soleiyu auf seine Aufgabe als Vampirjäger vorzubereiten. Auf dem Treff aller weltweit dazu gehörenden Vampirjäger sollte Soleiyu Belmont die Ehre zu geteilt werden, in den elitären Kreis aufgenommen zu werden und seinem eigenen Vater folgen. Doch Graf Dracula kam ihm zuvor, entführte den angehenden Vampirjäger und unterzog ihn einer Gehirnwäsche, wodurch er ihn fortan zu seinen Gefolgsleuten zählen durfte. Erneut schnappte sich Christopher Belmont nun seine Peitsche und zog los um seinen Sohn zu retten und um Dracula ein weiteres mal Einhalt zu gebieten.

      Zu Beginn des Spiels werdet ihr vor die Wahl gestellt, in welcher Reihenfolge ihr die ersten vier Schlösser bewältigen wollt. In den heruntergekommenen, überwucherten Gebäuden hat jeder Schauplatz sein einzigartiges Thema und unterscheidet sich auch grafisch deutlich von den anderen. Dabei hat sich Konami anscheinend jede Menge Zeit gelassen. Denn die zum großen Teil animierten Levelhintergründe in den Bauten, sind mit jeder Menge Details ausgestattet. Durchstreift ihr z. B. mit eurer Spielfigur das Plant Castle, kann man beobachten, wie die verschlossenen Blumenknospen sich öffnen, während im Cloud Castle im Hintergrund Wolken am Horizont vorbeiziehen.

      Wie bereits im Vorgänger könnt ihr eure Peitsche durch die Aufnahme von Kristallen verlängern, beziehungsweise gar zu einer Flammen schießenden Waffe umrüsten. Zusätzlich könnt ihr auch auf weitere Waffenunterstützung in Form von Weihwasser und der kraftvollen Axt finden, deren Einsatz euch jedoch ein Herz kostet. Diese sind serientypisch in Kerzen versteckt. Ebenfalls lassen sich Punktespendenden Münzen finden und – wer die Augen offen hält – darf sich auch mal an einem gut versteckten Energieschub oder gar Extraleben erfreuen.

      In den Stages stellen sich euch neben neuen Figuren auch serienbekannte Widersacher wie die rollenden Augen oder Sumpfmenschen in den Weg, welche euch im Dienste Draculas zur Strecke bringen sollen. Solltet ihr nicht schon durch die Gegner ins Jenseits befördert werden, so warten euch auch noch zahlreiche Fallen auf. Am Ende eines Abschnitts stellt sich euch zudem ein eindrücklicher Obermotz in die Quere, welcher mit der richtigen Taktik bezwungen werden will.

      Grafisch überzeugt der Titel auf ganzer Linie. Die schon erwähnten detailreichen Hintergründe, die tollen Animationen und das stimmige Design sorgt für eine tolle Atmosphäre. Auch der Soundtrack weiß von A-Z zu begeistern. Geniale Kompositionen verwöhnen euer Gehör, und auch die Soundeffekte wissen zu überzeugen.

      Das Leveldesign ist dank seiner fair platzierten Feinde und teils kniffliger Sprungpassagen gewohnt hervorragend gelungen und sorgt für einen knackigen Schwierigkeitsgrad, welcher aber dank einem Passwortsystem etwas abgemildert wird. Die Steuerung präsentiert sich im Vergleich zum Vorgänger etwas flinker und lässt keinen Grund für Kritik aufkommen. Der Umfang mit 6 Welten plus Showdown ist überschaubar, aber tut dem Spielspass keinen Abbruch.

      Nach dem enttäuschenden ersten Castlevania-Teil für Nintendos Handheld zeigt Castlevania II – Belmont’s Revenge, dass auch auf Nintendos Keksdose eine qualitativ hochwertige Vampirhatz stattfinden kann. Nicht nur für Castlevania-Fans ein absolut empfehlenswerter Titel.



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    • Neue Woche, neuer Test, diesmal geht es in den Weltraum.


      [Game Boy] - Test - R-Type
      Genre: Shoot ’em Up
      Spieler: 1
      Entwickler: Bits Studios
      Publisher: Irem
      Erscheinungsjahr: 1991
      Schwierigkeitsgrad: einstellbar

      „Blast Off and Strike The Evil Bydo Empire“ so lautet das Motto in der Spielreihe R-Type, einer wahren Größe im Shoot’em Up-Genre. Die Spielreihe kam im Jahr 1987 direkt von den Spielautomaten zu uns. Bei diesem Erfolg blieben Konvertierungen auf andere Systeme z. B. Amiga nicht lange aus. Dabei ist auch Nintendo’s Game Boy nicht von einer Umsetzung verschont geblieben. Der Entwickler Irem versuchte die Spielhallenatmosphäre gekonnt auf die tragbare Konsole zu übertragen.

      Um die Erde vor dem bösen Bydo Imperium zu schützen, steigt ihr in ein R-9 Raumschiff. Hierbei müsst ihr in insgesamt 6 Levels euer Können unter Beweis stellen. Positiv kann man an dieser Stelle erwähnen, dass Irem versucht hat den (fast) kompletten Inhalt der Automatenvorlage in das 2 MBit große Modul zu bringen. Diese Sache ist den Entwicklern durchweg gelungen.

      Bevor ihr mit dem Spiel beginnt, könnt ihr euch noch für einen von zwei Schwierigkeitsgraden entscheiden. Im Spiel gibt es insgesamt „nur“ ein halbes Dutzend Levels, in denen wird euch aber von Anfang an das Leben zur Hölle gemacht. Am Ende eines Abschnitts erwarten euch jeweils beeindruckende Endgegner, bei denen ihr nicht immer nur mit Dauerballern zu Erfolg kommen werdet. Trotz 3 Continues mit jeweils 4 Leben, werdet ihr öfter ins Gras beißen als es euch lieb ist.

      Wenn ihr den A-Knopf betätigt, verschießt euer R-9 Raumschiff seinen Standardschuss. Durch etwas längerem betätigen des selben Buttons, lädt sich der Beam auf, der mehrere Feinde gleichzeitig ausschalten kann.

      Gleich zu Beginn des Spiels erhaltet ihr von einem der ersten Feinde das erste Power-Up für euren Raumkreuzer. Habt ihr dieses erhalten, erscheint die sogenannte „Force“ auf dem Handheldbildschirm. Dieser stellt einen kleinen Satelliten dar, der frei vor oder hinter dem Raumschiff angebracht werden kann. Die „Force“ bietet unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten: Wenn diese an das Raumschiff befestigt ist, kann es feindliche Geschosse abwehren. Zudem erhöht es die eigene Feuerkraft durch das Aufsammeln eines zweiten Waffenpowerups, um ein vielfaches. Mit diesem zweiten Waffenpowerup, habt ihr nun wie im Original (Arcadeversion) den Bodenlaser und den reflektierenden Laser beide auch bekannt unter dem Namen „Anti-Raumschifflaser“.und zu guter Letzt besteht die Möglichkeit euren Satelliten den Gegnern aus dem Bydo Imperium entgegen zu schleudern. Wer im Laufe des Spiels noch mehr Power-Ups für sein Raumschiff einsammelt, der erhält auch noch ein „Bit“, das an der Ober-Unterseite eures R9 angebracht werden kann und euch noch mehr Schutz bietet.

      Die dicken Endgegner im Spiel unterscheiden sich in jedem Level in Sachen Größe, Umfang und Aussehen deutlich voneinander. In Level 1 bekommt ihr es mit einer Riesenameise zu tun und in Level 3 gibt sich das bombastische Schlachtschiff des Bydo Imperiums ein Stelldichein. Soviel sei schon mal verraten, zu einfach wird es mit Sicherheit nicht.

      Die Grafik im Spiel ist ausgesprochen gut gelungen und kann mit vielen Details auftrumpfen. Dennoch müssen einige Abstriche diesbezüglich in Kauf genommen werden. So kommt das Spiel hin und wieder ins Stocken und flackert, wenn der Anti-Raumschifflaser abgefeuert wird. Grafikfetischisten könnte dies durchaus stören. Für eine ansonsten nahezu originalgetreue Umsetzung des Spielhallenautomaten ist dies wohl ein Opfer, was für den Spielgenuss gebracht werden muss. Die Lenkraketen aus der Arcade-Version fehlen ebenfalls in der Game Boy-Version.

      Neben dem gelegentlichen Ruckeln der Grafik kann der geringe Spielumfang mit „nur“ 6 Stages bemängelt werden. Auch ein Mehrspielermodus wird leider vermisst. Vor allem bei Shoot’em Up Spielen machen Mehrspielerduelle gegen einen Freund via Linkkabel besonders viel Spaß. Beim moderaten Schwierigkeitsgrad dürften einige Spieler Probleme bekommen. Wenn die 6 Levels einmal gemeistert worden sind, dürft ihr euch nun das Spiel auf einer höheren Schwierigkeitsstufe vornehmen. Ansonsten ist das Spiel für jede Menge Fun gut, um sich mal wieder zwischendurch die Seele vom Leib virtuell zu schießen.

      Als Fazit lässt sich sagen, dass R-Type ein sehr gutes Shoot’em Up Spiel mit hohem Schwierigkeitsgrad geworden ist, bei dem ihr eine Menge Geduld brauchen werdet.

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    • Und weiter geht es mit den Tests. Diesmal befassen wir uns mit dem Debüt der allseits bekannten Pokemon und zwar den Editionen Rot, Blau und Gelb.


      [Game Boy] - Test - Pokemon
      Genre: Rollenspiel
      Spieler: 1
      Entwickler: Game Freak
      Publisher: Nintendo
      Erscheinungsjahr: 1996
      Schwierigkeitsgrad: mittel
      Bemerkung: Batteriespeicher; SGB-Unterstützung

      Die Lebenszeit des Game Boys schien langsam den Ende zuzugehen als 1996 kleine Monster Einzug auf Nintendos tragbare Konsole hielten. Die sogenannten Pokémon (abgeleitet von Pocket Monsters, also Taschenmonster) stellten in Japan die ganze Videospielwelt auf den Kopf. 1999 wurde auch Europa mit dem Pokémon-Fieber infiziert. Doch worum geht es in dem Spiel überhaupt? Das Spielprinzip ist an sich simpel: Man fängt wilde Monster, die man selber in weiteren Kämpfen trainieren und weiterentwickeln kann. Der große Suchtfaktor besteht jedoch darin, sämtliche 151 Pokémon zu erringen und seinen Pokédex zu vervollständigen.

      In Kanto, so heißt die Welt, in der das ganze Abenteuer spielt, haben die Menschen eine Vielzahl von Möglichkeiten gefunden die Pokémon zu nutzen. Es gibt Leute die sie als Haustiere halten, einige erforschen diese Wesen, manche züchten verschiedene Formen und wiederum andere fangen und trainieren diese. Das Einfangen der Pokémon geht mit Hilfe von Pokebällen von statten. Den Wesen begegnet ihr durch Zufallsbegegnungen in Höhlen, im hohem Gras oder im Wasser. Durch den Einsatz von Attacken eurer eigenen Monster müsst ihr euer Zielobjekt zuerst schwächen, um es erfolgreich schnappen zu können. Es gibt verschiedene Arten von Pokebällen (Poke-, Super-, Hyper- und Meisterball). Je teurer oder seltener der Ball, desto leichter lassen sich die Taschenmonster erwischen.

      Ihr schlüpft in die Haut eines Jungen mit dem Namen Ash Ketchum. Sein größter Traum ist es, eines Tages ein Pokémon Meister zu sein. Das Abenteuer beginnt in seinem Heimatort Alabastia. Eines Tages soll er sich frühmorgens auf den Weg in das Labor des ortsansässigen Pokémon Wissenschaftler Professor Samuel Eich machen. Zum selben Zeitpunkt wie Ash, beginnt auch der Nachbarsjunge und Neffe des Professor, Gary, sein Abenteuer mit den Pokémon. Eichs Neffe sieht in euch einen ernsthaften neuen Rivalen, da ihr beide das gleiche große Ziel vor Augen habt.

      Im Labor angekommen habt ihr nun die Auswahl aus 3 verschiedenen Start-Pokémon. Das Pokémon Glumanda ist ein feuerspuckende's, drachenähnliches Wesen, Schiggy eine Wasserschildkröte und Bisasam ein Pflanzen-Pokémon mit einer Blüte auf dem Rücken. Nun habt ihr ein „Problem“. Pflanzen-Pokémon besiegen im Kampf Wassermonster, Pokémon des Genres Wasser sind Feuer-Pokémon deutlich überlegen und die Pflanzen-Pokémon sind im Nachteil gegenüber Feuer. Demnach entsteht somit eine Art Schere-Stein-Papier-Situation, mit dem Hindernis, dass der Held als erster wählen muss und Gary frei darauf reagieren kann. Wenn ihr euch für Bisasam entscheidet, so nimmt euer Rivale logischerweise dann Glumanda. Im direkten Vergleich hat man also zu Beginn immer das schwächere Wesen in seinem Anfangsteam. Etwas anders ist dies jedoch bei Pokémon Gelb, das nach Pokémon Blau und Rot erschien. Hier steht euch von Beginn weg das beliebteste Pokémon, Pikachu, zur Seite.

      Der erste Kampf gegen Gary erfolgt sogleich und dürfte euch noch vor keine allzu großen Schwierigkeiten stellen, weil die jeweiligen Monster auf Level 5 noch keine genretypischen Attacken auf Lager habe, sondern sich nur mit Standardangriffen wie Kratzer oder Tackle bekriegen. Das Prinzip der rundenbasierten Kämpfe ist immer derselbe: Beide Parteien wählen hintereinander eine Aktion aus. Wählen könnt ihr hierbei aus: Verwendung einer Attacke, den Einsatz von mitgeführten (Heil)items oder das Auswechseln eines frischen bzw. anderem Team-Pokémon.

      Alle Attacken lassen sich nach unterschiedlichen Pokémonelementklassen einordnen: Flug, Wasser, Feuer, Pflanze, Kampf, Gift, Eis, Elektro, Drache, Geist, Psycho, Käfer Gestein und Boden. Jede Attacke ist je nach gegnerischem Pokémon mehr oder weniger effektiv. Bei jedem siegreichen Kampf erhalten alle am jeweiligen Kampf teilnehmenden Monster eine gewisse Anzahl von Erfahrungspunkten (EP) gut geschrieben.

      Wenn genügend EP's gesammelt wurden, so steigt eure Taschenmonster ein Level auf. Manche Pokémon verändern mit dem Erreichen eines bestimmten Levels ihr Aussehen und erhalten einen frischen Namen. Glumanda zum Beispiel mutiert bei Erreichen von Level 16 zu Glutexo. Es gibt aber auch Ausnahmen, wie beispielsweise Pikachu, welches sich nicht so leicht entwickeln mag. Euer Freund entwickelt sich (in rot und blau) Level-unabhängig bei Verwendung von Steinen. In Pikachus Fall bei Verwendung eines Donnerstein zu Raichu.

      Bestimmte Pokémon können sich gar nur weiterentwickeln, wenn diese über das Gameboy-Linkkabel mit einem Freund getauscht werden. Neben der Möglichkeit mit euren Freunden via Gameboy-Linkkabel zu tauschen, gibt es auch im Spiel selber die Chance mit MPC-Leuten zu tauschen. So wird z. B. aus Kadabra ein Simsala.

      Im Spiel gibt es eine unterschiedliche Anzahl von Attacken, mit denen ihr die Gegner einen speziellen Status zufügen könnt, beispielsweise verbrennen, vereisen, einschläfern, lähmen oder vergiften könnt. Dadurch wird das betroffene Pokémon zusätzlich geschwächt oder gar wehrlos. Diese Statustypen kann man aufheben, in dem ihr euch mit einer Vielzahl diverser Tränke aus den Pokémon-Supermärkten eindeckt.

      Zusätzlich gibt es Pokémon-Center in nahezu allen Städten. In diesen Gebäuden können bis zu 6 Pokémon, die ihr bei euch trägt, der Krankenschwester überlassen werden um sie kostenlos heilen zu lassen. In jedem Pokémon-Center könnt ihr zudem via örtlichem PC auf alle Pokémon zugreifen, welche sich aktuell nicht in eurer Truppe befinden.

      Anfangs gab es nur ein Game Boy Spiel, welche den Zusatznamen Blaue (in Japan Grüne) bzw. Rote Edition trug. In der Blauen Edition können, im Gegensatz zur Roten, zum Beispiel die Pokémon Knofensa, Mauzi, Magmar, Vulpix, Pinsir und Sandan gefangen werden. In der Roten Edition wiederum gibt es andere exklusive Pokémon.

      In der Gelben Edition erhält ma
      n auch die Starter-Pokémon aus den Vorgängereditionen (Blau und Rot) Bisasam, Schiggy und Glumanda von erfolglosen Pokémon-Trainern überreicht. Voraussetzung hierfür ist es, dass euer gelber Kamerad Pikachu bestens gelaunt ist und die Trainer der Meinung sind, diese wären in euren Händen besser aufgehoben. Ebenfalls lässt sich als Unterscheidung nennen, dass es neue Version's-exklusive Monster gibt und einige Wesen neue Attacken beherrschen/erlernen können. Das war es aber dann auch schon mit den spielerischen Neuerungen in Pokémon Gelb.

      Was ist das Spielziel nun in Pokémon? Ihr lauft, fliegt auf dem Rücken eines Pokémons oder fahrt mit dem Fahrrad von Stadt zu Stadt, wo die ortsansässigen Arenen auf eurer Prioritätenliste ganz oben stehen. Insgesamt gibt es 8 Arenen verteilt in der ganzen Kanto-Region. Alle 8 Arenaleiter müssen erfolgreich bezwungen werden. Hierfür erhaltet ihr von den Leitern nach dem gewonnenen Kampf jeweils einen Orden. Wenn alle 8 Orden zusammen getragen sind, qualifiziert euch dies für die Pokémon Liga auf dem Indigo Plateau. Jeder Arenaleiter hat dabei eine bestimmte Elementvorliebe für sein Pokémon Team. So solltet ihr auf Feuer-Pokémon achten, wenn es gegen ein Arenaoberhaupt mit Pflanzenwahn geht.

      Abseits der Arenen gibt es in fast allen Orten unterschiedlich große Aufgaben zu bewältigen, um die Pfade zur Arena frei zu machen. Im Mittelpunkt steht hierbei oft die Schurkentruppe Team Rocket, deren Hauptziel es ist die Pokémon für finstere Pläne zu missbrauchen. Um die Welt vor den bösen Rockets zu befreien, arbeitet ihr euch durch Geschäftsgebäude und Kasinos. Selbstredend wird man für diese Anstrengungen fast immer reichlich in Form von Items und Barem entlohnt.


      Die Grafik ist durchweg hübsch anzusehen. Alle Orte im Spiel haben ihr eigenes eigenes Flair mit dazugehöriger passender Hintergrundmusik. Gegenüber zur blauen und roten Edition, sind die Sprites der Monster in der gelben Variante um einiges hübscher zu erblicken. Die Spielmusik ist unterschiedlich, wie erwähnt, auch in den Kämpfen gibt es Unterschiede ob es sich dabei um einen Arenaleiter oder einem Kampf gegen einen Käfersammler handelt. Euren Spielstand speichert ihr direkt auf dem Modul, leider könnt ihr aber nur einen Spielstand gleichzeitig belegen. Wollt ihr neu anfangen, muss der alte Spielstand zuerst vom Modul gelöscht werden.

      Die Pokémon-Spiele sind ein absolutes Highlight in der Game Boy-Spielebibliothek, allen voran die gelbe Edition mit den Zusatz-Extras. Dieses Abenteuer wird euch viele unterhaltsame Stunden vor dem Bildschirm fesseln, bis auch die letzte Ecke und jedes Geheimnis von Kanto aufgedeckt worden sind. Es gibt übrigens hierzulande seit 2005 für den Game Boy Advance Remakes der Spiele mit den Namen „Feuerrot“ und „Blattgrün“.

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