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Der Kibo.FM Filmtipp: "Okja"

25. August 2017 | Autor: Kari

Der Kibo.FM Filmtipp: "Okja"

Information

Laufzeit:  121 Minuten
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Südlorea
Regie: Bong Joon-ho
Produziert von: Dede Gardner, Jeremy Kleiner, Lewis Taewan Kim, Dooho Choi, Woo-sik Seo, Bong Joon-ho
Streaming-Plattform: Netflix

Hauptdarsteller: Anh Seo-Hyeon, Tilda Swinton, Jake Gyllenhall, Paul Dano, Steven Yeun, Lily Collins

Handlung:

Im Jahr 2007 werden 26 Superschweine an 26 Bauern über den kompletten Globus verteilt, damit sie von ihnen großgezogen und beobachtet werden. Die amerikanische Firma erhofft sich, dass diese Superschweine, wenn sie ausgewachsen sind, resistenter gegen Krankheiten sind und mehr Fleisch auf einmal abwerfen um die Menschen zu versorgen.
Ein Schweinchen ist Okja, die in einem abgelegenen Teil von Korea bei Mija und ihrem Großvater aufwächst. Dass Okja vielleicht mal irgendwann geschlachtet wird, das ist dem kleinen Mädchen nicht bewusst. Okja ist mehr als nur ein Nutztier, dieses "Schwein", was eher an einen Hund erinnert, ist ein Familienmitglied.

Nach 10 Jahren ist das Projekt beendet und das beste Superschwein soll gekürt werden, natürlich in New York. Dafür werden alle Schweine zurückgeholt um das bevorstehende, neue Superfleisch zu feiern. Es soll schmackhafter sein, als alles, was es bisher gab.

Mija lässt das jedoch nicht zu. Sie will Okja retten. Und sie stellt sich einer skrupellosen Wirtschaft in den Weg, der sie von Seoul bis New York führt. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Ob es dem kleinen Mädchen gelingen wird einen ganzen Wirtschaftszweig zu stürzen und Okja zu retten?


Fazit

Gesellschaftskritisch, moralisch und nichts für Schwache Nerven. Der Film ist herzzerreißend und dramatisch und lässt den Zuschauer am Ende mit einem faden Geschmack im Mund und einem mulmigen Gefühl im Bauch zurück.
Auch wenn dieser Film wegen den „Superschweinen“ Fiktion ist, ist er dennoch so nah an der Realität, dass er erschreckend ist. Und man hinterfragt noch während des Schauens seinen eigenen Fleischkonsum.
Der Film beschönigt gar nichts und die Szene sind schon gewöhnungsbedürftig. Aber genauso muss man diesen Stoff erzählen. Denn genau so ist das ja. In den Schlachthöfen, mit dem Profit und in der Fleischproduktion. Wir wollen günstig, das geht nur über die Masse und ohne Rücksicht.
Die Hauptdarsteller spielen ihre Rollen authentisch und erreichen mich als Zuschauer voll. Die junge Ahn Seo-Hyeon spielt eine großartige Mija, der ich jede Gefühlsregung abkaufe und mit der ich selbst das eine oder andere Tränchen verdrücken muss.
Tilda Swinton, die eine Doppelrolle spielt, ist einfach phantastisch in der Rolle der durchgeknallten Zwillinge, die das Projekt „Superschwein“ betreuen. Sie gehört zu Recht zu den ganz großen von Hollywood.
Das „Superschwein“ Okja ist sehr realistisch animiert und fügt sich sehr gut in die Realität des Films ein.
Die Untertitel, während koreanisch gesprochen wird, sind passend, die deutsche Synchro weiß zu begeistern.
„Okja“ schaut man nicht nur mal eben. Man muss „Okja“ annehmen, sich mit dem Film auseinandersetzen und man nimmt ihn mit in den Alltag, spätestens dann, wenn man das nächste Mal an der Fleischtheke steht.


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