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Der Kibo.FM Anime-Tipp: "ID-0"

18. Oktober 2017 | Autor: Kari

Der Kibo.FM Anime-Tipp: "ID-0"

Information:

Studio: Sanzigen
Genre: Mecha
Regie: Goro Taniguchi
Idee: Yosuke Kuruda
Musik: Takayuki Hattori

Episoden: 12 Episoden

Dieses ist eine Original Netflixserie.

Handlung:

Wir befinden uns in einer fernen Zukunft. Mittlerweile wurde das Weltall von den Menschen, aber auch anderen Bewohnern des Universums, erobert. Dort befindet sich ein wertvolles, neues Mineral, welches hart umkämpft ist. Orichalt. Alle wollen es haben, der Verbund der Universen, Schwarzmarkthändler, Weltallpiraten. Orichalt birgt die nötige Energie, um Maschinen zu betreiben, aber noch viel wichtiger, die Menschheit am Leben zu erhalten. Mit dem Orichalt können die sogenannten I-Machines betrieben werden. Das sind Roboter, und mit Hilfe des Orichalts sind Lebewesen in der Lage, ihren Geist von ihrem Körper abzuspalten und in den Robotern als I-Machines zu leben und zu arbeiten. Dieses ist effizienter und sicherer als im eigenen Körper.
In dieser Welt lebt Allianz-Studentin Maya Mikuri. Sie studiert in der Akademie Biologie und auch sie versetzt ihren Geist immer wieder in die I-Machine, um im Studium Forschungen am Orichalt betreiben zu können. Während einer Orichalt-Grabung wird sie von Piraten „entführt“, als I-Machine, ihr Körper befindet sich jedoch noch auf dem Schiff der Academy. Sie geht mit den Piraten einen Deal ein, um ihren Körper zurückzubekommen, nichts ahnend, dass sie geradewegs dabei ist, mehr über das Orichalt zu erfahren, als sie als einfache Studentin jemals gekonnt hätte.

Umsetzung:

Klassische Animeelemente werden gut mit CGI Technik gemischt, so dass optisch ein richtig rundes und sehenswertes Ganzes entsteht.
Die Charaktere sind vielschichtig und jeder erfüllt seine Rolle um die Handlung spannend voranzutreiben.
Der Soundtrack ist stimmig, sowohl Opening als auch Ending. Hintergrundmusik in der Serie und Soundeffekte geben dem Anime das Gewisse etwas und unterstreichen die Handlung positiv.
Die Untertitel sind in einer angenehmen Größe und Schriftart, aber auch die deutsche Synchronisation weiß zu überzeugen. Die Stimmen sind sehr passend gewählt, die Dialoge flüssig und nachvollziehbar.

Fazit:

Hier kommen Sci-Fi- und Mecha-Fans voll auf ihre Kosten. Der Anime ist eine gelungene Mischung aus Neon Genesis Evangelion, gepaart mit Gundam Wing und Saber Rider und dann gibt es noch eine gehörige Portion One Piece Feeling dazu. Eine Prise Humor noch oben drauf und die eine oder andere Fanservice-Schlüpfer-Szene machen ID-0 zu einem kleinen Highlight.
Die Geschichte ist spannend erzählt, durch Rückblenden erfährt man Geschichtliches und ein geheimnisvolles Kind, welches nicht spricht, gibt dem Anime die nötige Substanz, um dranbleiben zu wollen.
Und auch einen philosophischen Aspekt bedient die Serie, scheinbar einfach und nebenbei, jedoch mit sehr viel Hintergrund und Können. Was macht einen Menschen aus, wer sind wir und was wollen wir aus unserem Leben machen? Wie soll man sich an uns erinnern, wenn die Zeit des Abschieds gekommen ist?
Ich war sehr positiv überrascht von der Serie und kann sie nur empfehlen. Mit 12 Folgen ist sie so eine typische „Mal eben“ geschaut Sache und Dank vieler Sinnesfragen an unser Leben und ins Herz gehende Hauptprotagonisten bleibt der Anime noch lange im Gedächtnis.
Jeder wird seinen Liebling in der Serie finden und vielleicht auch eine Antwort auf die Frage, warum nicht immer alles so ist, wie es im ersten Moment scheint.
 


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